Das ganz normale Schulchaos – ein Elternratgeber

Ute Ruf
Das ganz normale Schulchaos – ein Elternratgeber

Haupt Verlag, Bern/CH, 1. Auflage: 8/2008
PB im Kleinformat, Sachbuch, Ratgeber, Pädagogik, , 208/1490
Umschlag- und inhaltliche Gestaltung von René Tschirren
Titelillustration von Regine Balmer
www.haupt.ch
www.autillus.ch/plattforms/Ruf_Ute.html

Vor allem Eltern, die zum ersten Mal der Einschulung eines Kindes entgegen sehen, sind oft besorgt, ob wohl alles klappen wird und die nächsten Jahre ohne große Probleme über die Bühne gehen werden. Wie viel darf oder soll man bei den Hausaufgaben und vor Klassenarbeiten helfen? Was tun, wenn ein Diktat mit ‚Ungenügend’ bewertet wird oder es Strafarbeiten gibt? Wie kann man eine gute Kommunikation mit den Lehrkräften aufbauen?

Auf diese und viele weitere Fragen will die Autorin Antworten geben – alphabetisch geordnet nach entsprechenden Stichworten, z. B. „Drogen“, „Elternabend“, Fremdsprachen“, „Problemkind“, „Zeugnis“. Dabei greift sie auf ihre Erfahrungen zurück, mehr auf die als Lehrerin, weniger auf jene als Mutter.

Ob die Erläuterungen hilfreich sind, das wird vermutlich jeder unterschiedlich bewerten. Gänzlich unerfahrene Eltern dürften dankbar für jeden Tipp sein und die Aussagen kaum hinterfragen; wer hingegen alles schon ein- oder mehrmals erlebte und das System durchschaut hat, sieht die Schule mit anderen Augen: Für den richtigen Umgang mit Kindern und Lehrern gibt es kein Patentrezept! Schüler und Pädagogen sind Individuen; was bei einem funktioniert, missfällt dem anderen.

Die Schule bestimmt das Familienleben, denn immer gibt es – im günstigen Fall – etwas zu erzählen, über Geschehnisse – im weniger günstigen Fall – zu klagen, den Tagesablauf und die Freizeitplanung – grundsätzlich – an schulischen Ereignissen auszurichten.

Das vorliegende Buch beschreibt die Schulsituation einseitig aus der Sicht der Lehrer. Die Autorin betrachtet sich weniger als Mutter denn als Lehrerin und ergreift Partei für ihre Kollegen. Das geht soweit, dass den Eltern untersagt wird, Kritik zu üben, während umgekehrt Eltern und Kinder alles klaglos zu schlucken haben. Es wird sogar gejammert über die ‚bösen Eltern’, die es wagen aufzumucken. Die unterschwellige Drohung, dass der Lehrer letztlich am längeren Hebel sitzt, schwingt mit.

Nebenbei werden zahlreiche Anekdoten erzählt – die Autorin schreibt auch Glossen für diverse Zeitungen -, bei denen peinliche Stilblüten aus Kindermund und kuriose Begebenheiten wiedergegeben werden. So empfindlich wie die Lehrer selber sind, gegenüber den Kindern, wenn diese in Fettnäpfchen tappen, wird kein Feingefühl gezeigt.

Das Buch hat Unterhaltungswert, wenn man den Humor von Sendungen wie „Versteckte Kamera“ mag, aber sachliche Informationen kann man ihm nicht entnehmen. Es wirbt für Verständnis für den Standpunkt der Lehrer und ihre Probleme – die Belange der Kinder scheinen zweitrangig. Man erfährt viel mehr aus Gesprächen mit anderen Eltern und aus Ratgebern, die um Neutralität bemüht sind. Die eigenen Erfahrungen bleiben einem dennoch nicht erspart.

Egal, wie viele Bücher dieser Art man gelesen hat oder wie viele Kinder man schon einschulte, mit jedem Schüler und jedem neuen Lehrer geht für Eltern das Sammeln von Erfahrungen wieder von vorne los… (IS)

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Das ganz normale Schulchaos: Ein Elternratgeber

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BÜCHERPREISRÄTSEL:
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www.buchrezicenter.de veranstaltete  in Zusammenarbeit mit dem obengenannten Verlag dieses Preisrätsel, bei dem wir drei Fragen zum Umfeld des Preistitels gestellt haben, die richtig beantwortet werden mussten.

Die jeweiligen Gewinne wurden anschliessend direkt an die angegebenen Adressen der Gewinner verschickt!

Wir danken dem obengenannten Verlag als Sponsor herzlich für die zur Verfügung gestellten Preisrätseltitel! Und bedanken uns auch bei unseren Mitspielern für Ihr reges Interesse!

Die Gewinner der Preisrätseltitel:

1. Martina Höpfner
2. Manfred Gollmann
3. Louisa Beck

Der Rechtsweg war wie immer ausgeschlossen!
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