Südbalkon

Isabella Straub
Südbalkon

Blumenbar
Aufbau Verlag GmbH & Co. KG
ISBN 978-3-351-05002-3
Belletristik
Erschienen März 2013
Einbandgestaltung: Tim Jockel unter Verwendung
eines Motivs von © Perry McKenna
Hardcover, 254 Seiten

www.aufbau-verlag.de
www.isabellastraub.at

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Die Autorin:

Isabella Straub, geboren 1968 in Wien. Studium der Germanistik und Philosophie. Journalistin bei einer großen österreichischen Tageszeitung, selbständige Werbetexterin (Agentur „textbar“) in Klagenfurt am Wörthersee. Teilnehmerin der Leondinger Literaturakademie 08/09. Finale Werner Bräunig Preis 2009. Gewinnerin Wortlaut Wettbewerb 2011.

Das Buch:

Ruth Amsel hat keinen Job, keine Kinder, und gemeinsam mit ihrem Freund Raoul bewohnt sie eine kleine Wohnung im 12. Stock eines Hochhauses. Raoul ist Softwareentwickler, aber er verdient so gut wie nichts und Ruth bekommt nur etwas Geld von der Gesellschaft für Wiedereingliederung. Die Gesellschaft soll ihr auch dabei helfen zurück auf den Arbeitsmarkt zu finden. Aber will Ruth das überhaupt? Eigentlich ist ihr Leben nämlich ausgefüllt mit lauter Nebensächlichkeiten. Sie trifft sich mit ihrer Freundin Maja, die sich gerade als Existenzberaterin selbstständig gemacht hat und beobachtet für ihr Leben gerne andere Leute. Es gibt überall etwas zu sehen: In den Parks von Krankenhäusern, auf den Fluren der Gesellschaft für Wiedereingliederung, in Möbelhäusern und anderen Geschäften, in den Wohnungen der Nachbarn und auch sonst an den verschiedensten Orten. Ruth macht sich Gedanken über das Leben der anderen Personen und notiert sich Auffälligkeiten. Mit ihrem eigenen Dasein aber beschäftigt sie sich weniger. Sie lebt in den Tag hinein, ihre Beziehung zu Raoul verändert sich und dann lernt sie Pawel kennen.

„Südbalkon“ ist ein Roman, der die Perspektivlosigkeit junger Menschen zum Inhalt hat. Die Autorin Isabella Straub hat für ihre Geschichte wirklich schräge Personen erschaffen, die sicherlich keine Sympathieträger sind. Mit einer großen Portion Sarkasmus und Ironie darf der Leser hier rechnen. Mir persönlich war das alles etwas zu überzogen. Die Protagonistin Ruth ist eigentlich nur absolut unreif und nicht in der Lage ihr Leben zu meistern und leider gelingt ihr hier auch nicht ansatzweise eine Veränderung. Sicher, das Leben ist kein Südbalkon, aber es ist sicher auch nicht immer der Nordbalkon, den Ruth hier für ihr Leben auserkoren hat.

Eine wirklich skurrile Gesellschaftskritik, die leider nicht viel bewegt und mir persönlich nicht im Gedächtnis bleiben wird. Das ist eigentlich sehr schade, denn dieses Buch zeigt, dass Isabella Straub mit Sprache umzugehen versteht. Sie beschreibt poetisch, humorvoll und ausdrucksstark, aber ihre Charaktere haben mich einfach nicht überzeugen können.

Copyright © 2014 by Iris Gasper

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