Kaputt in Frankfurt – Harry doesn`t mind

Wolfgang Fienhold
Kaputt in Frankfurt – Harry doesn`t mind

Röschen Verlag, Frankfurt, 5/2008
TB, Belletristik, 978-3-940908-00-1, 170/980
Titelgestaltung von N. N.

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www.wolf-fienhold.de

Kaputt in Frankfurt ist kein Buch zum Einschlafen oder um sich einzulullen vor dem ersten Tiefschlaf. Es weckt Erinnerungen oder Vergessen. Macht wach und lässt an Erlebnisse denken, die sich nicht vergessen lassen oder vergessen lassen wollen. Schön wüst gewagte, aufregende und zerstörerische Beziehungen begegnen uns in diesem Roman. Der Leser sollte sich auf dieses Abenteuer einlassen, es wird ihn um einige Erfahrungen bereichern, die er sich hoffentlich selbst erspart hat.

Die Ironie und das Fatale bewegen sich zwischen den Zeilen der sich begegnenden Figuren, verschwimmen in der Fantasie und den Träumen vom besseren, noch aufregenderem Leben, tanzen zwischen dem Tumult der Unglaublichkeiten eines möglichen Lebens. Zwischen den Seiten des Buches entwickelt sich eine traurige, makabre, aber durchaus vorstellbare mögliche Beziehung, die subtiles Verständnis voraussetzt.

Möglicherweise ist es kein Roman für Idealisten. Optimismus strahlt es nur aus für Leute, die sich mit Harry identifizieren können und die schmunzelnd über Eskapaden schweigen.

Wolfgang Fienhold schmunzelt (nicht immer), über seine Figur und lässt sie in tiefe Gruben fallen, die sich ‚Harry’ selber gegraben hat. Etwas mehr Humor hätte dem Lesen des Buches wohl gut getan. Das Faszinierende an dem Roman ist jedoch, dass man die Figur des Harry nicht eher loslassen kann, bis er es selbst zulässt als Autor, der mit seinen Figuren spielt und mit dem Leser. (MD)

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Kaputt in Frankfurt: Harry doesn’t mind

Comments

  1. Huch, der Wolfgang Fienhold lebt noch, dachte, der hätte sich bereits totgesoffen, wunder, wunder, hat er also wieder einen Verlag gefunden, der an ihn glaubt…?

  2. Ich denke W.F. ist tatsächlich tot, zumdenst laut Wikipedia! Und warum steht der eigentlich hier unter den Rezensenten? Wenn dann ist der doch Autor, oder habe ich da was falsch verstanden?

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