Wer hier stirbt, ist wirklich tot

Maximo Duncker
Wer hier stirbt, ist wirklich tot

(sfbentry)
Blanvalet
Verlagsgruppe Random House
ISBN 978-3-442-37977-4
Kriminalroman
Erschienen 19. November 2012
Umschlagillustration: © Johannes Wiebel | punchdesign, München
unter Verwendung von Motiven von Shutterstock.com
Taschenbuch, 320 Seiten

www.blanvalet.de

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Der Autor:

Maximilian Olaf Duncker, von seinen Freunden „Maximo“ genannt, wurde 1970 in Berlin-Zehlendorf geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften und Philosophie arbeitete er zwei Jahre als Lektor und Korrektor. Seit 2005 lebt er im ländlichen Teil Berlin-Pankows als freier Software-Berater und hat endlich wieder die Zeit, sich verstärkt seiner wirklichen Leidenschaft zu widmen: dem Schreiben. „Wer hier stirbt, ist wirklich tot“ ist der erste Roman, den er nicht unter einem seiner zahlreichen Pseudonyme veröffentlicht.

Das Buch:

Kai van Harm verliert seinen Job. Sein Leben verändert sich, der geregelte Alltag entgleitet ihm. Es folgen die Trennung von Frau und Kindern und ein Umzug nach Berlin-Neukölln und von dort weiter in das kleine familieneigene Bauernhaus in Brandenburg.

Auf dem Land ist das Leben anders, aber so anders dann doch wieder nicht. Kai kommt nicht dazu an seinem geplanten Buchprojekt zu arbeiten, weil in der näheren Umgebung so einiges los ist. Brandanschläge, Tote und vieles mehr halten Kai in Atem. Eigentlich hat er ja mit diesen Dingen gar nicht viel zu tun, aber sein neuer Freund Bruno ist immer da, wo etwas los ist und hat so manche interessante Idee. Als dann auch noch Kais pubertierende Kinder in den Ferien Unterschlupf beim Vater suchen, weil die Mutter im Süden weilt, wird es Kai langsam etwas zu viel und man merkt ihm seine Überforderung deutlich an.

„Wer hier stirbt, ist wirklich tot“, wird als Provinzkrimi beworben und wer dieses Buch zur Hand nimmt, rechnet dann wohl auch mit einem Krimi. Das ist diese Geschichte aber nur in Ansätzen. Es gibt hier Straftaten und diese werden auch aufgeklärt, aber insgesamt gesehen ist das wohl nur eine Handlung am Rande. Viel mehr wird Kai von Harm beleuchtet, seine Person, seine Intentionen, sein Leben. Dieser Charakter, den man nicht unbedingt ins Herz schließen wird, ist sehr gewöhnungsbedürftig. Da ist es schon gut, dass der Autor ihm Bruno an die Seite gestellt hat. Dieser ist der Lichtblick in der Geschichte, ein Mensch, der sein Leben, auch wenn es auf den ersten Blick chaotisch und einfach erscheint, im Griff hat, ganz im Gegensatz zu Kai van Harm selbst.

Dieses Buch ist nichts für Leser, die Spannung, Krimi und etwas Lokalkolorit erwarten. Hier geht es eher beschaulich zu, mit Landschaftsbetrachtungen und irgendwo auch der Suche nach dem Sinn des Lebens. Kai van Harm ist zwar an der Lösung eines Falles beteiligt, aber er ist in der Geschichte viel mehr auf der Suche nach dem eigenen Ich.

Wer die Konfrontation von Stadt und Land und deren Bewohnern mag, der könnte mit diesem Buch richtig liegen und wird hier besonders skurrile Verwicklungen erleben.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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