Hatschepsut – Eine Frau als König von Ägypten

Marianne Schnittger
Hatschepsut – Eine Frau als König von Ägypten
Zaberns Bildbände zur Archäologie/Sonderbände der antiken Welt

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz
2. Unveränderte Auflage: 11/2011
Erstveröffentlichung: 02/2008
HC
Sachbuch, Bildband, Geschichte, Archäologie
ISBN 978-3-8053-3810-3
Titelkonzeption von Pauline Schimmelpenninck Büro für Gestaltung, Berlin mit Fotos
von „Kopf einer Osiris-Statue (Die el-Bahari)“ und „Hathor-Kapitell (Hathor-Kapelle, Deir el-Bahari)“
91 Farb- und 9 Schwarz-Weiß-Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de

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Hatschepsut ist eine der faszinierendsten ägyptischen Herrscherrinnen, die ihr Reich nachhaltig zu prägen verstand. Obwohl die Archäologie in jüngster Zeit neue Erkenntnisse aus zahlreichen Artefakten und der Entdeckung der Mumie gewinnen konnte, liegt immer noch vieles im Dunkeln und beruht auf Vermutungen. Marianne Schnittger befasst sich ausführlich in „Hatschepsut – Eine Frau als König von Ägypten“ mit der Situation im Land im 15. Jh. v. Chr., der Familie Hatschepsuts, ihrem Aufstieg, ihren Erfolgen als reformfreudiger Pharao, Feldherr, Baumeister und Priester.

Hatscheput wurde um 1500 v. Chr. geboren. Genau Daten liegen nicht vor. Auch die Zeit ihrer Herrschaft von 1479 – 1458/57 v. Chr. ist mit einem Fragezeichen versehen. Hatschepsut gehört der 18. Dynastie an, die von Ahmose I 1550 v. Chr. eingeleitet wurde. Sie ist die Tochter von Thutmosis I, die Gemahlin von Thutmosis II, Stiefmutter und Tante ihres Nachfolgers Thutmosis III. Anders als andere Pharaomütter und –gemahlinnen, die vorübergehend die Regentschaft für einen minderjährigen Herrscher übernahmen, regierte Hatschepsut bemerkenswerterweise selbst als Pharao und führte Ägypten zu einer neuen Blüte.

Obgleich ihre Nachfahren bestrebt waren, ihr Andenken auszulöschen, so sind dennoch genug Relikte erhalten, die z. B. ihren Geburtsmythos und ihre Legitimation als Herrscher beschreiben, Reliefs, Bauwerke u. a. m. Lange ging man darum davon aus, dass das plötzliche Verschwinden von Hatschepsut aus der ägyptischen Geschichtsschreibung mit einem gewaltsamen Tod zusammenhing, doch Untersuchungen der Mumie lassen den Schluss zu, dass die Königin alt und schwer krank starb. Trotzdem gibt es noch mehr als genug Rätsel um das Ende ihrer Herrschaft.

Vielleicht ist es gerade dieser Umstand, der neugierig macht, was Hatschepsut für ein Mensch war, was sie motivierte, welche Ziele sie verfolgte, wie ihre Herrschaft endete und sie starb. Marianne Schnittger stützt sich auf aktuelle Erkenntnisse, um einige dieser Fragen wenigstens ansatzweise zu beantworten. Das Resultat ist ein seriöses, informatives Sachbuch, das Bildbandqualität hat und sich sowohl an Fachkreise als auch an interessierte Laien wendet.

Die Gestaltung des Bandes ist sehr ansprechend: Hardcover, Hochglanzpapier, großzügiges Layout, viele Fotos und Abbildungen, die wenigstens Kreditkartengöße haben und bis zu einer Seite einnehmen können. Eine Genealogie, eine Chronologie, Hinweise zu den Umschriften, ein Glossar und umfangreiche Literaturhinweise runden das Buch ab. Die Informationen sind sachlich, kompetent und auch für Laien gut verständlich aufbereitet.

„Hatschepsut“ ist ein sehr empfehlenswertes Sachbuch/Bildband zur Geschichte und Archäologie Ägyptens – sehr interessant nicht nur für Fachleute sondern auch für Schüler, Studenten und alle, die sich intensiver mit dem Thema befassen wollen.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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