Folter, Pranger. Scheiterhaufen – Die Rechtsprechung im Mittelalter

Wolfgang Schild
Folter, Pranger. Scheiterhaufen – Die Rechtsprechung im Mittelalter

Bassermann Verlag
ISBN 978-3-8094-8010-5
Bildung
Erschienen 2010
Umschlagbild
Umschlaggestaltung Atelier Versen, Bad Aibling
Layout Thomas Holzner
Umfang 192 Seiten

www.bassermann-verlag.de

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Autorenporträt

Wolfgang Schild, geboren 1946 in Wien, ist Jurist und Rechtswissenschaftler, der seit 1977 an der Universität Bielefeld den Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie inne hat. Von 1990 bis 1993 war er Mitglied der Gründungskommission der Juristenfakultät der Universität Leipzig und ist seither am dortigen Institut Lehrbeauftragter. Zudem lehrt er als Dozent an der Senioren-Universität Bad Meinberg.

Er hat zahlreiche Arbeiten zur Strafrechtsdogmatik, Rechtsphilosophie, Strafrechtsgeschichte, Rechtsikonologie sowie Recht und Kunst veröffentlicht. Ein Schwerpunkt seiner Publikationen liegt auf Forschungen zum Mittelalter und zur frühen Neuzeit sowie zur Hexenverfolgung.

Inhalt & Fazit

Mit dem Titel “Folter, Pranger. Scheiterhaufen – Die Rechtsprechung im Mittelalter” erhält man ein umfassendes zum Thema Recht im Mittelalter. Untergliedert ist das Werk in fünf große Kapitel, die jeweils noch in Unterkapitel unterteilt wurden. Das Buch beginnt mit dem Kapitel “Das christlich-religiöse Rechtsverständnis” indem einem das Denken der damaligen Zeit näher gebracht wird. So wird über den rechtlichen und den richtenden Gott referiert, der Gottesfrieden und die Gottesurteile dargestellt. Auch der Teufel findet seinen Platz in diesem Kapitel. Daran angeschlossen wird ein Kapitel zum lebenspraktischen Recht, welches sehr ausführlich auf die Öffentlichkeit der Rechtssprechung. Erst dann wird das rechtliche Verfahren vom Autor aufgerollt. In diesem Rahmen wird auch auf den Musterprozess eingegangen. Danach widmet man sich den Missetäter die in verschiedenen Unterkapiteln vorgestellt werden. Zum krönenden Abschluss beschäftigt sich das Buch dann mit den unterschiedlichen Strafen, die im Mittelalter verhängt wurden.

Besonders beeindruckend waren die vielen verschiedenen Bilddokumente innerhalb des Bandes, die einem das Denken dieser Zeit gut widerspiegeln konnten. Eingebunden innerhalb des Textes waren viele verschiedene Zitate aus den unterschiedlichsten Rechtsquellen, die die Aussagen des Buches untermauerten. Somit informiert das Buch sehr ausführlich über das damalige Recht. Für mich ging aber auf diesem Wege etwas die Lesbarkeit verloren. Ich musste mich doch sehr durch die einzelnen Kapitel kämpfen. Das Buch dürfte für Geschichtsfans sehr ansprechend sein und auch für Sympathisanten der Juristerei. Für mich war es insgesamt nichts, auch wenn ich die vielen schönen Bilder sehr beeindruckend fand.

Kurz um: Ein Buch für jedermann, der gerne wissenschaftlich fundierte Texte liest.

Copyright © 2014 by Yvonne Rheinganz

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