Operation Alphabet

Al MacCuish
Operation Alphabet

The Ministry of Letters: Operation Alphabet  (2011)
Knesebeck Verlag
ISBN 978-3-86873-396-9
Bilderbuch
Erschienen (2011)
Übersetzer Reinhard Pietsch
Illustrationen Luciano Lozano
Umfang 64 Seiten

www.knesebeck-verlag.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Autorenporträt

Al MacCuish ist ein vielfach ausgezeichneter Creative Director bei Mother, einer der führenden britischen Werbeagenturen. Er hat viele Werbefiguren zum Leben erweckt und erhielt u.a. zwei Goldene Löwen bei Cannes Lions International Advertising Festival, der weltweit bekanntesten Veranstaltung der Werbebranche.

Zum Buch

Charlie Foxtrot ist ein kleiner sechsjähriger Junge, der in Großbritannien lebt. Er ist gerade erst in die Schule gekommen und kann sich noch nicht mit ihr anfreunden. Besonders das Erlernen der Buchstaben findet Charlie schwierig. Bald soll ein Test über das gesamte Alphabet geschrieben werden und Charlie ist ganz verzweifelt. Sicher kann er sich all die Buchstaben nicht bis zu dem großen Test einprägen. Doch dann bekommt Charlie ganz unerwartet Hilfe …

Fazit

Die Geschichte an sich konnte mit einigen Überraschungen aufwarten. So fand man sich schnell im London der 50er Jahre wieder. Die Zeichnungen waren wirklich “old-fashioned”, so konnte man weder einen Computer noch ein Mobiltelefon finden. Frauen liefen fast nur in Kleidern herum, im gesamten Buch begegnete einem eine einzige Dame mit Hosen und auch die Telefone kommen in wirklich altem Gewand daher. Kinder kennen heutzutage bestimmt weder ein Telefon mit Wählscheibe noch eine Telefonzentrale mit Steckverbindung. Kurz um: Die Bilder bedürfen Erklärung durch einen Erwachsenen.

Dass die Buchstaben des Alphabetes lebendig werden und eine geheime “Spezialeinheit” bilden, ist bestimmt eine Idee, mit der die Story viele Kinder für sich gewinnen kann. Bei der Vorstellung der Buchstaben hätte ich mir allerdings mehr Durchhaltevermögen gewünscht, denn leider wurden nur einzelne Buchstaben vorgestellt. Hier hätte man konsequent alle Buchstaben behandeln und einen Mitmachteil einbauen sollen. Zum Erstlesen war das Buch leider nicht geeignet, hierzu war die Schrift zu klein, die Zeilentrennung schlecht strukturiert und manche Begriffe viel zu komplex. Das Lesealter ist bei diesem Buch ist eher in Klasse 3 und 4 zu verorten, wobei diese das Thema schon wieder als uninteressant empfinden. Auch fand man im Buch immer wieder Anspielungen, die eher für Erwachsene gedacht waren.

Es handelt sich hier also um ein Vorlesebuch, das bei Kindern und Erwachsenen für Gesprächsstoff rund um das Thema Lesen sorgt. Sicher kann durch die Story auch bei manchem Kind das Interesse für das Lesen geweckt werden. Leider ist dies aber immer nur in der Begleitung eines Erwachsenen möglich. Das Buch alleine ist für Kinder im Vorlesealter nicht aussagekräftig.

Ein Buch, das Kindern und Erwachsenen neue Anknüpfungspunkte rund um das Thema Lesen bietet.

Copyright © 2011 by Yvonne Rheinganz

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