Zentrale Werke (Gesamtausgabe)

Alfred Döblin
Zentrale Werke (Gesamtausgabe)

S. Fischer Verlag, Frankfurt, Nachdrucke ab 9/2008
HC, Belletristik, Gesellschaftskritik, verschiedene Titel/ISBN/Seitenzahl, ca. EUR 16.00 – 19.90 (sfbentry)
Titelgestaltung von N. N.

www.fischer-verlage.de
www.alfred-doeblin.de/

Döblin hat schon so manche Renaissance erfahren. Am bekanntesten waren bis 2008 wohl die Fassbinder Verfilmungen von „Berlin Alexanderplatz“. Dann schlug der Fischer Verlag zu und präsentierte Döblins Gesamtwerk in dicken, weißen Bänden.

Monumental ist das Lieblingswort des Klappentexters – und das stimmt. An dieser gigantischen Textsammlung kann man gut und gerne ein Jahr lesen.

Auf dem Schreibtisch türmen sich elf Bände mit weit über 600 Seiten pro Buch:
„Wallenstein“, „Rosa Luxemburg“, „Die deutsche Revolution von 1918“ und, und, und… Man kennt als ‚normaler’ Leser nicht mal die Hälfte dieser Bücher mit Namen, geschweige denn hat man sie alle auf einen Rutsch gelesen. Präsent sind in erster Linie die Verfilmungen und sogar noch eine 15 Pfennig Briefmarke aus DDR Zeiten, aber sonst?

Ein grober Abriss der Biografie des Autors:

Döblin war Arzt, lebte fast 80 Jahre und schrieb für die Zeitschrift „Der Sturm“. Nietzsche und Hölderlin waren seine Vorbilder. Er emigrierte 1933 wegen der Nazis, wurde französischer Staatsbürger, schrieb wie besessen und starb an der Parkinsonschen Krankheit.

Nun liegen die ansprechend gestalteten Wälzer wieder vor.

Literaturhistorisch ist diese Ausgabe ein Muss. Für eine Abiturarbeit wäre sie früher ideal gewesen, aber alle faulen Genies haben damals Borchert oder Kafka genommen; die waren überschaubar.

Zu empfehlen ist dieses Werk Germanisten (die daraus mindestens elf Doktorarbeiten erstellen können…). Und jedem anderen, der noch genug Lebenszeit hat. (WGF)

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Die Ermordung einer Butterblume: Und andere Erzählungen

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