Rekorde der Vogelwelt – 130 Extreme

rekorde-der-vogelweltDominic Couzenz
Rekorde der Vogelwelt – 130 Extreme

Extreme Birds, GB, 2008
Haupt Verlag, Bern, Schweiz (CH), 03/2010
HC, Sachbuch, Natur & Tier, Bildband
ISBN 978-3-258-07549-5
Aus dem Englischen von Coralie Wink und Monika Niehaus
Titelgestaltung von Emma Jern unter Verwendung eines Fotos von Vincent Munier/NPL
Fotos im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.haupt.ch
www.birdwords.co.uk/

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

Wenn man sich im Freien aufhält, braucht man nicht lange zu warten – fast immer zeigen sich irgendwo Vögel, oder man hört in der Nähe ihren Gesang, ihr Tschilpen, ihr Pfeifen, ihr Krächzen. Die Artenvielfalt ist beeindruckend, und wer sich näher mit den Vögeln beschäftigt, weiß, dass auch ihre Verhaltensweisen sehr unterschiedlich sind. Immer wieder entdecken die Forscher Erstaunliches, was Dominic Couzenz in „Rekorde der Vogelwelt“ festgehalten hat: faszinierende Zahlen, Fakten und Kuriositäten, die nicht nur Vogelfreunde mit Interesse lesen werden. Auch Natur- und Tierfreunde allgemein, die zudem schöne Fotos zu schätzen wissen, dürften viel Freude an diesem Buch haben, das Infotainment mit großartigen Aufnahmen verbindet, die dem Titel Bildbandqualität verleihen.

„Rekorde der Vogelwelt“ ist kein Buch, das man auf einen Rutsch von vorne bis hinten durchliest. Es lädt vielmehr dazu ein, es immer wieder in die Hand zu nehmen, darin zu blättern, mal hier, mal da einen Artikel zu lesen und die zumeist ganzseitigen Farbfotos zu betrachten. Immer wieder kann man etwas Neues erfahren und staunen. Der Band gliedert sich in die Kapitel „Körperformen“, „Leistungen“, „Verhalten“ und „Familie“: Das größte Auge hat der Strauß, über die beste Tarnung verfügt das Moorschneehuhn, mit dem merkwürdigsten Schnabel ist der Amerikanische Scherenschnabel versehen, als hässlichster Vogel gilt der Marabu, die längste Zunge besitzt der Schwarzspecht. Der Kaiserpinguin taucht tiefer als jeder andere Vogel, der Schuhschnabel soll der geduldigste Jäger sein, bester Stimmenimitator ist der Graurücken-Leierschwanz, die merkwürdigste Abkühlungsmethode kennt der Waldstorch, das längste Leben wurde beim Königsalbatros festgestellt.

Die komischste Art der Nahrungssuche sagt man der Tasmanerddrossel nach, die Hood-Spottdrossel ist der blutrünstigste Vogel, der Rotschnabel-Madenhacker erweist sich als hartnäckiger ‚Mitfahrer’ auf dem Rücken anderer Tiere, der Seggenrohrsänge kopuliert am längsten, die eindrucksvollste Drohhaltung wird der Sonnenralle zugeschrieben. Der Rosapelikan kommt mit der kürzesten Balz aus, die unermüdlichsten Eltern findet man unter den Blaumeisen, die meisten Eier pro Brutzeit legt der Braunkopf-Kuhstärling, die wehrhaftesten Küken zieht der Wiedehopf auf, die Westmöwe erachtet man als eifrigste Feministin.

Diese Beispiele und Formulierungen zeigen, dass es nicht nur um handfeste, vergleichende Daten sondern vor allem um unterhaltsam aufbereitete Beobachtungen und durchaus vermenschlichte Eigenarten geht. Jeder der Vögel wird mit seinem deutschen und lateinischen Namen, seiner Verbreitung und der Besonderheit, die ihn in dieses Buch brachte, vorgestellt. Dazu gibt es einen Text von knapp einer Seite in großer Schrift, die den Vogel ausführlicher beschreibt. Abgerundet wird mit einem schönen Foto.

Tier- und Vogelfreunde werden an diesem umfangreichen, schön gestalteten Bild- und Infotainment-Band sehr viel Freude haben. Als Geburtstagsgeschenk o. ä. ist der Titel ideal!

Copyright 2010 © by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich unter Buch24.de
Titel erhältlich unter Booklooker.de

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