Das Beste aus den Welten von Dungeons und Dragons 1

R.A. Salvatore, Keith Baker, Margaret Weis & Tracy Hickman
Das Beste aus den Welten von Dungeons und Dragons 1

The Worlds of Dungeons & Dragons, Vol. 1 – 3, USA, 2008
Panini Comics, Stuttgart, 3/2009
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat auf Kunstdruckpapier, Fantasy, 978-3-86607-740-9,144/1695
Aus dem Amerikanischen von Oliver Hoffman und Astrid Mosler
Titelillustration von Jeremy Roberts
Zeichnungen von Rafael Kayana, Javier Aranda, Chris Lie, Farben von Lovern Kindzierski, Chris Summers, Rob Ruffolo

www.paninicomics.de
www.rasalvatore.com
www.margaretweis.com
www.trhickman.com/
www.dragonhearthproductions.com/

Nach der „Saga vom Dunkelelf“ und „Die Chroniken der Drachenlanze“ veröffentlicht Panini weitere Comics, die auf den Spielwelten von „Dungeons & Dragons“, dem ältesten aller Pen-und-Paper-Rollenspiele, angesiedelt sind. Umgesetzt werden dabei Kurzgeschichten der Autoren, die diese Kontinente und Länder maßgeblich prägten.

R. A. Salvatore erzählt mit „Das dunkle Spiegelbild“ eine neue Geschichte aus dem Leben von Drizzt do’Urden. Dieser hat inzwischen ein gewisses Ansehen als einer der Helden von Mithril-Halle und des Eiswind-Tals gewonnen, und er hat auf seiner Reise durch die „Vergessenen Reiche“ bereits viele Menschen und andere Wesen kennen gelernt, die ihm unter der Erde verborgen geblieben wären. Aber das verhindert nicht, dass auch er schwerwiegende Fehler begehen kann, für die andere bezahlen müssen.

So wie in dem Fall, als eine Gruppe von Menschen ihn bittet, einen Goblin zu stellen, der angeblich der Anführer einer Räuberbande ist. Obwohl er diesen finden kann und so auch seine Sicht der Dinge kennen lernt, liefert er ihn aus – und muss mit der Schuld, die er dabei auf sich lädt, von nun an leben.

Um seine Prüfung abzulegen und damit ein vollwertiger Magier der Gilden von Krynn zu werden, hat sich Palin, der Sohn von Caramon Majere und seiner Frau Tika, einen sehr ungewöhnlichen Ort ausgesucht: ausgerechnet den Turm, in dem sein Onkel Raistin viele Jahre gelebt hat. Der Jüngling stellt sich der Herausforderung und den Geistern der Vergangenheit. Doch ist die Begegnung mit dem vor fast zwanzig Jahren gefallenen Erzmagier und Verwandten und das, was er erfährt, als er das Portal in den lange verschlossenen Raum durchschreitet, wirklich nur ein Traum? Umgesetzt wurde hier die Geschichte „Das Vermächtnis“ von Margaret Weis und Tracy Hickman.

„Das Auge des Wolfes“ ist eine der Stories, die in das von Keith Baker erdachte Universum von Eberron einführt. Technik und Magie sind in dieser von Kriegen und Chaos geschüttelten Welt eine fruchtbare Symbiose eingegangen. Doch nur wenige beherrschen das Handwerk, die „Kriegsgeschmiedeten“ zu schaffen und so zu beseelen, dass sie einem gehorchen. Und nicht wenige davon haben den Fall des mächtigen Reiches Cyre erlebt. Letztere Geschichte ist auch noch unabgeschlossen und wird erst im nachfolgenden Band fortgesetzt.

Ob die Geschichten als Einstieg in die entsprechenden Spielwelten dienen können, ist fraglich, da gerade „Das Vermächtnis“ die Kenntnisse der Geschehnisse aus „Die Legenden der Drachenlanze“ erfordert, da zwar sehr viel Bezug auf die früheren Konflikte und Ereignisse genommen, aber nicht besonders viel erklärt wird. Und um zu verstehen, warum Drizzt so handelt, muss man ihn auch ein wenig besser kennen. Beide Abenteuer behandeln typische, wenn auch etwas seltener verwendete Rollenspiel-Klischees und ragen daher nicht sonderlich aus der Masse gleichartiger Publikationen heraus.

Allein „Das Auge des Wolfes“ führt ein wenig in die Gesetzmäßigkeiten von Eberron ein und entfaltet sich erst langsam. Diese Geschichte ist auch die am besten gezeichnete von allen. Mit den erdigen Farben und den lebendig-skizzenhaften Zeichnungen wirkt sie noch am atmosphärischsten. Zudem besitzen die Figuren den Vorteil, noch nicht bekannt und x-mal gezeichnet worden zu sein, denn das größte Manko der beiden anderen Comics ist die Darstellung. Sowohl Drizzt als auch Caramon, Dalamar und Raistlin sind kaum wieder zu erkennen, die Bilder schwanken in ihrer Qualität sehr stark und lassen manchmal anatomisch einiges zu wünschen übrig.

Damit ist „Das Beste aus den Welten von Dungeons & Dragons“ allenfalls interessant für die Fans der Serien, nicht aber für die anspruchsvolleren Liebhaber ansprechend gestalteter Graphic Novels und uninteressant für Neueinsteiger. (CS)

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Dungeons & Dragons, Bd. 1

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