Der Lehrling des Magiers 1

Raymond E. Feist
Der Lehrling des Magiers 1

Raymond E. Feist’s Magician: Apprentice, USA, 2006/07
Panini Comics, Stuttgart, 11/2007
TB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comic-Format auf Kunstdruckpapier, Fantasy, 978-3-86607-503-0, 144/1695
Aus dem Amerikanischen von Kerstin Fricke
Titelillustration von Don Maitz
Zeichnungen von Brenn Booth, Ryan Stegmann, Vinicius Andrade & Kieran Oats

www.paninicomics.de
www.crydee.com/
www.paravia.com/DonMaitz/Version3/index.html

Für den Waisenjungen Pug soll demnächst der Ernst des Lebens beginnen, was auf der Burg soviel heißt wie: Er wird in die Lehre geschickt. Doch welcher Meister will sich des tollpatschigen Jungen annehmen? Etwa vielleicht sogar sein Ziehvater, der die Küche leitet?

Pug weiß, dass er hochgeschossene Träume hat, dass er sehr wahrscheinlich in irgendeinen niederen Dienst berufen wird und dort dann den Rest seines Lebens verbringen muss. Doch es kommt anders: Ein Magiermeister nimmt ihn unter seine Fittiche, denn dieser hat schnell bemerkt, dass in dem schmalbrüstigen Jungen etwas lauert, was es bisher auf Midkemia nicht gegeben hat: eine neue Art von Magie!

Und bald steht Pug auch schon vor seiner ersten Herausforderung. Er soll die Prinzessin auf einem Ausritt begleiten. Und während sie beide rasten, kommt es zu einem überraschenden Überfall durch Trolle. Und Pug gelingt das Unmögliche: Er meistert einen gefährlichen Zauber und rettet ihrer beider Leben.

Doch das soll noch nicht alles gewesen sein, was dem Nachwuchsmagier widerfährt.
Bald bahnt sich eine ganz andere Bedrohung an. Eine Bedrohung, die Midkemia in seiner Gänze überrollen könnte…

Immer wieder wird die „Midkemia“-Saga aus der Feder von Erfolgsautor Raymond E. Feist als ganz große Fantasy angepriesen und oft genug in einem Atemzug mit dem „Herrn der Ringe“ genannt. Nun also folgt auf zahlreiche Wieder- und Wiederveröffentlichungen in Einzel- oder Sammelbänden, vielleicht sogar in edler gebundener Form, das Unweigerliche: der erste Comic.

Die Story ist an für sich schnell erzählt und nichts wirklich Neues. Tollpatsch und Underdog besitzt eine außergewöhnliche Gabe und darf seine große Liebe vor dem sicheren Tod retten, um dann in der Gunst des Landesfürstens aufzusteigen. Ende absehbar, und dass Pug sich in diesem Band noch sträubt, tut dem Ganzen keinen Abbruch. Mit anderen Worten: Nichts wirklich Neues, auch nicht in bebildeter Form.

Die allerdings hat es in sich. Da werden die Figuren erst als junge, überstrahlende Helden in bester Marvel-Tradition gezeichnet, dass man sich unwillkürlich fragt, warum in Midkemia die Lehrzeit offensichtlich erst jenseits des zwanzigsten Lebensjahres beginnt. Und dann, mitten in der Geschichte, wenn man sich als Leser an das Aussehen der Helden gewöhnt hat, wechselt plötzlich Zeichner und Zeichenstil auf so eklatante Art und Weise, dass man gern Namensschilder um die jeweiligen Personen hätte. Was vorher junger Superheld war, mutiert plötzlich zum Kind – und wieder stellt man sich die Frage: Ab wann wird in Midkemia Alkohol ausgeschenkt? Schon an Zwölfjährige?

Trotz der wirklich schönen Aufmachung bleibt am Ende also kaum ein gutes Haar an diesem ersten Band. Als Krönung des Ganzen haben die Macher den Einstiegsroman nämlich auch noch zweigeteilt, so dass es demnächst einen zweiten Band unter dem gleichen Titel geben wird. Und der Leser wurde mit einem Cliffhanger zurückgelassen, der irgendwo zwischen Desinteresse und Untergang schwebt. Nicht wirklich zur Nachahmung zu empfehlen.

Alles in allem also ein eher schwacher und noch dazu verwirrender Einstieg in eine Saga, die sich angeblich mit dem „Herrn der Ringe“ messen kann. Dann lieber zum Folge-Zyklus, der „Kelewan“-Saga, greifen und genießen, denn „Midkemias“ erster Auftritt war wirklich nicht überzeugend. (RSch)

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Der Lehrling des Magiers. Die Midkemia-Saga 01

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