Zu Gast im Hunsrück

Renate Kissel, Ulrich Triep
Zu Gast im Hunsrück

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 09/2013
HC im Querformat
Sachbuch, Bildband, Reise & Gastronomie, Geschichte & Archäologie, Natur & Tier, Essen & Trinken
ISBN 978-3-8053-4654-2
Titelgestaltung von Ines von Ketelhodt, k und m design, Flörsheim unter Verwendung eines Fotos von P!el media
Fotos im Innenteil aus verschiedenen Quellen
Radierung von Miguel Reche
Karte von Woelke Design/Hunsrück-Touristik GmbH

www.zabern.de

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Der Hunsrück ist ein bewaldeter Höhenzug in Rheinland-Pfalz und Teil des rheinischen Schiefergebirges, linksrheinisch zwischen Nahe, Rhein, Mosel und Saar gelegen, mit dem Erbeskopf als höchster Erhebung (816 m). Funde belegen eine Besiedelung des Gebiets bereits in der Jungsteinzeit. Später ließen sich dort die keltischen Treverer nieder, die im 1. Jh. n. Chr. von den Römern verdrängt wurden. Eines der bedeutendsten Bauwerke jener Ära ist der Rest der Ausoniusstraße, die noch heute Wanderer und Radfahrer einlädt, ihr zu folgen. Nach den Römern kamen die Franken und auf wechselnde Herrschaftsverhältnisse während des Mittelalters die Besetzung durch Frankreich und nach Napoleons Niederlage die Übergabe an Preußen. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Hunsrück Teil von Rheinland-Pfalz; der Südwestausläufer gehört zum Saarland. Einige namhafte Städte der Region sind Idar-Oberstein, Bad Kreuznach, Bingen, Koblenz, Bernkastel-Kues und Trier.

Das vielseitige Sachbuch „Zu Gast im Hunsrück“ ist ein aufs Wesentliche reduzierter Reiseführer, der den Leser von einer malerischen Ortschaft zur nächsten führt, dabei auf die lokalen Sehenswürdigkeiten, die man sich nicht entgehen lassen sollte, hinweist und neben lobenden Worte für die einheimische Küche auch etliche leckere Rezepte zum Nachkochen bietet. Das alles ist mit wunderschönen Fotos versehen, die richtig Lust machen, diese herrliche Gegend zu erkunden. Beispielsweise erinnert der Pulverturm in Simmern an den legendären Räuber Schinderhannes, der dort eingesperrt war. Begibt man sich über Dill nach Morbach, kann man die Burgruine Dill und einen (restaurierten) römischen Wachturm bewundern. Entlang der Deutschen Edelsteinstraße gibt es viel Bemerkenswertes wie das Deutsche Edelsteinmuseum und das Deutsche Mineralienmuseum, für Interessierte zugänglich gemachte Stollen, einen Edelsteingarten und eine historische, wasserbetriebene Edelsteinschleiferei. In Herrstein erwarten den Besucher hübsche Fachwerkhäuser. In Rhaunen sollte man das Rathaus, die evangelische Kirche mit ihrem Stilmix, das Salm-Salm-Haus und den Menhir am Ortsausgang nicht auslassen. Im wieder errichteten Wachhaus der Kyrburg von Kirn befindet sich ein empfehlenswertes Restaurant und eines der größten Whisky-Museen Deutschlands. In Hußweiler lädt eine Käserei zur Besichtigung und im dazu gehörenden Laden zum Einkauf der Spezialitäten ein.

Darüber hinaus lässt sich noch vieles mehr entdecken, und gewiss ist für jeden etwas dabei, ob es nun Museen, Lehrpfade, Wildgehege, Sportmöglichkeiten, Lokale und Winzer etc. sind. Einige Adressen helfen, sich zu entscheiden.

Das gleiche gilt für die Rezepte, darunter „Eiersalat“, „Kirschgrütze“, „Rosa Rehrücken im gekräuterten Speckmantel“, „Schwenkbraten auf Idar-Obersteiner Art“, „Kürbissuppe“, „Köstliches Fischfilet“ u. v. m., wobei sogar die brasilianische Küche der Auswanderer (ab 1824, anlässlich schwerer Hungersnöte) berücksichtigt wurde. Der Schwierigkeitsgrad der Rezepte ist verschieden, doch sind die Anleitungen, die neben der Zutatenliste stehen, leicht nachvollziehbar. Nicht immer rundet ein Foto ab, doch dafür findet sich die Adresse des Restaurants, wo man das Gericht probieren kann. Für die „Wiesenkräutersuppe“ (4 Portionen) benötigt man  2 Handvoll frische Wiesenkräuter (ca. 12 Sorten wie z. B. Taubnessel, Sauerampfer, Pimpernelle). Waschen und hacken. 8 EL Crème fraîche in 800 ml Brühe geben und erhitzen. Kräuter hinzufügen, mit dem Pürrierstab zerkleinern, aufkochen, mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer abschmecken. Mit 1 Eigelb oder etwas Butter legieren. Vor dem Servieren mit Gänseblümchen verzieren.

Die Farbfotos von den Landschaften, Ortschaften, Bauwerken, Flora und Fauna sind äußerst stimmungsvoll, die der Gerichte sehr appetitlich. Sie haben wenigstens Kreditkartenformat, sind meist größer und können bis zu zwei Seiten belegen. „Zu Gast im Hunsrück“ ist ein informatives, sehr schönes Begleitbuch für eine Reise durch den Hunsrück, der dem interessierten Besucher hilft, die schönsten Fleckchen zu finden. Gastronomie, Kultur, Natur – der Band lässt nichts aus und überzeugt außerdem durch die schönen Fotografien. Sehr empfehlenswert!

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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