Die Beatles – Die einzige autorisierte Biografie

Hunter Davies
Die Beatles – Die einzige autorisierte Biografie

(sfbentry)
Originaltitel: The Beatles (2002)
Verlag: Hannibal
ISBN: 978-3-85445-089-4
Sachbuch, Bio- & Autobiografien, Kunst & Kultur, Musik
Erschienen: 2011
Übersetzer: Werner v. Grünau und Peter Hiess
Übersetzer des Vorworts 2002: Kirsten Borchardt
Umfang: Broschur, Format 22,6 x 17 cm; 480 Seiten mit 150 s/w Fotos

www.hannibal-verlag.de

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Zum Autor

„Hunter Davies wurde 1936 in Schottland geboren. Während seines Studiums erwachte sein Interesse für den Journalismus, seit 1958 war er für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften tätig sowie Autor mehrerer Bücher über Musik.“
(Text des Backcovers)

Buch und Fazit

Die vorliegende Ausgabe enthält die Version von 2002. Der ursprüngliche Text von 1968 ist vollständig enthalten und wurde in den Jahren 1985 um ein Nachwort, sowie 1992 und 2002 um jeweils ein Vorwort erweitert. In den Vorworten und im Postskriptum ließ der Autor all das einfließen, was sich bis dato im Leben und Werk der einzelnen Bandmitglieder ereignet hatte.

Wer kennt sie nicht, die Fab Four, die adretten Jungs aus Liverpool: den „coolen“ John (Lennon), den „smarten“ Paul (McCartney), den „netten“ George (Harrison) und den „witzigen“ Ringo (Starr)? Wer hat nicht irgendwann eine ihrer gefühlvollen Balladen wie „Yesterday“ oder „Let it be“ gehört oder die heißen Rhythmen von „Get Back“ und „Sergeant Pepper’s …“? Bekannt sind sie praktisch jedem. Kein Wunder, die Beatles ist eine der erfolgreichsten Musikgruppen der Welt, und die Zahl ihrer Fans reißt nicht ab, seit über vierzig Jahren.

Wer sind sie aber wirklich, wie sind sie aufgewachsen und wie – was viel interessanter ist -, sind sie zur Musik gekommen, was treibt sie an?

Hunter Davies Biografie beinhaltet die Lebensläufe aller Mitglieder der Gruppe, sowie die ihres Managers und Wegbegleiters Brain Epstein. Er beleuchtet die Umstände, unter denen sie aufgewachsen sind, lässt deren Verwandte und sie selbst zu Wort kommen, verliert dabei aber nie die Musik aus dem Auge. Über ihre ersten Auftritte in kleinen, teils privaten Clubs in Liverpool und dann in Hamburg wird ebenso berichtet wie über ihre späteren Tourneen in die USA und schließlich auch über den Hype, die so genannte Beatlemania, den ihre Musik ausgelöst hat – und nicht zuletzt sie selbst.

Ist das Buch nur eine weitere Biografie, eine neue Zusammenstellung der Lebensdaten der Beatles? Nein. Sie ist, beziehungsweise war bei ihrem ersten Erscheinen 1968 das erste und einzige Buch über die Beatles und die einzige von den Beatles autorisierte Biografie.

Da der Autor die Unterstützung aller Bandmitglieder hatte, hatte er Gelegenheit, deren Eltern und Verwandte zu besuchen und zu interviewen. Und genau das ist das Besondere an diesem Buch. Zwei Jahre lang, von 1966 bis 1968 recherchierte er, besuchte sie zu Hause, durfte sie beim Komponieren ihrer Lieder beobachten und sie ins Studio zu den Aufnahmen begleiten. Auf diese Weise entstand ein teilweise überaus authentisches Zeitdokument. In seinen Anekdoten nimmt sich der Autor völlig zurück, so, als wäre er nur ein stiller Beobachter gewesen. Nach eigenen Aussagen war er das auch gewesen, da ihn die Beatles sonst nie bei sich oder ihrer Arbeit geduldet hätten. Es wird viel Persönliches preisgegeben, und meistens überlässt er die Antworten den Protagonisten selbst. Die Collage, die dabei entsteht, wirkt in ihrer Vielfältigkeit äußerst lebendig, nicht zuletzt wegen der verschiedenen Sichtweisen, die die betroffenen Personen dabei haben.

Im Anhang befinden sich unter anderem noch eine Liste englischsprachiger Literatur und eine Diskografie, aber bedauerlicherweise weder Personen- noch Sachregister.

Wo so viel Licht ist, gibt es leider auch Schatten – im wahrsten Sinne des Wortes. Die zahlreichen Schwarz-weiß-Abbildungen sind bestenfalls von mäßiger Qualität, viel zu dunkel und kontrastarm; Zeitungsartikel, Briefe und andere Dokumente lassen sich, wenn überhaupt, nur sehr schlecht entziffern. Auch die Papierqualität lässt zu wünschen übrig und das damit verbundene leicht unscharfe Schriftbild. Das alles sind Mankos, die mir unverständlich sind und meiner Meinung nach schon längst hätten beseitigt werden müssen. Die Beatles und vor allem deren Fans hätten in dieser Hinsicht Besseres verdient.

Abgesehen jedoch davon steht mein Fazit fest: „Die Beatles – die einzige autorisierte Biografie“ hat etwas und ist etwas: ein „Must Have“ für jeden Beatles-Fan.

Copyright © 2011 by Michael Bahner

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