Schmuck aus Keramik – selbst gemacht

Helena Arendt
Schmuck aus Keramik – selbst gemacht

Haupt Verlag, Bern (CH), 10/2015
HC
Sachbuch, Kunst/Werken & Basteln, Bildband
ISBN 978-3-258-60116-8
Titelgestaltung von Doris Wiese, Bollschweil unter Verwendung mehrerer Fottos von Helena Arendt
Fotos im  Innenteil von Helena Arendt

www.haupt.ch
www.helena-arendt.de

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Schon immer haben sich Menschen gern geschmückt und hierfür die unterschiedlichsten Materialien genutzt. Auf diese Weise wollten sie ihre natürliche Schönheit unterstreichen, attraktiver wirken, ihren Status in der Gesellschaft verdeutlichen u. a. m. Lange Zeit legte man in der Moderne großen Wert auf echten Schmuck, doch Coco Chanel verlieh schließlich auch dem Modeschmuck Akzeptanz, denn die Accessoires sollen Spaß machen und nicht bloß zum Protzen da sein. Infolgedessen werden immer neue Materialien entdeckt, aus denen man Schmuck basteln kann, z. B. Papier, Natur- und Kunstfasern, Holz, Glas, Metalle, Leder und eben auch Keramik. Tatsächlich sind Perlen aus Ton nichts Neues, denn bereits in frühester Zeit brannten die Ägypter Perlen aus Ton, ebenso die Minoer und später die Tang in China (Porzellan). Dabei entwickelte man verschiedene Herstellungsverfahren, natürlich auch Formen, Strukturen und Farben.

Helena Arendt fertigt mit Begeisterung „Schmuck aus Keramik“ und erklärt dem interessierten Publikum in mehreren Kapiteln, wie man „Ton formen“, „Oberflächen strukturieren“, „Oberflächen farbig gestalten“ und „Ton brennen“ kann. Auch auf „Besondere Modelliermassen und Verfahren“ sowie auf das „Schmuckstücke anfertigen“ wird eingegangen. Am Schluss wird unter „Inspiration durch Farbe“ gezeigt, wie unterschiedlich Ton-in-Ton, Verlaufsfarben, Kontraste usw. wirken können. Auf den letzten Seiten findet man ein kleines Glossar und ein Verzeichnis von Bezugsquellen für die benötigten Materialien, wenn man selbst Keramikschmuck herstellen möchte. Im ersten Kapitel wird erklärt, wie der Arbeitsplatz aussehen sollte und welches Equipment man benötigt. Tatsächlich handelt es sich um leicht zu beschaffende Dinge wie ein Nudelholz, Pinsel, Messer, Schaschlikstäbe, Strohhalme usw., die man im Bereich der Haushaltswaren oder im Bastelbedarf bekommt. Etwas schwieriger ist es schon mit dem Brennofen, dessen Anschaffung sich nur lohnt, wenn man dem Hobby öfter nachgehen möchte. Alternativ, so die Empfehlung, kann man sich an einen lokalen Brennservice wenden.

Es folgen Informationen zum Werkmittel Ton, Tipps, wie man von Hand Perlen in unterschiedliche Formen brinigt durch Rollen, Drücken, Schneiden, Schaben etc. Wichtig sind auch die Hinweise, wie man die Perlen locht, ohne dass Wülste um die Öffnungen entstehen. Möchte man mehrere gleiche Objekte herstellen, lohnt sich das Fertigen eines Ton- oder Gipsmodels. Danach kommen zahlreiche weitere Angaben und Ideen zum Gestalten der Perlen. Richtige ‚Rezepte‘ findet man kaum, sondern mehr allgemein gehaltene Erklärungen zum Vorgehen, denn letztendlich muss jeder selber ausprobieren, wie es funktioniert, und irgendwann hat man zweifellos den Dreh raus. Die vielen Beispielabbildungen sind praktisch selbsterklärend.

Die prächtigen Farbfotos haben wenigstens Kreditkartengröße und belegen maximal eine ganze Seite. Auf ihnen kann man die Tätigkeiten und Arbeitsschritte sehen sowie die Vielfalt der Formen, Farben und Strukturen bis hin zum fertigen Schmuckstück: den Ketten, Ohrhängern, Armbändern, Ringen, Broschen, Gürteln, die freilich nicht nur aus Perlen bestehen, sondern mit weiteren verschiedenen Materialien erstellt werden. Die Fotos sind sehr schön komponiert durch passend gewählte Hintergründe in der Natur und gefällige Arrangements. Auch haben sich einige Personen als Modell zur Verfügung gestellt, sodass man sehen kann, wie die Schmuckstücke beim Tragen wirken. Die Aufnahmen sind künstlerisch ansprechend, informativ und so reichlich, dass das Buch Bildbandqualität erreicht.

„Schmuck aus Keramik“ ist ein optisch sehr schön gestaltetes Buch voller toller Fotos, die Lust machen, sich sofort mit der Herstellung individueller Schmuckstücke aus Ton zu befassen. Die Erklärungen und Abbildungen sind sehr nützlich und regen zu eigenen Schöpfungen an. Wer sich gern mit Handarbeiten beschäftigt und Ton als Werkmittel schätzt, wird viel Freude an diesem Band haben.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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