Linna singt

Bettina Belitz
Linna singt

Script5
ISBN 978-3-8390-0139-4
Belletristik / Jugendbuch
1. Auflage 2012
Umschlagmotiv: Frithjof Hirdes/Corbis,
PLAINVIEW/iStock, dreaming2004/iStock
Umschlaggestaltung: Christian Keller
Hardcover, 512 Seiten

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Die Autorin:

Bettina Belitz, geboren 1973 in Heidelberg, verliebte sich schon früh in die Magie der Buchstaben. Lesen allein genügte ihr bald nicht mehr – nein, es mussten eigene Geschichten aufs Papier fließen. Nach dem Studium arbeitete Bettina Belitz als Journalistin, bis sie ihre Leidenschaft aus Jugendtagen zum Beruf machte. Heute lebt sie mit ihrer Familie in einem 400-Seelen-Dorf im Westerwald und tankt auf dem Pferd oder beim Karatetraining neue Energie.

Das Buch:

Eigentlich singt Linna nicht mehr, denn seit sie vor 5 Jahren die Band aufgelöst hat, ist kein musikalischer Ton mehr über ihre Lippen gekommen. Der Grund dafür liegt tief in Linna verborgen und sie möchte darüber nicht reden, möchte noch nicht einmal, dass irgendjemand aus ihrer Vergangenheit von dieser Tatsache erfährt. Wie aber soll sie das bewerkstelligen nachdem ihre alte Freundin Maggie ein Revival der Band organisiert hat? Die alten Gruppenmitglieder reisen gemeinsam mit Tobias, einem Bekannten, auf eine Berghütte und wollen dort wieder zueinander finden, miteinander proben und dann noch einmal gemeinsam auftreten. Linna ist skeptisch und sie soll mit ihrer Skepsis auch recht behalten. Das Zusammentreffen der Freunde steht von Anfang an unter keinem guten Stern. Eine gewisse Anspannung ist jedem der ehemaligen Bandmitglieder anzumerken. Maggie ist eifersüchtig auf Linna. Das war sie schon immer, aber die Eifersucht scheint noch gewachsen zu sein. Auch  Falk, Jules und Simon haben sich verändert. Auf der Berghütte eingeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten müssen die jungen Leute miteinander klar kommen und scheitern daran.

Die Autorin Bettina Belitz wagt sich mit diesem Buch in ein ganz neues Terrain. Diese Geschichte löst Emotionen aus, sehr realistische und unangenehme Gefühle. Man fragt sich wie Menschen, die sehr eng miteinander befreundet waren auf einmal so miteinander umgehen können, ihre Ablehnung so hinterhältig und doch wieder offen zeigen können. Das gesamte Geschehen wird aus Linnas Sicht geschildert. Linna ist kein einfacher Charakter, erweckt sie doch den Eindruck sehr von sich selbst und ihrer gesamten Persönlichkeit überzeugt zu sein. Mich persönlich hat das sehr gestört und ich hätte mir gewünscht, dass Linna sich auch einmal etwas selbstkritisch betrachtet. Dafür geht sie mit umso mehr Kritik an die Betrachtung ihrer alten Freunde heran. Die Musik spielt natürlich eine große Rolle im Buch, denn sie verbindet die Freunde. Die Autorin hat es sich daher nicht nehmen lassen auch sehr viele Musiktitel im Buch zu erwähnen. An manchen Stellen tritt das sehr gehäuft auf und stört ein wenig den Blick auf die eigentliche Geschichte.

Trotz der Kritikpunkte ist „Linna singt“ eine wirklich faszinierende Geschichte. Mehr wirken wird sie vermutlich auf den Leser, der sich mit der Protagonistin identifizieren kann und etwas weniger eben auf denjenigen, der Linnas Persönlichkeit eben nicht mag, aber in jedem Fall ist das Buch so voller unterschwelliger Anspannung, dass man es einfach zu Ende lesen muss und auf die Auflösung der Frage „Wer steckt hinter den vielen Gemeinheiten und was treibt denjenigen an?“ hofft.

Linna singt obwohl sie nicht mehr singt. Linna bewegt, obwohl sie eine Außenseiterin ist.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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