Gottes Fahrrad und der himmlische Schal

Sabine Hübner
Gottes Fahrrad und der himmlische Schal
Die schönsten Verhörer aus Weihnachtsliedern

Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 10/2011
HC im Kleinformat
Belletristik, Anekdote, Lyrik & Gesang, Humor
ISBN 978-3-7995-0714-1
Titelgestaltung und Illustrationen im Innenteil von Saskia Bannasch/Finken & Bumiller, Stuttgart

www.thorbecke.de
www.sabinehuebner.de
www.saskiabannasch.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Wer in Bayern lebt bzw. BR3 im Radio empfängt, kennt natürlich den „Verhörhammer“, Liedstellen, in denen man etwas völlig anderes zu hören glaubt, als tatsächlich gesungen wird, und vieles davon lässt einen schmunzeln wie die ‚goldene Spinne‘ in AC/DCs „Highway to Hell“ oder Lady Gagas Bedürfnis in „Paparazzi“, denn sie ‚will Plastik‘. Aber nicht nur englische Songs sind gut fürs Verhören oder eine Fehlinterpretation, sondern auch die deutschen Weihnachtslieder und Lyriken, die oft aus früheren Jahrhunderten stammen, dazu Satzkonstruktionen und Worte oder Formulierungen verwenden, die in der modernen Sprache kaum noch gebräuchlich, ja, gar nicht mehr üblich sind.

Vor allem Kinder nehmen die Texte häufig so hin, wie sie sie hören oder lernen – mit und ohne Fehler -, und wenn sie über die Bedeutung nachdenken, dann hilft ihnen die Phantasie meist zu einer annehmbaren Erklärung. Sabine Hübner sammelte für „Gottes Fahrrad und der himmlische Schal“ im Bekanntenkreis „Die schönsten Verhörer aus Weihnachtsliedern“ und Gedichten, die von Saskia Bannisch liebevoll mit passenden Illustrationen verziert wurden.

Wer einen Beitrag einreichte, erzählt kurz seine Anekdote, was er an einer bestimmten Stelle zu hören meinte oder wie er unverständliche Passagen zu deuten versuchte. Das entsprechende Lied oder Gedicht ist daneben (manchmal nur als Auszug) abgedruckt, so dass man vergleichen kann. Über so manchen Verhörer kann man lächeln. Aber das ist nicht der alleinige Zwecke des Büchleins, denn es soll auch Erinnerungen an früher und an Traditionen wecken, die immer mehr verloren gehen. Wer singt denn noch im Familienkreis unter dem Weihnachtsbaum, sagt ein Gedicht auf oder liest eine kurze Erzählung vor der Bescherung? Stattdessen wirft man bequem eine CD mit weihnachtlicher Musik ein, und die Geschenkschlacht beginnt.

Nach der Lektüre des Buches, die durchaus nostalgisch stimmt, hat man vielleicht doch Lust, es dieses Jahr anders zu machen – hat man doch die Texte in der Hand, beispielsweise von „Es ist ein Ros entsprungen“, „Kommet, ihr Hirten“, „O Heiland, reiß die Himmel auf u. a. m.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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