Nachruf auf den Mond

Nathan Filer
Nachruf auf den Mond

Originaltitel: The Shock of the Fall
Droemer
ISBN 978-3-426-28124-6
Belletristik
Erschienen: 02. März 2015
Aus dem Englischen von Eva Bonné
Umschlaggestaltung: Network! Werbeagentur GmbH
Umschlagabbildung: Network! Werbeagentur GmbH
Hardcover mit Schutzumschlag, 320 Seiten

www.droemer.de
www.nathanfiler.co.uk

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Der Autor:

Nathan Filer ist ehemaliger Krankenpfleger der Psychiatrischen Klinik in Bristol und heute als Schriftsteller, Dichter und Filmemacher tätig. Zudem unterrichtet er Creative Writing an der Bath Spa University. „Nachruf auf den Mond“ ist sein erster Roman, für den er verschiedene Preise gewann: u.a. den renommierten Costa Book Award und den Betty Trask Prize für das beste Debüt. Filer lebt mit seiner Frau und seiner Tochter in Bristol.

Das Buch:

Der 19-jährige Mathew Homes ist Patient in einer psychiatrischen Klinik und er erzählt uns aus seiner Sicht die Entstehung und Entwicklung seiner Krankheit, die über ihn bestimmt. Mathew leidet an Schizophrenie.

Im Alter von neun Jahren verliert Mathew während eines Campingurlaubes der Familie seinen älteren Bruder Simon durch einen schrecklichen Unfall. Das alles ereignet sich an einem Tag, der für Mathew ohnehin schon problematisch ist, weil dem Unglück eine Auseinandersetzung mit einem Mädchen auf dem Campingplatz voran geht bei der eine Puppe eine wichtige Rolle spielt. Der Tod des Bruders und die Ereignisse an dessen Todestag beschäftigen Mathew weiter. Er gibt sich die Schuld am Tode von Simon, wohl auch, weil dieser am Down Syndrom litt und damit unter anderem auch an der mit diesem Gendefekt einhergehenden Muskelschwäche.

Mathew nimmt regelmäßig Medikamente, damit er die Stimmen des Bruders nicht mehr hört, dessen Anwesenheit nicht mehr als real empfindet und einfach wieder normal denken kann. Aber wenn er die Medikamente vergisst, dann ist sie wieder da, die Stimme von Simon.

Der Leser erfährt wie es Mathew ergangen ist, vom Tod des Bruders bis heute, also über einen Zeitraum von 10 Jahren. Dafür schreibt Mathew die Geschichte seiner Krankheit auf, mal auf einer Schreibmaschine, mal auf einem Computer und manchmal auch einfach nur durch Bilder. So erlebt der Leser eine bunte Mischung einzelner Aufzeichnungen. Auch in der Zeit springt Mathew gerne einmal hin und her, so dass dem Leser hier einiges an Konzentration abverlangt wird, damit er nicht den Faden verliert.

Mathews Welt scheint trübe und traurig, dabei gibt es aber auch schöne Seiten und es scheint sogar möglich, die Krankheit halbwegs unter Kontrolle zu bekommen. Dorthin aber ist es ein langer Leidensweg, der immer wieder auch von schlimmen Phasen unterbrochen wird. So hat die Familie nicht nur unter dem Verlust des Kindes Simon zu leiden, sondern auch unter der Erkrankung von Mathew.

„Nachruf auf den Mond“ ist eine interessante Leseerfahrung. Der Autor Nathan Filer präsentiert eine schwierige Thematik hier auf ungewöhnliche Art. Mathew empfindet sich selbst of anders als der Leser ihn erlebt, aber seine Sicht der Dinge ist interessant und regt zum Nachdenken an. Dieses Buch ist sicher nicht jedermanns Sache, aber es verändert den Blick auf schwerwiegende Krankheiten und deren Alltagsbewältigung für Patienten und auch deren Angehörige.

„Nachruf auf den Mond“ ist auch ein Nachruf auf Simon und dessen Mondgesicht und die Geschichte darüber, wie Mathew versucht seinen Bruder Simon auch durch Erfüllung dessen Wünsche am Leben zu erhalten.

Copyright © 2015 by Iris Gasper

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