Für meine Bilderbuchmama

Astrid Hille, Dina Schäfer
Für meine Bilderbuch Mama

Belser Verlag, Stuttgart, 09/2013
HC im quadratischen Kleinformat
Sachbuch, Geschenkbuch, Bildband, Kunst, Besinnliches
ISBN 978-3-7630-2640-1

Titelgestaltung von pohl & rick Grafikdesign, Düsseldorf
Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.belser-verlag.de
www.hilleundschaefer.de

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Astrid Hille und Dina Schäfer haben 16 (bzw. 17, zählt man das Cover mit) Motive zum Thema Mutter und Kind zusammengetragen. Dabei handelt es sich um Malereien verschiedener Epochen und ebenso viele Stile, aber auch um Werbeplakate und Fotos, die auf ihre ganz eigene Weise etwas mit Müttern und Kindern zu tun haben. Die meisten Abbildungen sind in Farbe, zwei Fotos in Schwarz/Weiß. Ihnen gegenüber stellten die Autorinnen kurze Texte, die einen Bezug zum Bild zu knüpfen versuchen, was auch in fast allen Fällen sehr gut gelingt. Sie zeichnen sich durch verschiedene Schrift-Typen und –Farben aus, werden manchmal von einer Grafik gerziert oder farbig unterlegt. Man findet Kunstwerke von Berthe Morisot, Paul Klee, Mary Cassatt, August Macke, Andy Warhol u. a.

In den Texten wird die Mutter von ihrem Kind/ihren Kindern direkt angesprochen. Es ist ein Dankeschön für die Aufmerksamkeit und liebevolle Fürsorge, die eine Mutter ihrem Kind angedeihen lässt – etwas, das es vielleicht bald nicht mehr geben wird, wenn Kitas und Ganztagsschulen das Ende der Familie einleiten. Für viele ist es nicht nachvollziehbar, dass die Arbeit einer Hausfrau und Mutter in der modernen Gesellschaft überhaupt keine Anerkennung findet. Aber leider ist das eine Tatsache, und meist sind es die Frauen selbst, die ihre eigenen häuslichen Leistungen herabsetzen: vom Neid getrieben, weil sie selber arbeiten müssen/wollen und von den Kindern genervt sind, es anderen daher nicht gönnen, dass sie ihr Glück in der Familie finden und gern auf z. B. teure Urlaubsreisen verzichten, um den Kindern beim Aufwachsen zuzusehen.

Darum zweifelt man, ob es sinnvoll ist, schon die Kleinsten in die Kitas abzuschieben und das auch noch von staatlicher Seite zu fördern – während man Mütter, die ihre Kinder selbst betreuen, als Faulenzerinnen brandmarkt, was unterstütz wird durch die Diffamierung etwaiger Erziehungsgelder, so mickrig sie auch sind im Vergleich zu den Kita-Kosten, als Herdprämien. Das ist beleidigend und ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte. Und vor allem: Wo bleibt da die Familie, die Liebe zwischen Mutter (Vater) und Kind, wenn der Staat alles reglementieren will (wie z. B. in der DDR)?! Auf ein Umdenken seitens der Politik und der Gesellschaft wird man wohl nicht hoffen dürfen, solange billige Mini-Jobberinnen, die nicht in die Rentenkasse einzahlen, benötigt werden und der Sozialneid die Triebfeder für alles Handeln bleibt.

„Für meine Bilderbuch Mama“ ist kein Protestbuch, sondern ein Geschenkbuch. Es macht (leider) nicht auf einen Trend aufmerksam, der die Gesellschaft demontiert und das Ansehen von Müttern in die Schieflage bringt. Dennoch setzt es ein Zeichen: Es gibt noch genug Kinder, die wissen, was ihre Mütter für sie – gern! – aufgegeben haben, was sie alles für sie getan haben. Und dafür sagen sie: Danke!

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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