Konstantin der Große – Zwischen Sol und Christus

Kai Ehling und Gregor Weber (Hrsg.)
Konstantin der Große – Zwischen Sol und Christus
Zaberns Bildbände zur Archäologie/Sonderbände der antiken Welt

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 11/2011
HC mit Schutzumschlag
Sachbuch, Bildband, Geschichte, Archäologie
ISBN 978-3-8053-4292-6
Titelkonzeption von Pauline Schimmelpenninck Büro für Gestaltung, Berlin
mit Fotos von H. Ziemssen, Berlin „Inschrft des Konstantinbogens“,
H. Kieburg, Darmstadt „Kolossalkopf des Konstantin, Kapitolinische Museen“, N. Kästner, München „Silbermedaillon (Staatliche Münzsammlung, München)“
113 Farb- und 42 Schwarz-Weiß-Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de

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Das Wirken von Konstantin dem Großen konsolidierte nicht nur das Römische Reich der Spätantike nach einer Zeit der Krisen, sondern stärkte auch das Christentum. Viele Motive, die das Handeln des Kaisers betreffen, beruhen auf Spekulationen, und auch die Daten um seine Person liegen teilweise im Dunkeln. Kai Ehling und Gregor Weber, die Herausgeber von „Konstantin der Große – Zwischen Sol und Christus“, beleuchten in Zusammenarbeit mit mehreren Kollegen die Persönlichkeit des Kaisers und die Folgen, die seine Regierungszeit für Rom und das Christentum hatte.

Konstantin der Große wurde zwischen 270 und 288 n. Chr. in Naissus (Niš im heutigen Serbien) als unehelicher Sohn von Constantius und Helena geboren und starb 337 während der Vorbereitungen auf einen Krieg gegen Persien. Constantius fungierte zunächst als Caesar in der von Diokletian dominierten Tetrarchie, stieg dann zum Augustus auf und überließ Konstantin seine frühere Position (306). Nach militärischen Erfolgen scharte dieser zahlreiche Anhänger um sich und entmachtete seine Mitkaiser (324). Als Alleinherrscher verlagerte Konstantin das politische Zentrum nach Byzanz/Konstantinopel (Ostrom), führte zahlreiche Reformen durch, welche das Reich stabilisierten, das durch die germanischen Völker und das Sasanidenreich unter Druck geraten war, und förderte das Christentum.

Weshalb Konstantin, der zunächst wie viele Männer mit militärischem Hintergrund, Sol Invictus verehrte, sich dem Christentum zuwandte, ob er tatsächlich gläubiger Christ war oder innenpolitische Erwägungen eine Rolle bei seiner Entscheidung spielten, ist umstritten. Zahlreiche Artefakte, beispielsweise Münzen und Sakralbauten, belegen wie sich dieser Wandel in Schritten vollzog.

Die vorliegenden Aufsätze beschreiben ausführlich und sachlich Konstantins blutigen Aufstieg, seine umfassenden Reformen und seine Hinwendung zum Christentum. Die Texte sind auch für interessierte Laien gut verständlich. Zahlreiche sehr schöne Fotos, Zeichnungen und Karten veranschaulichen die Erläuterungen. Die Abbildungen haben wenigstens die Größe einer Kreditkarte und können bis zu zwei Seiten belegen. Informationen zu den Autoren, eine Liste mit weiterführender Literatur und Quellenangaben runden ab.

„Konstantin der Große“ ist ein interessanter Bildband bzw. ein sehr informatives Sachbuch zur Geschichte und Archäologie, das an Fachkreise und Laien, die sich mit der Antike in einem Maß befassen, das über Dokutainment hinausgeht, gerichtet ist. Als zusätzliches Unterrichtsmaterial in der Mittel- und Oberstufe sehr geeignet und auch für Studenten empfehlenswert!

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

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