Meine schönsten Geschichten 1

Anna Casalis (Text), Andrea Dami (Idee)
Leo Lausemaus will sich nicht die Zähne putzen/Leo Lausemaus trödelt mal wieder/ Leo Lausemaus will nicht teilen
Leo Lausemaus – Meine schönsten Geschichten 1

N. N., Dani International/Giunti Publishing Group, Italien, 2015
Helmut Lingen Verlag, Köln, 05/2015
HC, Kinderbuch, Leseanfänger, Tiergeschichten
ISBN 978-3-945136-05-8
Aus dem Italienischen von  Frieda Böhm
Titelillustration und Farbzeichnungen im Innenteil von Marco Campanella

www.lingenverlag.de
www.lingenkids.de
www.leo-lausemaus.de
www.dami-int.com
www.giunti.it/autori/anna-casalis/
www.marcocampanella.it/doc/home.htm

Titel erhältlich bei Amazon.de
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Leo Lausemaus isst sehr gern Süßes, aber Zähneputzen findet er lästig. Sein Freund Didi Dachs ist derselben Meinung, und so naschen sie an dem Abend, an dem Didi bei Leo übernachten darf, lieber leckere Kekse, als sich die Zähne zu putzen. Aber – o weh! – am nächsten Morgen hat Didi schlimme Zahnschmerzen. Obwohl sich Leo riesig auf den Ausflug gefreut hat, den der Kindergarten unternimmt, lässt er sich immer wieder von seinen Spielsachen ablenken, sodass er als Letzter eintrifft. Als ihm klar wird, dass alle ungeduldig auf ihn gewartet haben, tut ihm die Trödelei sehr leid. Nach dem Ausflug werden seine Kameraden abgeholt, nur Leos Mutter kommt nicht. Hat sie ihn vergessen?

Leo hat im Sandkasten eine Burg gebaut. Seine kleine Schwester Lili möchte mitspielen, doch Leo will ihr seine Schaufel nicht überlassen, obwohl er noch andere Sachen hat. Die beiden zanken so lange, bis Lili hinfällt und die Burg kaputt ist. Nun will Leo ihr erst recht nichts abgeben, denn sie könnte ja noch mehr kaputt machen. Auch im Kindergarten lässt er darum die anderen nicht mit seinen Sachen spielen. Als er bei seinem Freund Max ist, freut sich Leo, dass dieser alles Spielzug mit ihm teilt – nur nicht den neuen Bagger. Heimlich nimmt Leo den Bagger mit nach Hause.

Junge Leser kennen „Leo Lausemaus“ inzwischen aus einer Vielzahl von Büchern. Wer seine lustigen und lehrreichen Abenteuer sammelt, kann nun auch nach Sammelbänden Ausschau halten, in denen jeweils drei Geschichten zu finden sind. In der vorliegenden Ausgabe muss sich die Titelfigur mit Ereignissen auseinandersetzen, die gewiss jedes Kind selbst schon einmal erlebt hat: Leo hat keine Lust, sich die Zähne zu putzen, und erst als sein Freund Didi mit Zahnschmerzen zum Arzt gehen muss, begreift er, wie wichtig Zahnpflege ist. Leo trödelt, und alle müssen seinetwegen warten. Die Mutter kommt sogar zu spät in die Arbeit, sodass sie die verlorene Zeit nachholen muss. Pech für Leo, dass sie ihn darum nicht pünktlich vom Kindergarten abholen kann.

Weil Leo Angst hat, dass man sein Spielzeug kaputt machen könnte, will er es nicht mit anderen teilen und isoliert sich dadurch von seinen Freunden. Durch Max erfährt er, dass es viel schöner ist, die Sachen gemeinsam zu benutzen und dazu zu gehören. Aber noch wichtiger ist die Lektion, dass man auch von anderen ein Nein akzeptieren muss und nicht einfach etwas heimlich mitnehmen darf. Zwar bringt er den Bagger gleich zurück und entschuldigt sich, doch ist es Max, der sich erneut als guter Freund erweist und ihm verzeiht. In diesen nachvollziehbaren Geschichten können Kinder ab drei Jahre sich selbst und ihr Umfeld wiedererkennen. Sie lernen, dass alles, was sie tun, auch für sie selbst Konsequenzen hat und wie man sich in vergleichbaren Situationen richtig verhalten kann, um Probleme zu vermeiden oder die Lage zu deeskalieren.

Anna Casalis schildert die Ereignisse in kurzen, einfachen Sätzen, die leicht zu verstehen sind. Die Geschichten sind nur wenige Seiten lang und mit großer Schrifttype gesetzt, sodass Leseanfänger nicht überfordert werden. Hübsche, bunte Illustrationen, die über ein und ein halb Seiten gehen, lockern den Text auf und erlauben kleineren Kindern, denen man Leos Abenteuer vorliest, die Geschehnisse visuell zu verfolgen. Sehr schön ist auch, dass es einen kleinen Anhang bei jeder Erzählung gibt, in dem z. B. erklärt wird, wie man sich die Zähne richtig putzt oder wie man leckere Pfannkuchen und Muffins backt.

„Leo Lausemaus“ ist eine kindgerechte Lektüre, die sich schon für die Jüngsten eignet und mit glaubwürdigen Geschichten aufwartet, die zeigen, dass auch kleine Kinder bereits ernste Sorgen haben und sich Konflikten stellen müssen. Ohne dass die Autorin allzu belehrend wirkt, beschreibt sie, was praktisch jedem widerfahren kann und wie man die Probleme aus der Welt schafft. Ein Trost für diejenigen, die gerade etwas Ähnliches erlebt haben.

Copyright © 2015 by Irene Salzmann (IS)

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