Die Soundeffekte von Star Wars

J. W. Rinzler
Die Soundeffekte von Star Wars

(sfbentry)
The Sounds of Star Wars, USA, 2010
© Lucasfilm Ltd., USA
Panini Comics, Stuttgart, 11/2011
HC im Albenformat mit Soundanlage (einschließlich Batterien)
Sekundärband, Bildband, SF
ISBN 978-3-8332-2250-4
Aus dem Amerikanischen von Veronika Gnesl, Graz
Titelabbildung und Fotos im Innenteil von Lucasfilm Ltd. u. a.
Mit einem Vorwort von Ben Burtt

www.paninicomics.de
www.starwars.com
www.lucasart.com
www.jwrinzler.com

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Mit „Star Wars“ revolutionierte George Lucas in den 1970er Jahren den phantastischen Film. Galten Science Fiction, Fantasy und Horror bis dahin meist als Trash, für den sich bloß einige Sonderlinge interessierten, und kamen als B-Movies in die Kinos, so verdankten „Star Wars“, „Star Trek“, „Kampfstern Galactica“ u. a. einer völlig neuen Tricktechnik und spannenden Storys die wachsende Beachtung eines breiten Publikums. Schließlich machten TV-Serien und –Filme wie „Akte X“, „Hercules“, „Merlin“, „Die Nebel von Avalon“ etc. den phantastischen Film gesellschaftsfein.

Was jedoch oft vergessen wird, wenn man sich auf das beeindruckende Visuelle konzentriert, das sind die Soundeffekte, die mit den Bildern Hand in Hand gehen; ob das nun die Geräusche der Laserstrahlen und Bomben bei einer Schlacht im All sind – unlogisch, denn im Weltraum gibt es keine Schall leitenden Moleküle, aber wer will schon einen ‚Stummfilm-Kampf‘ sehen?! -, das Klicken und Rattern von Maschinen, das Zirpen und Grollen von Aliens …, ohne die passenden Sounds würde den Filmen etwas Wesentliches fehlen. Das merkt man auch schon bei alten Krimis oder Horror-Streifen, die noch von dramatischer Musik unterlegt sind, vergleicht man sie mit dem modernen, realistischen Film, der darauf verzichtet und mehr auf die Optik setzt – und nicht dieselbe Wirkung beim Betrachter erzielt.

In „Die Soundeffekte von Star Wars“ erzählen die Macher der Geräuschkulissen für sechs Filme und eine Trickserie, wie die charakteristischen Sounds entstanden sind, wie lange und aufwändig oft getüftelt und experimentiert wurde, bis das Passende gefunden war. Es sind interessante, mitunter amüsante Anekdoten, an denen vor allem das reifere Publikum, das gern hinter die Kulissen blickt, viel Freude haben dürfte. Doch auch jüngere Fans kommen bei dem aufwändig gestalteten Sekundärband ganz auf ihre Kosten. Sie werden zwar nur ausnahmsweise die Texte lesen, aber sicher gern die Fotos betrachten und vor allem die Sounds ausprobieren. Allerdings handelt es sich um die originalen Tonspuren, somit sind auch die Dialoge oder einzelnen Worte in Englisch. Der Titel ist als Hardcover mit stabilem Einband erschienen. Der Buchteil ist etwas kleiner als das Backcover, an dessen rechter Seite die Soundanlage aus Plastik, Batterien inklusive, Platz gefunden hat. Während man mit der linken Hand blättert, kann man mit der rechten die Tasten bedienen. Die Bedienungsanleitung findet sich gleich zu Beginn des Buchs, die Handhabung der Soundanlage ist sehr einfach.

Der Buchteil im Albenformat mit Kunstdruckpapier ist ein ansprechender Bildband. Auf über 300 Seiten wurden reichliche Informationen zusammengetragen, stets versehen mit vielen sehr schönen Fotos und Abbildungen, die wenigstens Kreditkartengröße haben und bis zu zwei Seiten einnehmen können. Zusammen mit den Sounds wecken sie die Erinnerungen. Die Szenen und Geräusche sind nummeriert, so dass man Letztere schnell findet und auch direkt anwählen kann. Am Ende des wirklich sehr schönen Bandes werden die Mitglieder der jeweiligen Soundteams, weiterführende Bücher und Websites gelistet, und ein Stichwortregister erlaubt, bestimmte Szenen zu finden, ohne das ganze Buch durchsehen zu müssen. Gewiss vermisst der Insider so manche Geräusche oder Dialoge, darunter das berühmte „I’m your father, Luke.“ Doch bei 256 Sounds muss sich niemand beklagen.

In der Summe wird der Fan nicht enttäuscht und sich „Die Soundeffekte von Star Wars“ gern ins Regal zu seinen anderen Collectibles stellen wollen. Dann empfiehlt es sich, die Batterien zu entfernen, damit sie nicht auslaufen. Auf den ersten Blick sind EUR 59,- viel Geld, aber Bildbände sind grundsätzlich kostspielig, und in diesem Fall bekommt man dafür wahrlich eine Menge geboten: ein richtig tolles Buch!

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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Comments

  1. Mein Chef hat den „Imperial March“ als Klingelton auf seinem IPhone. So outet man sich also längst mit solchen Signalen über seine Interessen, hahaha.

    Übrigens findet er es total cool, dass ich Romane schreibe. Er erwartet natürlich ein handsigniertes (Frei)Exemplar … so bald es denn mal vorliegt.

    mgg
    galaxykarl 😉

  2. Wenn ich das wüßte …

    Aktuell haben ein halbes Dutzend Verlage das Manuskript von meinem Agenten verlangt.
    6 von 12 ist doch ein guter Schnitt; und von zwanzig Verlagen fehlt noch die Antwort.
    Wie heißt es so schön: Die Hoffnung stirbt zuletzt.

    mgg
    galaxykarl 😉

  3. Ich würde sagen, da gilt die alte Devise: „Knapp daneben ist auch vorbei oder ein bisschen schwanger gibt es nicht“.

    Was machst du wenn es kein Verlag nimmt letztlich? Selbst rausbringen im Eigenverlag?

  4. @Karin

    Bist ja ganz schön pessimistisch …

    Es hätten ja auch alle (bis dato reagierenden) Verlage ablehnen können. Sind denn 50% Interesse keine Hoffnung wert? Wenn die Agentur alle 50 Fantasykontakte abgearbeitet hat und die Anforderung von 50% auf ein Drittel fällt, sind das immer noch 15-16 Verlage, die Interesse bekunden. Mein Agent meint, dass er das so noch nicht erlebt hat.

    Und sollten alle absagen – was ich nicht hoffe – dann wäre ein Eigenvelag sicher immer noch besser als ein DKZV, das steht ja schon mal fest.

    mgg
    galaxykarl 😉

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