Fray – Future Slayer

Joss Whedon & Jeph Loeb
Fray – Future Slayer

Fray 2003, USA, 2008
Panini Comics, Stuttgart, 4/2009
PB mit Klappbroschur, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat, SF, Horror, Fantasy, 978-3-86607-742-3, 192/1995
Aus dem Amerikanischen von Claudia Kern
Titelillustration und Zeichnungen von Karl Moline, Andy Owens, Farbe von Dave Steward & Michelle Madsen

www.paninicomics.de
www.foxhome.com/buffysplash/index_frames.html
http://whedonesque.com/
http://lambiek.net/artists/m/moline_karl.htm

Wer ist Fray? werden sich viele Leser gefragt haben, die den vierten Band zu der von Joss Whedon initiierten Comicfortsetzung der Fernsehserie „Buffy the Vampire-Slayer“ in Händen gehalten haben. Ihre Frage wird in der gleichzeitig erschienenen Graphic-Novel „Fray – Future Slayer“ beantwortet.

Schon im Jahr 2003, als „Buffy“ noch lief, wollte Joss Whedon auch im Comic von einer ähnlichen Heldin erzählen, weil er von der Zeichenkunst Karl Molines so angetan war. Um nicht mit den Inhalten der Serie zu kollidieren, entwarf er ein etwas anders gelagertes Szenario, dass zwar der Jetztzeit ähnlich, aber doch anders ist.

Im 23. Jahrhundert schlägt sich Melaka Fray als Meisterdiebin in den Diensten eines Amphibienwesens durchs Leben, um ein einigermaßen angenehmes Dasein mit einem Dach über dem Kopf und genug zu Essen zu haben. Denn das ist in der düsteren Zukunft, in der die Welt in Trümmern liegt und die Unterschiede zwischen Arm und Reich umso krasser sind, nicht mehr selbstverständlich.

Sie kümmert sich daher nicht besonders um das Schicksal der Welt; allein den Menschen, die ihr etwas näher stehen, schenkt sie etwas mehr Aufmerksamkeit. Und sie nimmt es als angenehme Gabe an, dass sie schneller heilt als andere und selbst Stürze aus großer Höhe überstehen kann.

Eines Tages allerdings taucht ein gehörnter Dämon auf und stellt ihr Leben auf den Kopf. Er enthüllt Melaka, dass sie mehr ist als eine einfache Herumtreiberin und Diebin. Sie trägt den Geist und die Kräfte der ‚Jägerin’ in sich und ist dazu ausersehen, gegen das Böse in aller Gestalt – vor allem gegen Vampire – zu kämpfen, die Melaka selbst nur als ‚Lurks’ kennt.

Die junge Frau will zunächst nichts davon hören. Erst die Begegnung mit der Kreatur, die einst ihren Bruder Harth in seinesgleichen verwandelt hat, belehrt sie eines Besseren. Denn nun geschehen Dinge, die Fray klar machen, dass sie sich gar nicht gegen ihr Schicksal wehren kann:

Es gilt einen Wahnsinnigen aufzuhalten, der die Lurks unter seinem Banner zu vereinen beginnt und zu einer wirklichen Gefahr für die Menschen wird. Und das ist ausgerechnet ihr eigener Zwillingsbruder…

„Fray – Future Slayer“ ist eine in sich geschlossene Miniserie aus acht Heften, die zwar den Mythos von der Jägerin benutzt, aber ansonsten eine eigene Geschichte erzählt. Fray ist kein Mädchen wie Buffy, sondern von ihrem harten Leben gezeichnet und wirkt viel älter als ihre Jägerkollegin. Ein wenig gleicht sie da mehr den kämpferisch veranlagten Frauen wie Ripley („Alien“), die sich durch eine alptraumhafte Endzeitwelt bewegen müssen, und weniger einem Teenager, der sich noch mit dem Problemen des Erwachsenwerdens und dem Ärger in der High School herumschlagen muss.

Da es auch eine ganze Weile braucht, um in das Szenario einzuführen, ist das eigentliche Abenteuer eher simpel gestrickt, da Whedon und Moline zeigen wollen, wie Fray mit ihrer neuen Rolle hadert, ehe sie bereit ist, sie zu akzeptieren.

Alles in allem ist die Graphic Novel „Fray – Future Slayer“ ein interessanter Hybrid aus actionreicher Crime Noir Geschichte mit phantastischen Elementen in einem futuristischen Setting, das nur wenig mehr als der Jäger-Mythos mit „Buffy“ verbindet. Und das wenige was man wissen muss, wird zudem erklärt, so dass sich die Geschichte auch problemlos genießen lässt, wenn man die Fernsehserie nicht kennt. (CS) (5xPRT)

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Fray, Bd. 1: Future Slayer

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