Das sieht doch keine Sau …

Thomas R. Hoffmann
Das sieht doch keine Sau …
Große Kunst mit kleinen Fehlern

Belser Verlag, Stuttgart, 09/2012
Hardcover
Sachbuch, Bildband
ISBN 978-3-7630-2623-4
Titelgestaltung von pohl & Rick Grafikdesign, Düsseldorf
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.belser.de

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Fast jeder hat schon von der berühmt-berüchtigten Badewanne des Joseph Beuys gehört, die von einer engagierten Reinigungskraft von allem Schmutz befreit wurde, nicht ahnend, dass sie dadurch ein Kunstwerk zerstörte. Oder vom Pferd aus Computertastaturen eines Künstlers, der seine Miete nicht zahlte und dessen Werk prompt ausgeräumt und zerlegt wurde. Oder von den beiden 22 Jahre alten Pommes, die in einer Kunstgalerie verloren gingen. An Objekten wie diesen scheiden sich die Geister. Ist das wirklich noch Kunst? Was will ihr Schöpfer damit aussagen? Ist das reine Provokation? Oder einfach nur ‚Müll‘?

Aber nicht bloß die moderne Kunst, die sich bemüht, mit Normen und Erwartungen zu brechen, wirft solche Fragen auf. Auch viele namhafte Altmeister versetzten mit ihren Werken die Betrachter in Verwirrung, durch fehlerhafte Perspektiven und Proportionen etc., die den Eindruck erwecken, der Künstler habe geschludert oder konnte es einfach nicht besser. Thomas R. Hoffmann wartet mit schlüssigen Erklärungen auf. Beispielsweise orientierte sich die frühe mittelalterliche Kunst nicht an der Realität sondern der jeweiligen Bedeutung der dargestellten Personen. Wer als wichtig erachtet wurde, erschien groß und erhaben, die anderen, darunter die Stifter des Bildes oder der Plastik, klein. Berücksichtigt wurden zudem zeitgenössische Schönheitsideale wie Schwanenhälse und Spinnenfinger, ferner der Platz, den das Objekt einnehmen sollte, so dass aus dem richtigen Blickwinkel die scheinbaren Mängel egalisiert wurden.

Veranschaulicht werden all diese oft bewusst von den Künstlern gemachten Fehlern anhand der Werke von so bekannten Persönlichkeiten wie Lucas Cranach, Leonardo da Vinci, Erwin Wurm, Caspar David Friedrich u. a. Die Ausführungen sind kurz und interessant zu lesen. Die entsprechenden Abbildungen runden ab.

Interessiert man sich für Kunst, stellt dieses originelle Buch, das durchaus einen humorigen Unterton beinhaltet, wie schon der Titel andeutet, eine Bereicherung für jede Bildband- und Sachbuch-Sammlung dar.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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