Aquileia – Der archäologische Führer

Franz Glaser, Erwin Pochmarski
Aquileia – Der archäologische Führer

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 05/2012
PB, Sachbuch, Archäologie, Geschichte
ISBN 978-3-8053-4277-3
Titelgestaltung von Jutta Schneider, Frankfurt am Main
Fotos, Abbildungen und Karten aus verschiedenen Quellen (16 Farbseiten und 4 SW-Abbildungen)

www.zabern.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Die österreichischen Historiker und Professoren Franz Glaser und Erwin Pochmarski stellen in „Aquileia“ eine der einstmals wichtigsten Städte des Römischen Imperiums vor. Sachlich, knapp und kompetent umreißen sie die Entwicklung Aquleias zu einem bedeutsamen Vorposten für u. a. den Handel (Bernsteinstraße) und militärische Vorstöße über die Alpen, zu einem religiösen Zentrum während des Mittelalters und schließlich dem Bedeutungsverlust in der späteren Zeit. Jetzt ist Aquileia eine kleine Stadt mit rund 3.500 Einwohnern in der italienischen Provinz Udine.

Archäologische Funde belegen, dass in der Region um Aquileia aufgrund der günstigen Lage in Küstennähe (Adria) und des milden Klimas schon um 9.500 v. Chr. gesiedelt wurde, bevor sich eingewanderte Kelten niederließen und das Römische Imperium darauf aus strategischen Gründen um 181 v. Chr. mit der Stadtgründung reagierte (die Endsilbe ‚eia‘ weist darauf hin, dass eine bereits vorhandene keltische Siedlung nach römischem Muster ausgebaut wurde). Später wurde Aquileia zur Kaiserresidenz (294 n. Chr.) und Sitz von Bischöfen und Patriarchen der katholischen Kirche (ab dem 4. Jh. n. Chr.). Erhalten sind außerdem kunsthistorische Bauten und Fresken aus dem 16. Jh.

Alle Angaben und Daten beruhen auf Forschungsergebnissen und werden durch Zitate aus zeitgenössischen Quellen (Livius, Sueton u. a.) belegt. Fachtermini, wichtige Begriffe und Personen werden in kleinen, versetzt platzierten Kästchen näher erklärt. Neben dem geschichtlichen Hintergrund ist für die Autoren vor allem die genaue Beschreibung des Ortes, der Ruinen, der noch erhaltenen Bauten (das Forum, der Flusshafen, ein römischer Friedhof, frühchristliche Kirchen und die an ihnen vorgenommen Veränderungen etc.) und Fundstücke (Porträtköpfe, Freskenreste usw.) ein großes Anliegen. Interessierten Besuchern ist es möglich, die Ausgrabungsstätten, historische Bauwerke und zwei Museen zu besichtigen. „Der archäologische Führer“ wirbt geradezu dafür, einen Abstecher nach Aquileia zu unternehmen.

Zweifellos ist der Ort eine Reise wert, insbesondere wenn man sich für die Geschichte und Kultur Italiens bzw. des Römischen Imperiums interessiert. Der vorliegende Titel beschreibt äußerst exakt alles, was man wissen sollte – doch wird erwartet, dass der Leser auch ein größeres Interesse an der Römischen Geschichte und einiges Hintergrundwissen mitbringt, denn der Band bietet trockenes Fachwissen, das weit über das hinausgeht, was der durchschnittliche Tourist sich an Kenntnissen aneignen möchte. Von daher wendet sich der Titeln vor allem an Studenten und examinierte Altphilologen, Archäologen, Kunsthistoriker und anderen Fachleute – durchaus auch an Bildungsreisende, die sich sehr intensiv mit Geschichte, Kunst und Kultur befassen.

Die Gestaltung des Bandes ist solide und so nüchtern wie die Texte. Nur wenige Abbildungen lockern die Informationen auf. Der Anhang bietet ein Glossar, ein weiterführendes Literaturverzeichnis und Hinweise zu den Sehenswürdigkeiten.

Copyright © 2012 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei Libri.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.