Kuypers: Klassische Mechanik

Friedhelm Kuypers
Klassische Mechanik

Wiley VCH Verlag GmbH
ISBN: 978-3527339600
Lehrbuch, Bildung
10. Auflage April 2016
699 Seiten; 244 x 169 mm
Kartoniert

wiley-vch.de

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Friedhelm Kuypers unterrichtet seit 1986 Physik und Technische Mechanik für Ingenieure und Naturwissenschaftler an der FH Regensburg. In seinen Vorlesungen legt er großen Wert auf Veranschaulichungen und hebt die Anwendungen physikalischer Gesetze in Technik und Alltag hervor.
(Quelle: Wiley VCH Verlag)

„Klassische Mechanik“ von Friedhelm Kuypers fühlt sich an wie ein Standardwerk der theoretischen Physik, und da es bereits in der 10. Auflage erscheint, ist es naheliegend anzunehmen, dass es beliebt und oft als Lehrbuch empfohlen wird. Anschließend an das Vorwort zeigt eine anschauliche Übersichtsgrafik alle im Buch enthaltenen Kapitel, wie diese aufeinander aufbauen und welche davon essenziell sind oder gegebenenfalls optional gelesen werden können. Während die Newtonsche Mechanik auf etwa 40 Seiten sehr zügig abgehandelt wird, nehmen die Lagrangesche und Hamiltonsche Mechanik verständlicherweise immer mehr Raum in Anspruch. Sie benötigen einerseits zwar mehr Einarbeitung, sind andererseits jedoch um einiges mächtiger als die Newtonsche Mechanik. In einem großen Anwendungsteil werden spezielle Probleme (u.a. Zentralkraftbewegungen, starrer Körper, Schwingungen) mit Hilfe der vorher erarbeiteten Werkzeuge und Formalismen (Newton und Lagrange) ausführlich gelöst. Nach den Anwendungen kommt die Hamiltonsche Mechanik mit dem Übergang zur Quantenmechanik und schließlich die Relativistische Mechanik.

Man sollte schon gute mathematische Kenntnisse mitbringen, um mit dem Buch arbeiten zu können; Vektorrechnung, Integral- und Differenzialrechnung sind Pflicht, darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn mit Fourieranalyse, Taylorreihen u.ä. etwas anfangen kann. Es bietet sich also nicht an, dieses Buch zum Erlernen der Mechanik von Grund auf zu benutzen, ohne die zugehörige Mathematik zu beherrschen. Studienbegleitend, zum Lernen auf Prüfungen oder zur Wiederholung ist es vor allem wegen seiner vielen Aufgaben und des ausführlichen Lösungsteils (über 200 Seiten) sehr empfehlenswert. Die Erklärungen mit Herleitungen, sowie den (schwarzweißen) Grafiken und Schaubildern sind gut verständlich, und sowohl inhaltlich als auch optisch macht es einen sehr übersichtlichen und aufgeräumten Eindruck.

Sicher gibt es Mechanik-Bücher, die mehr motivieren, die optisch und von der Auswahl der Anwendungen her faszinierender sind, oder andere, die den Leser mit viel Prosa tief in die Welt der Physik entführen und ihm fortwährende Faszination für dieses Fach bescheren, wie die „Feynman-Vorlesungen“. Aber jene haben andere Zielgruppen, oder decken nicht all die Teilbereiche ab wie die vorliegende „Klassische Mechanik“ von Friedhelm Kuypers. Darüber hinaus erhält man noch Zugang zu „Mechnicus“, einem Programm, das mit einer MATLAB-Runtime läuft, mit dem etliche Beispiele aus dem Buch berechnet, Grafen gezeichnet oder Animationen erstellt werden können.

Copyright © 2016 by Michael Bahner

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