Computer – Wie funktionieren Smartphone, Tablet + Co.

(sfbentry)
Rolf Drechsler, Andrea Fink, Jannis Stoppe
Computer – Wie funktionieren Smartphone, Tablet & Co.?
Technik im Fokus

Springer-Verlag GmbH
ISBN: 978-3-662-53059-7
Sachbuch, Bildung
Erschienen im März 2017
viii, 126 Seiten; 190 x 128 mm
Kartoniert

www.springer.com

Rolf Drechsler ist Informatiker und Professor für Rechnerarchitektur an der Universität Bremen sowie Leiter des Forschungsbereichs Cyber-Physical Systems am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI). Er arbeitet seit über 20 Jahren in Forschung und Lehre im Bereich des Entwurfs von Schaltungen und Systemen. Er hat über 300 wissenschaftliche Arbeiten publiziert und ist Autor und Herausgeber von über 20 Büchern.

Andrea Fink studierte Kommunikationswissenschaft und arbeitet als Pressereferentin am DFKI. Sie verfügt über mehrjährige Erfahrung in der Wissenschaftskommunikation und stellt als für den Themenbereich fachfremde Autorin die Verständlichkeit und Anschaulichkeit des Buches sicher.

Jannis Stoppe studierte Digitale Medien sowie Informatik. Er arbeitet aktuell als Wissenschaftler am DFKI an der Entwicklung neuer Methoden zur Analyse von abstrakten Systementwurfstechniken, hat dazu international auf Konferenzen und in Fachzeitschriften veröffentlicht und bereitet seine Promotion auf diesem Fachgebiet vor. Desweiteren ist er als Lektor an der Universität Bremen verantwortlich für Vorlesungen und Lehrveranstaltungen im Bereich der technischen Informatik.
(Quelle: Springer-Verlag GmbH)

Computer sind heutzutage allgegenwärtig, unser Leben so sehr mit ihnen verstrickt, dass sie nicht mehr wegzudenken sind, auch wenn wir uns ihrer Präsenz nicht immer bewusst sind. Wie sie aufgebaut sind, wie sie funktionieren, was man als Hardware und was als Software bezeichnet, wird für die Meisten allerdings ein mehr oder weniger großes Geheimnis sein. In der Reihe Technik im Fokus des Springer Verlags beschäftigt sich das Buch Computer – Wie funktionieren Smartphone, Tablet & Co.? mit der Klärung dieser und anderer grundlegender Begriffe und Zusammenhänge. Die Autoren Rolf Drechsler, Andrea Fink und Jannis Stoppe legen dabei besonderen Wert darauf, diese Themen für eine breite, sprich in computertechnischen Belangen weitgehend unbedarfte Leserschaft verständlich zu machen.

Inhalt:
1. Einleitung
2. Alles ist logisch
3. Die Hardware
4. 0 und 1 ist nicht genug
5. Von der (Rechen-)Aufgabe zum Schaltplan
6. Wie sage ich es meinem Computer?
7. Der Rechnerarchitekt
8. Wohin die Reise geht: aktuelle Entwicklungen und visionäre Konzepte
9. Zu guter Letzt
Sachverzeichnis

Das zweite Kapitel handelt von Logik im Allgemeinen und der Computerlogik im Besonderen. Es beginnt mit einem Rätsel, an dem bereits deutlich wird, mit welcher Art von Problemen sich Computer-Designer, Software-Entwickler und andere Spezialisten auseinandersetzen müssen, wenn sie einen Computer entwerfen und programmieren. Man erhält hier eine gute und übersichtliche Einführung in die Boolsche Algebra, die jeder Computerlogik zugrunde liegt. Im dritten Kapitel geht es um die Hardware, also um die physikalischen Komponenten, aus denen jeder Computer aufgebaut ist. Dabei handelt es sich im Prinzip um Transistoren und die daraus konstruierten Logik-Gatter, die dazu dienen, die Logik auf dem Computer verfügbar zu machen.

In den folgenden Kapiteln geht es um die Kodierung der Daten (0 und 1 ist nicht genug), Fehlerkorrekturen u.ä. und um das Rechnen mit diesen Daten auf Hardwareebene (Von der (Rechen-)Aufgabe zum Schaltplan), wo ausnahmsweise ein bisschen („boolsch“) gerechnet wird. Das sechste Kapitel beschäftigt sich mit Programmiersprachen, wobei ein großer Bogen von der Hardwareebene, auf der man in „Maschinensprache“ kommuniziert, bis zu den Hochsprachen (Java, C++ usw.) geschlagen wird, die für Menschen – zumindest für Programmierer – sehr viel besser und einfacher zu schreiben und zu lesen sind. Warum existieren diese unterschiedenen Sprachebenen? Was passiert beim Compilieren oder beim Assemblieren? Diese und ähnliche Fragen werden hier durchaus verständlich und für die Zielgruppe ausreichend detailliert erklärt.

Um die Rechnerarchitektur und wie unterschiedlich sie je nach Anforderung ausfallen kann dreht sich das 7. Kapitel Der Rechnerarchitekt. Hier findet man auch einen interessanten Einschub zum 1970er-Spiele-Klassiker Pong, der architektonisch extrem einseitig war und tatsächlich nur aus Hardware bestand. Im letzten Kapitel (Wohin die Reise geht: aktuelle Entwicklungen und visionäre Konzepte) werden zukunftsweisende, mitunter fantastische, auf jeden Fall spannende Themen angesprochen wie Quanten- oder DNA-Computer.

Das Buch richtet sich in erster Linie an Computer-Laien, die wissen wollen, wie diese technologischen und „logischen“ Monstren ticken. Für diejenigen, die sich besser mit Computern und deren Komponenten auskennen, bietet das Buch außer den geschichtlichen Abstechern möglicherweise nicht viel Neues. Spezielle Themen, beispielsweise der Herstellungsprozess von Halbleiterchips, oder andere kleine Exkurse, die nicht so recht in den Textfluss passen, sind in separate Kästen ausgelagert. Das macht den Text vor allem für Neulinge übersichtlicher und besser lesbar. Neben vielen hübschen Illustrationen (sie dienen mehr der Auflockerung als der Erklärung) gibt es unter dem Stichwort „Ein Klick ins Netz“ die eine oder andere Internet-Adresse inklusive QR-Code, unter denen erläuternde Videos zu finden sind. Am Ende jedes Kapitels bietet eine Literaturliste mehr Lesestoff zum jeweiligen Thema.

Computer – Wie funktionieren Smartphone, Tablet & Co.? ist unterhaltsam, leicht zu lesen und vor allem für interessierte Laien und Neulinge in Sachen „Computer“ sehr verständlich. Leser, die bereits über grundlegenderes oder detailliertes Computerwissen verfügen, werden hier schlicht unterfordert sein. Diejenigen allerdings, die Computer zwar benutzen, bisher aber noch nicht viel über diese „Blackbox“ wissen, sollten sich Computer – Wie funktionieren Smartphone, Tablet & Co.? unbedingt genauer ansehen. In weiterführenden Schulen gibt es im Übrigen das Fach Medienbildung, das ähnliche Themen wie die hier besprochenen behandelt. Und wer will nicht wenigstens der Spur nach verstehen, womit sich der Nachwuchs herumschlagen muss?

Copyright © 2017 by Michael Bahner

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