Einmal bis ans Ende der Welt – Legendäre Entdecker und ihre abenteuerlichen Geschichten

Günther Wessel
Einmal bis ans Ende der Welt – Legendäre Entdecker und ihre abenteuerlichen Geschichten

(sfbentry)
Arena
ISBN: 978-3-401-06653-0
Kinder & Jugend, Sachbuch, Bildung
Erschienen: 01.2014
ca. 224 S., Mit Fotos, 2-farbig – 20,9 x 14,8 cm
Paperback

www.arena-verlag.de

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Der Autor

Günther Wessel war schon als Kind von alten Reiseberichten fasziniert. Später entdeckte er seine Reiselust. Er fuhr durch Asien und Südamerika, lebte in den USA und im europäischen Ausland, schrieb Reiseführer und Biographien und arbeitet heute als Radiojournalist und Sachbuchautor in Berlin. Er ist verheiratet und hat zwei tolle Kinder.
(Quelle: Arena Verlag)

Das Buch

Ferne Länder, fremde Kulturen, stürmische Ozeane, endlose Wüsten aus Sand oder Eis – Entdeckungsreisen sind Abenteuer pur, vor allem für die vom Verlag angegebene Zielgruppe ab 12 Jahren.

“Einmal bis ans Ende der Welt” gliedert sich in fünf Kapitel, die 16 Porträts von Entdeckungsreisenden sowohl zeitlich als auch thematisch zusammenfassen. Im ersten Kapitel finden sich dabei einerseits Wagemutige, die auf der Suche nach einer neuen Heimat in bis dahin unbekannte Länder vordrangen, wie Leif Eriksson, der als einer der ersten den amerikanischen Kontinent betreten hat; andererseits Händler wie Marco Polo, der nach vielen Jahren Abwesenheit mit den unglaublichsten Geschichten aus dem fernen China nach Venedig, seiner Heimat, zurückkehrte. Die beiden folgenden Kapitel beschreiben zwei der wohl bekanntesten Episoden aus der Geschichte der Entdeckungsreisen: zum einen die Suche nach einer direkteren und billigeren Möglichkeit, an die heiß begehrten Gewürze aus Indien zu kommen, die die Portugiesen Mitte des 15. Jahrhunderts dazu trieb, einen Seeweg um die Südspitze Afrikas nach Indien zu suchen, und die Spanier, die es ihnen gleichtun wollten, allerdings den vermeintlich kürzeren Weg nach Westen rund um den Erdball einschlugen. Mit letzterem Vorstoß war der Grundstein für die Eroberung Amerikas durch Cortéz, Pizarro und andere gelegt, die im dritten Kapitel beschrieben wird. Durch die weißen Flecken des schwarzen Kontinents geht es im vierten Kapitel: zu den Quellen des Nil und nach Timbuktu, der sagenumwobenen Stadt am Südrand der Sahara. Das letzte Kapitel schildert Reisen in die wohl unwirtlichsten und – zumindest für Menschen – lebensfeindlichsten Gegenden unseres Planeten: Robert Pearys Expedition zum Nordpol, die Erstbesteigung des Mount Everest durch Edmund Hillary, sowie der einmalige Tauchgang zur tiefsten Stelle der Ozeane von Jacques Piccard.

Damit die einzelnen Porträts nicht im luftleeren Raum schweben, ist jedem Kapitel einen Zusammenfassung der Ereignisse vorangestellt. Dabei kommen sowohl die gesellschaftlichen Bedingungen und der politische Kontext, als auch die persönlichen Beweggründe der agierenden Personen zur Sprache. Besonders für die jugendliche Zielgruppe sind diese auf wenige Seiten gerafften und flüssig erzählten Darstellungen zugeschnitten. Dann führt ein Stück packende Prosa jeweils in das Geschehen ein: Christoph Kolumbus, dessen Mannschaft keinen Hehl aus ihrer Unzufriedenheit mehr macht, da immer noch nicht das versprochene und lang ersehnte Land in Sicht kommt, gibt starrköpfig den Befehl weiterzusegeln, wobei er akribisch die falschen Positionen im Logbuch vermerkt, während die exakten einem geheimen Buch niedergeschrieben werden; oder Jacques Piccard, der zusammen mit Don Walsh im Tauchboot “Trieste” trotz vom Wasserdruck knackender Scheiben, trotz der klammen Kälte knapp über dem Gefrierpunkt und der abgerissenen Funkverbindung nur einen Weg kennt: ganz nach unten zum tiefsten Punkt des Mariannengrabens. Kleine Anekdoten, die genau die richtige Spannung erzeugen, wenn der Autor danach die ganze Geschichte der Reise oder der Expedition ausbreitet.

Bilder, Illustrationen, Karten und immer wieder eingestreute übersetzte Auszüge aus den originalen Berichten beleben die Erzählung zusätzlich. Dabei wirkt das Buch an keiner Stelle überfrachtet mit Bildmaterial, was der guten Lesbarkeit und der Übersicht zugute kommt. Die Karten geben einen guten Überblick über die meisten Routen (nicht alle sind verzeichnet), wenn auch nicht immer jeder Fluss oder jedes Etappenziel deutlich zu erkennen ist. Dazu sind die Darstellungen teilweise zu grob. Die den Porträts angehängten übersichtlichen Zeittafeln verschaffen den jungen Lesern den nötigen zeitlichen Überblick, versorgen ihn mit Lebens- und Ereignisdaten und helfen insbesondere beim Nachschlagen. Ein Sach- oder ein Personenregister sucht man jedoch vergeblich.

Fazit

“Einmal bis ans Ende der Welt” bietet für Jugendliche ab 12 Jahren eine informative und spannende Auswahl aus fast zweieinhalb Jahrtausenden Entdeckungsgeschichte.

Copyright © 2014 by Michael Bahner

Titel erhältlich bei Amazon.de
Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de
Titel erhältlich bei eBook.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.