WissensWelten: Ritter & Burgen

wissensweltenritterburgenPhilip Steele
WissensWelten: Ritter & Burgen

Navigators. Knights and Castles, GB, 2008
cbj-Verlag, München, 1. Auflage: 2/2009
HC, Kinder-/Jugendbuch, Sachbuch, Bildband, Geschichte, 978-3-570-13627-0, 48/1295
Aus dem Englischen von Lilian Kura
Titelgestaltung von init.büro für Gestaltung, Bielefeld
Illustrationen von Steve Stone, Thomas Bayley, Lee Gibbons u. a.
Fotos und Abbildungen aus verschiedenen Quellen

www.cbj-verlag.de
www.philipsteele.co.uk/
www.ba-reps.com/artist/stone/as/illustrator
http://thomasbayley.com/

Obwohl kaum noch Kinder mit Ritter-Figuren spielen und auch das TV nur sehr wenige Filme des Genres von Zeit zu Zeit präsentiert, bedeutet das keineswegs, dass sich Schüler in Hinblick auf den Unterricht oder privat nicht dafür interessieren, wie eine Burg aufgebaut ist, wie sich das Leben darin abspielte und welche Rolle die Ritter im Mittelalter innehatten.

In der Reihe „WissensWelten“ ist nun ein Sachbuch von Bildbandqualität zu dem Thema erschienen. In „Ritter & Burgen“ wird versucht, die wesentlichen Informationen altersgerecht und verständlich aufzubereiten. Viele farbige Fotos, Abbildungen und Illustrationen veranschaulichen die kurzen Texte. Der Autor konzentriert sich bei den Beispielen vor allem auf das normannische Rittertum.

Bereits in der Antike gab es Ritter – die Reiterei. Das Bild vom gepanzerten Kämpfer, das man bei dem Begriff vor Augen hat, wurde erst im Hochmittelalter (ca. 11. – 13. Jh) geprägt, als feste Eisenpanzer das Kettenhemd verdrängten. Der gepanzerte Ritter kämpfte vom Pferd aus mit Lanze, Schwert, Streitkolben, Morgenstern und Schild; verlor er sein Reittier, setzte er den Kampf zu Fuß fort.

Je umfassender die Rüstungen wurden, umso mehr reduzierten sie die Beweglichkeit ihres Trägers. Trotzdem bot sie kaum Schutz gegen die Durchschlagkraft eines Armbrustbolzens oder des Geschosses einer Muskete. Durch neue Waffen und Strategien endete die Ära der Ritter im 16. Jh.

Dasselbe Schicksal teilten die Burgen, die einerseits von Eroberern errichtet wurden, um im Feindesland leichter Fuß fassen zu können, andererseits natürlich das eigene Territorium absichern sollten. Im Laufe der Zeit und durch die Einflüsse anderer Kulturen (Mauren, Sarazenen etc.) wurden die Festen immer größer, ihre Mauern stärker, ihr Aufbau dem Zweck besser angepasst. Dem Einsatz von Kanonen konnten allerdings auch diese Bollwerke nicht standhalten. Von den einstmals vielen Burgen ist heute nur noch ein Bruchteil, meist als Ruine, erhalten.

In weiteren Kapiteln wird auf verwandte Themen eingegangen: die Kreuzzüge, Ordensritter, das Leben in der Burg, Heraldik, der Ehrenkodex der Ritter u. v. m. Am Ende findet man ein Glossar, das kurz die wichtigsten Begriffe erklärt, ein Stichwort-Register und eine Seite, die noch mal auf die angegebenen URLs eingeht, die den jungen Leser – am besten unter elterlicher Anleitung – zu Websites führen, die weitere interessante Informationen zu bieten haben.

Die vielen farbigen Abbildungen wecken die Neugierde und verleiten zum Lesen der kurzen Erklärungen. Die Texte sind gut verständlich formuliert und beschränken sich auf das Wesentliche, so dass man eine allgemeine Einführung erhält und bei Bedarf den Links folgen kann. Das und die Einbindung der Medien wird auch Kindern und Jugendlichen gefallen, die sonst ungern zu Büchern greifen.

Empfehlen kann man das schön gestaltete Sachbuch Mädchen und Jungen zwischen 10 und 15 Jahren. (IS)

Titel bei Amazon.de
WissensWelten: Ritter und Burgen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.