Jaffa – Tor zum Heiligen Land

Martin Peilstöcker, Jürgen Schefzyk & Aaron A. Burke (Hrsg.)
Jaffa – Tor zum Heiligen Land
Migration und Toleranz am Beispiel einer historischen Hafenstadt

Nünnerich-Asmus Verlag, Frankfurt am Main, 09/2013
PB mit Klappbroschur
Sachbuch, Bildband, Geschichte & Archäologie, Religionswissenschaften, Reise
ISBN 978-3-943904-13-0
Titelfotos: Ansicht Jaffa vom Norden, Luftaufnahme Jaffa August 2012
281 Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.na-verlag.de
www.bibelhaus-frankfurt.de
www.ev.theologie.uni-mainz.de/2510.php

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„Jaffa – Tor zum Heiligen Land“ ist nicht nur ein archäologisch, geschichtlich und religionswissenschaftlich orientiertes Sachbuch, sondern außerdem der Begleitband/Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Frankfurter Bibelhaus, ein Erlebnismuseum, das die Religion, die „Bibel“ und alle damit verbundenen Themen anschaulich und greifbar machen will.

Zahlreiche Wissenschaftler stellten interessante und kompetente Beiträge für das vorliegende Buch zur Verfügung, und jeder von ihnen beleuchtet Jaffa von einem anderen Aspekt her. Beispielsweise findet man Beschreibungen der Location anhand überlieferter Reiseberichte und ganz aktuellen Schilderungen; einen geschichtlichen Abriss, der auf die nachweislich schon in frühester Zeit dort ansässigen Völker und die wechselnde Zugehörigkeit zu Großreichen bis in die Gegenwart eingeht; Hinweise auf Geschehnisse, die sich in Jaffa ereignet haben sollen und in der „Bibel“ festgehalten wurden, u. a. im „Buch Jona“; die Biografie des Orientmalers Gustav Bauernfeind, der nach mehreren Reisen nach Jaffa auswanderte, u. v. m.

Man erfährt, dass bereits um 3500 v. Chr. das Gebiet um Jaffa – auch Joppe, heute ein Teil Tel Avivs – von den Kanaanitern besiedelt wurde. Später gelangte die Hafenstadt, die als eine der ältesten der Welt gilt, in den Einflussbereich von z. B. den Phöniziern, den Römern, den Byzantinern, den Muslimen, den Kreuzfahrern und den Osmanen – bis zur Gründung des Staates Israel. In all dieser Zeit war Jaffa ein multikultureller Ort, der viele Menschen anzog und dessen Bevölkerung sich untereinander als äußerst tolerant erwies. Liest man die informativen Artikel, wird schnell klar, dass Jaffa weit mehr ist als die Orange, die den Namen der Stadt buchstäblich in aller Munde brachte – und an die im Vorwort tatsächlich erinnert wird.

Die Sachtexte werden von zahlreichen, sehr schönen, meist farbigen Abbildungen – Karten, Fotos, Zeichnungen/Malereien – aufgelockert, die die Inhalte sinnvoll unterstützen. Sie haben wenigstens ein größeres Briefmarkenformat, sind meist jedoch sehr viel größer und können bis zu einer Seite einnehmen. Auch das Layout ist sehr übersichtlich, wenngleich die Schrifttype ziemlich klein gewählt ist. Allerdings wird kaum jemand das Sachbuch wie einen Roman in einem Stück lesen, sondern mal diesen, mal jenen Artikel zur Lektüre wählen und eventuell zum Thema weitere Informationen einholen.

Denn letztendlich wendet sich „Jaffa – Tor zum Heiligen Land“ an ein interessiertes Publikum, das bereits einiges Fachwissen mitbringt: Archäologen, Historiker, Religionswissenschaftler, Bildungsreisende etc. Doch auch der aufgeschlossene Laie, der die Ausstellung besuchen möchte und sich für das Thema begeistern kann, wird viel Freude an diesem abwechslungsreichen, ausgesprochen lehrreichen Sachbuch haben.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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