Wege zu den Kelten

Thomas F. Klein
Wege zu den Kelten
100 Reisen in die Vergangenheit: Schätze, Kunst, Kultorte

Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt/Mainz, 05/2013
PB, Sachbuch, Archäologie & Geschichte, Architektur & Kunst, Reise
ISBN 978-3-8053-4553-8
Titelgestaltung von Erika Dittrich, Friedrichsdorf/Ilka Schmidt, Verlag Philipp von Zabern, Darmstadt
240 farbige Abbildungen im Innenteil aus verschiedenen Quellen

www.zabern.de

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Die Kelten gehören zu den Völkern, über die bloß wenig bekannt ist, da aus von ihnen keine schriftlichen Überlieferungen vorliegen und man sich bloß auf die Quellen anderer verlassen kann, die mit Vorsicht zu genießen sind. Seit etwa 50 Jahren konnte die Forschung eine Vielzahl an Erkenntnissen gewinnen, dank überraschender Funde und neuen Untersuchungsmethoden, die so manche frühere Theorie ad absurdum führten. Lange Zeit setzte man die Kelten mit den Galliern bzw. den linksrheinischen Stämmen gleich, während man die rechtsrheinischen Gebiete den Germanen zuordnete. Inzwischen weiß man, dass die Kelten sich viel weiter nach Südosten ausgebreitet hatten, als zunächst angenommen wurde, und wohl auch eine Vermischung stattgefunden hat. Erwiesen ist außerdem, dass ihre Kultur sehr viel weiter entwickelt war, auch aufgrund der Handelsbeziehungen zu den mediterranen und kleinasiatischen Völkern, als man es den Bewohnern nördlich der Alpen hatte zugestehen wollen.

Noch immer ranken sich viele Rätsel um die Kelten, die einige Zeit nach ihrer Romanisierung urplötzlich verschwanden. „Wege zu den Kelten“ bietet einen kleinen Einblick in den aktuellen Stand der Forschung, weist auf sehenswerte Ortschaften mit keltischen Grabungsstätten und Fundstücken hin, mit einem Schwerpunkt auf Deutschland und unter Berücksichtigung von Österreich, der Schweiz und Frankreich.

Sehr schön ist, dass sich das Buch nach Regionen (z. B. Donau- und Altmühltal, Schwäbische Alb, Mittelrhein und Osteifel) gliedert, so dass man als interessierter Leser vermutlich der heimischen Gegend und den angrenzenden Gebieten bei der Lektüre den Vorrang einräumt, schließlich ist ein Tagestripp an eine sehenswerte Stätte schnell geplant. Doch auch darüber hinaus lohnt es sich, das Buch aufmerksam zu studieren, da viele reizvolle Ausflugsziele beschrieben werden: schöne Landschaften mit Wällen und Gräbern, malerische Ortschaften mit den Überresten alter Monumente, faszinierende Ausgrabungsstätten und andere Relikte, Ausstellungen in Museen, Keltenlehrpfade zum Wandern usw.

Fast auf jeder Seite findet sich dazu wenigstens eine passende und knapp erklärte Abbildung, die mindestens Kreditkartenformat hat und bis etwa eine halbe Seite belegen kann. In einem blauen Kasten sind einige spezielle Zusatzinformationen zu Anreise, Parkplatz, Unterbringung, Museen (Öffnungszeiten), Lehrpfaden usw. genannt, gemäß zeitgenössischer Ansprüche fast immer mit URL. Die Texte sind auch für Laien verständlich geschrieben. Das macht deutlich, dass sich „Wege zu den Kelten“ nicht ausschließlich an das Fachpublikum wendet, sondern auch die Allgemeinheit ansprechen will, beispielsweise Schulklassen, Familien mit Kindern, Bildungsreisende.

Alles in allem ist „Wege zu den Kelten“ ein sehr schöner, informativer (Bild-) Band, der die Neugierde zu wecken vermag, so dass man gern einige der genannten Orte als Ausflugsziel ins Auge fasst, um sich an malerischen Stätten und reizvollen Funden zu erfreuen.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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