Wer morgens lacht

Mirjam Pressler
Wer morgens lacht

BELTZ & Gelberg
ISBN 978-3-407-81143-1
Kinder & Jugend
Erschienen Juli 2013
Einbandgestaltung: Rothfos & Gabler, Hamburg
unter Verwendung eines Fotos von neuebildanstalt/Lang
Hardcover mit Schutzumschlag, 264 Seiten
Altersempfehlung ab 14 Jahren

www.beltz.de
www.mirjampressler.de

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Die Autorin:

Mirjam Pressler, geb. 1940 in Darmstadt, wuchs bei Pflegeeltern auf. Sie studierte an der Akademie für Bildende Künste in Frankfurt und Sprachen in München und lebte für ein Jahr in einem Kibbuz in Israel. Zurück in Deutschland arbeitete sie unter anderem als Taxifahrerin und führte einen Jeansladen. Sie hat drei inzwischen erwachsene Töchter, die sie nach der Scheidung von ihrem Mann alleine großgezogen hat. Heute lebt sie als freie Autorin und Übersetzerin in Landshut.

Das Buch:

Anne studiert. Sie lebt in der Stadt und hat ein Zimmer in einer WG. Dort fühlt sie sich wohl und langsam fällt es ihr auch leichter Freundschaften zu schließen und sich fremden Menschen gegenüber offener zu zeigen. Das war nicht immer so. Ursprünglich kommt Anne vom Lande. Sie ist in einer sehr konservativen Familie aufgewachsen und das wirkt sich auch heute noch auf sie aus. Viel mehr aber leidet Anne noch heute unter der Beziehung zu ihrer Schwester Marie. Marie ist stets präsent, obwohl sie schon vor Jahren verschwunden ist. Doch Anne begegnet der Schwester einfach überall, spürt ihre Nähe, hört sie und versinkt in Erinnerungen. Also überlegt sie sich ihrer Vergangenheit zu stellen und ihre diesbezüglichen Gedanken und Empfindungen aufzuschreiben.

Aus Annes Perspektive erlebt der Leser einen Rückblick auf deren Leben. Sie hatte es nicht leicht zu Hause und fühlte sich stets nur benachteiligt gegenüber der Schwester und vor allen Dingen weniger geliebt. Ob das tatsächlich so war, bleibt auch noch gegen Ende schwer zu sagen, denn der Blickwinkel der Erzählung liegt hauptsächlich auf Anne und damit auf deren persönlichem Empfinden.

„Wer morgens lacht“ ist ein tiefgründiges Buch. Es ist eine Geschichte über die Beziehung zweier Schwestern zueinander und zu anderen Personen im familiären Gefüge. Die Autorin Mirjam Pressler beschreibt sehr eindringlich Annes Gefühle und Probleme. Bei den vielen Rückblicken ist es schön, wenn die Geschichte wieder einmal in die Gegenwart wechselt und deutlich wird, wie sich Annes Leben verändert hat und noch verändern könnte. In ihrer Mitbewohnerin Ricki hat Anne eine liebevolle Freundin gefunden, die ihr zuhört und Ratschläge gibt.

Die Geschichte verläuft nicht sonderlich spannend und es bleiben auch gegen Ende noch Fragen offen, aber der Leser begleitet Anne auf ihrem Weg zu einem neuen, einem offeneren Leben. Es ist eine Art Vergangenheitsbewältigung, die Anne hier betreibt und die ihr hilft den Blick nach vorne zu richten und Frieden zu machen mit sich selbst und ihren Angehörigen.

Ein Buch, das etwas Ausdauer voraussetzt und nicht für ganz junge Leser geeignet ist. Die Stimmung ist angespannt, stellenweise gar unangenehm und teilweise sehr traurig. „Wer morgens lacht“ ist eine besondere Geschichte über Schwestern, die sehr unterschiedlich sind, die eine dominant und die andere zurückhaltend, manchmal sogar unterwürfig. Eine Erzählung bei der man meinen könnte, sie stamme aus einer ganz anderen Zeit.

Copyright © 2013 by Iris Gasper

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