Die Prätorianer – Folterknechte oder Elitetruppe?

Pogorzelski, Ritchie
Die Prätorianer – Folterknechte oder Elitetruppe?

Nünnerich-Asmus Verlag & Media, Mainz am Rhein, 2014
ISBN 978-3-943-90424-6
Geschichte, Römer, Archäologie
Hardcover
Umfang 152 Seiten
60 farbige Abbildungen
Titelbild: Ausschnitt aus dem Cancelleria-Relief A

www.na-verlag.de

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Die Frage im Titel kann man schon nach wenigen Seiten mit einem entschiedenen Jein beantworten. Denn auch für die Prätorianer gilt, dass man sich vor Pauschalisierungen hüten sollte. Überhaupt hatte und hat die allgemeine Öffentlichkeit wohl ein eher Hollywood geschuldetes – und damit teilweise falsches und irreführendes – Bild dieser römischen Elitetruppe. Doch eins nach dem anderen.

Das, was mich eigentlich auf diesen Titel hat aufmerksam werden lassen, war die farbige Darstellung auf dem Buchcover. So hatte ich das noch nie bei antik-römischen Darstellungen gesehen. Meine ersten Gedanken waren: „Das ist ein Schulbuch“ oder „Das ist ein Jugendbuch“. Aber weit gefehlt. „Die Prätorianer“ ist ein fundiertes und in manchen Erkenntnissen sogar überraschendes Werk, das sich detailliert und seriös mit diesen Gardesoldaten beschäftigt. Die Farben der dargestellten – sonst fast immer sand- und stein-farbenen – Reliefs sind nicht wahllos verwendet worden, sondern aufgrund mikroskopischer Pigmentreste auf besagten Reliefs, von zahlreichen Wandmalereien und Mosaiken, sowie den (spärlichen) Hinweisen literarischer Dokumente entnommen.

Klar und übersichtlich strukturiert findet man zu Beginn Kapitel zu den Aufgaben, der Organisation, der Ausrüstung, der Ausbildung, der Bezahlung und den Rängen innerhalb der Prätorianer.

Im anschließenden Hauptteil des Buches erfahren wir – unterteilt in 4 Kapitel vom 1. bis zum 4. Jhd. – die unterschiedlichen Formen der Prätorianergarde. Denn nicht nur die zeitliche Entwicklung veränderte ihre Aufgaben, Ausrüstung, Größe und Struktur, sondern maßgeblich die aktuell amtierenden Kaiser. Es stimmt, dass eine Handvoll Kaiser von ihrer eigenen Schutzeinheit ermordet wurden, der überwiegende Teil der Kaiser konnte sich aber ihrer absoluten Treue erfreuen.

Über 350 Jahre waren die Prätorianer oft genug das Zünglein an der Waage, sowohl im Krieg als auch in der Politik. Wer das antike Rom, die römischen Kaiser und ihr Wirken – im Guten wie im Schlechten – verstehen will, kommt um „Die Prätorianer“ nicht herum.

Copyright © 2015 by Werner Karl

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