Hubble – Das Universum im Visier

Oli Usher, Lars Lindberg Christensen
Hubble – Das Universum im Visier

Wiley-VCH
ISBN: 978-3-527-41208-2
Sachbuch, Bildung
1. Auflage 04.12.2013
Übersetzt von Micaela Krieger-Hauwede
ca. 170 S. – 29,7 x 24,0 cm
Hardcover

www.wiley-vch.de

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Die Autoren

Oli Usher studierte Geschichte und Philosophie am University College London und der University Cambridge. Er hat umfassend über Wissenschaft, Technologie und deren Platz in der Gesellschaft geschrieben. In Cambridge begann sein Interesse an Wissenschaftskommunikation. Bevor er zur ESO ging, arbeitete er als Journalist und hat hier Geschichten mit wissenschaftlichen Hintergrund u.a. für „The Guardian“ und „Tribune“ geschrieben.
(Quelle: Wiley-VCH)

Lars Christensen leitet die Ausbildungs- und Öffentlichkeitsbteilung der ESO in München. Er ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit und Ausbildung am La Silla-Paranal Observatorium, bei ALMA, am European Extremely Large Teleskop und für das Hubble Space Telescope. Außerdem ist er Leiter der Presseabteilung der Internationalen Astronomischen Union. Er hat verschiedene populärwissenschaftliche Bücher im Bereich der Astronomie geschrieben, wie u.a. „Eyes on the Skies“ und „Hidden Universe“ zum Jahr der Astronomie 2009.
(Quelle: Wiley-VCH)

Das Buch

Eines der bekanntesten Teleskope weltweit und mit Sicherheit das bekannteste Weltraumteleskop ist in die Jahre gekommen: das Hubble Weltraumteleskop. Seit über zwanzig Jahren tut es seinen Dienst im Erdorbit, führte unzählige Messungen durch und lieferte vor allem eine ganze Menge der faszinierendsten Bilder unseres Universums. Den meisten dürften die großen Anstrengungen in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in Erinnerung geblieben sein, mit denen der fehlerhaften Optik Hubbles zu Leibe gerückt und ihm eine “Brille” verpasst wurde. Seitdem konnte keine der bodengestützten Optiken Hubbles Qualität überbieten.

In dem prächtigten Bildband “Hubble – Das Universum im Visier” nehmen die Autoren die Leser mit auf eine Reise durch die beeindruckende Welt der Planeten und Sterne, der Nebel und der fernen Galaxien. In den ersten Kapiteln werden die Anfänge der Eroberung des Weltraums beschrieben, das HST (Hubble Space Telescope) im Einzelnen erklärt, mitsamt einer Auflistung aller Servicemissionen, bei denen es sowohl modernisiert, als auch seine Funktionsfähigkeit sichergestellt wurde, und außerdem erläutert, mit welchen Mitteln und Techniken die Bilder entstanden sind. Die oben erwähnte Reise in Bild und Text beginnt bei den Planeten, führt zu Sternen und Nebeln innerhalb unserer Milchstraße, zu den Galaxien und Galaxienhaufen bis zur sichtbaren Grenze unseres Universums. In speziellen Kapiteln führen die Autoren den Leser in die Welt der Schwarzen Löcher ein, erklären, was es mit den Phänomenen der Dunklen Materie und der Dunklen Energie auf sich hat und wie sich letztere auf die Zukunft des Universums auswirkt. Sterne oder Galaxien, die auf einem Bild sehr nahe beieinanderstehen, können in Wirklichkeit sehr weit voneinander entfernt sein. Mit welchen Mitteln die Astronomen arbeiten, um solche und andere Effekte zu erkennen und die Daten richtig zu interpretieren, wird im Kapitel “Optische Täuschungen” beschrieben. Den Abschluss bildet ein Kapitel über die Zukunft der weltraumgestützten Beobachtung, in dem einige der jüngsten Projekte vorgestellt werden, die entweder bereits begonnen sind oder erst in den Köpfen der Wissenschaftler existieren.

Zugegeben, die Bilder, die diverse Raumsonden bei ihren Vorbeiflügen an den Planeten unseres Sonnensystems gemacht haben, sind um einiges detaillierter als das, was Hubble aus der Entfernung aufzulösen vermag. Man erinnere sich nur an die grandiosen Aufnahmen der Saturnsonde Cassini oder die der Voyager-Sonden. In diesem Fall kann Hubble mit Langzeitbeobachtungen auftrumpfen, die helfen, ganz andere wissenschaftliche Aspekt zu erforschen. Außerdem schießt, wie gesagt, zurzeit kein anderes Teleskop schärfere Fotos von Objekten, die sich außerhalb unseres Sonnensystems befinden.

In diesem Zusammenhang ist besonders der Abschnitt interessant, in dem die Autoren erläutern, wie die Bilder mit ihren prächtigten Farben überhaupt entstehen. Wenn wir in den Himmel schauen, sehen wir im Wesentlichen viele helle Punkte vor einem mehr oder weniger dunklen Hintergrund. Von Farben ist bis auf ein paar wenige Tupfer von Roten Riesen, Planeten o.ä. keine Spur zu erkennen, obwohl manche der Objekte wie beispielsweise der Orionnebel Flächen am Himmel einnehmen, die größer sind als der Vollmond.

Fazit

“Hubble – Das Universum im Visier” lebt von den faszinierenden Fotos, die zahlreich, zumeist großformatig und in hervorragender Qualität vorhanden sind. Die Texte sind leicht zu lesen und vermitteln ein gutes populärwissenschaftliches Verständnis von Hubbles Geschichte, Funktionsweise, von der Entwicklung der Sterne und vielem mehr, was im Universum vor sich geht. Es ist ein Buch zum Schmökern, in erster Linie jedoch zum Staunen und uneingeschränkt allen Weltraumbegeisterten zu empfehlen.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

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Comments

  1. @ Galaxykarl

    Ich sehe gerade, die Rezi steht im Genre Bildband. Das hatte ich noch gar nicht registriert, werde es mir aber merken ;-).

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