Byzantinisches Kappadokien

Rainer Warland
Byzantinisches Kappadokien
Zaberns Bildbände zur Archäologie – Sonderbände der anktiken Welt

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 05/2013
HC mit Schutzumschlag
Sachbuch, Archäologie & Geschichte, Bildband
ISBN 978-3-8053-4580-4
Titelfotos „Kappadokien bei Göreme“ und „Kuppel von Göreme“ von Rainer Warland
103 Farb- und 9 Schwarzweiß-Abbildungen im Innenteil von Rainer Warland u. a.

www.zabern.de
http://portal.uni-freiburg.de/cabk/warland/index_html

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Rainer Warland, Jahrgang 1951, ist ein Christlicher Archäologe und Byzantinischer Kunsthistoriker mit Lehrstuhl an der Universität Freiburg. In „Byzantinisches Kappadokien“ stellt er diesen Landstrich gemäß dem aktuellen geschichtlichen und kunsthistorischen Forschungsstand vor, versehen mit zahlreichen beeindruckenden Fotos und anschaulichen Abbildungen.

Kappadokien ist eine Landschaft in Anatolien bzw. der heutigen Türkei. Die frühesten Siedlungsspuren reichen zurück bis ca. 6500 v. Chr. Später geriet die Region unter den Einfluss verschiedener Völker, darunter die Hethiter, die Meder, die Mazedonier, die Römer und Ostrom/Byzanz, die Hunnen, die Seldschuken. Die von einstigem Vulkanismus geprägte Landschaft weist steinige Gebirge und fruchtbare Täler entlang von Flussläufen auf. Das weiche Tuff-Gestein ermöglichte es den Menschen, Wohnungen, Kirchen und Nekropolen in den Felsen anzulegen. Da es infolgedessen keinen Steinraub zur Errichtung neuer Gebäude gab, sind viele dieser unterirdischen Stätten einschließlich der Fresken noch erhalten und wurden 1985 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

Rainer Warland schildert informativ und zugleich kurzweilig die wechselhafte Geschichte Kappadokiens und seine geologischen Besonderheiten. Nach dieser Einführung wendet er sich der Kunst zu, die im Zusammenhang mit diesen Begebenheiten gesehen werden muss. Vor dem interessierten Leser entfaltet sich nicht nur eine faszinierende Landschaft, sondern auch eine christlich-byzantinisch geprägte Kunst, die sich durch ihren Stil und die bevorzugten Motive von den römisch-katholischen und evangelischen Richtungen in mancherlei Hinsicht unterscheidet. Der Autor geht auch auf die Forschungen von Kollegen ein, die inzwischen zum Teil widerlegt wurden, zitiert aus ihren Werken und antiken Quellen, hervorgehoben durch farbig unterlegte Kästchen. Das Layout des Buchs ist übersichtlich. Nahezu jede Doppelseite wird von einer Abbildung aufgelockert, die mindestens Kreditkartenformat hat und bis zu zwei Seiten belegen kann, meist jedoch etwa die Hälfte oder zwei Drittel eines Blattes belegt. Die Fotos sind passend zum Text gewählt und sehr schön, so dass der Titel Bildbandqualität erreicht.

„Byzantinisches Kappadokien“ ist ein sehr informatives, lesenswertes Buch, das an einen Kreis adressiert ist, der mehr als oberflächliches Infotainment wünscht: Studenten der Byzantinistik, (Hobby-) Archäologen und Kunsthistoriker, aber auch Sammler schöner Bildbände und an Sehenswürdigkeiten interessierte Globetrotter, die nicht den ausgetretenen Touristen-Pfaden ins Luxus-Hotel am Strand folgen wollen.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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