Halikarnassos und das Maussolleion

Wolfram Hoepfner
Halikarnassos und das Maussolleion

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 04/2013
PB, Sachbuch, Bildband, Archäologie & Geschichte, Architektur & Kunst, Reise
ISBN 978-3-8053-4609-2
Titelgestaltung von TypoGrafik Anette Kline, Gelnhausen unter Verwendung eines Fotos von Wolfram Hoepfner
Fotos, Abbildungen und Karten im Innenteil von Wolfram Hoepfner und aus anderen Quellen

www.zabern.de
www.geschkult.fu-berlin.de/e/klassarch/personen/emeriti/hoepfner.html

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Die Archäologie geht davon aus, dass die Region um Halikarnassos bereits im 12. Jh. v. Chr. besiedelt war und die Mykener eine Stadt namens Zephyrion gegründet hatten, die mit dem karischen Halikarnassos zusammenwuchs und unter dem bekannten Namen immer wieder in historisch bedeutsame Konflikte hineingezogen wurde – wie beispielsweise in den Krieg zwischen Persien und Griechenland (Schlacht bei Salamis), die makedonische Expansion von Alexander dem Großen (Belagerung von Halikarnassos) und die Auseinandersetzung zwischen Rom und dem Seleukidenreich (Zugehörigkeit zur Provinz Asia).

Nach dem Tod des persischen Satraps Maussollos II im Jahr 353 v. Chr. ließ seine Gemahlin und Schwester Artemisia II sein Grabmal, das berühmte und zu den antiken sieben Weltwundern zählende Maussolleion, vollenden. Später wurde es durch ein Erdbeben stark beschädigt, und seine Steine dienten den Kreuzfahrern zur Errichtung des Kastells von Bodrum. Wolfram Hoepfner, Jahrgang 1937, seit 2001 emeritierter Professor für Antike Baugeschichte der FU Berlin, beschreibt anschaulich die Entwicklung der Stadt Halikarnassos und konzentriert sich nach dieser Betrachtung auf die Ära der Hekatomniden und insbesondere auf die Herrschaft von Maussolos II, unter dem die Hauptstadt des Reichs von Mylasa nach Halikarnassos verlegt und eine rege Bautätigkeit eingeleitet wurde.

Der Stadt selbst und dem Maussolleion sind ausführliche Beschreibungen gewidmet, ergänzt von großartigen Fotos und Abbildungen, sodass der Titel fast schon als Bildband angesehen werden kann. Die geschichtlichen und architektonischen Erläuterungen sind äußerst detailliert und interessant, trotz der Fachtermini sehr gut verständlich, aber mehr an gebildete Laien und Kollegen vom Fach adressiert und weniger an den Gelegenheitshistoriker und Rucksacktouristen, der bloß namhafte Stätten auf seinen Reisen abhaken will.

Das wird durch den Anhang bestätigt, der die Quelltexte über Halikarnassos in Latein und deutscher Übersetzung sowie umfangreiche Anmerkungen (Literaturhinweise) bietet. Die beeindruckenden Fotos und Abbildungen nehmen etwa eine Drittel- bis eine ganz Seite ein und zeigen, was von der Stadt und dem Maussolleion übrig geblieben ist bzw. geben gezeichnete Grundrisse und (rekonstruierte) Ansichten wieder. Man kann ahnen, welcher Anblick sich dem Besucher einst geboten haben mag – zu Recht kürte man das gigantische, aufwändig errichtete Grabmal zum Weltwunder.

Ein sehr informatives, schönes Buch für geschichtsinteressierte Schüler der Oberstufe und Lehrer, Studenten und (gebildete Hobby-) Kunst-Historiker/Archäologen!

Copyright © 2014 by Irene Salzmann (IS)

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