3-2-1-Liebe 1

3-2-1-liebe-1Kanan Minami
3-2-1-Liebe 1

Kyou kou wo hajimemasu, Japan, 2008
Tokyopop, Hamburg, 7/2009
TB, Manga, Romance, Drama
ISBN 9783867197144
Titelillustration und Zeichnungen von Kanan Minami
Aus dem Japanischen von Alexandra Keerl

www.tokyopop.de
http://aquarich.blog41.fc2.com/

Nach einer längeren Pause startet mit „3-2-1-Liebe“ eine neue Reihe der Mangaka Kanan Minami, vor der bereits die Titel „Rhapsody in Heaven“ „Honey x Honey Drops“ und „Gib mir Liebe“ erschienen. In allen geht es darum, dass ein junges und noch unschuldiges Mädchen die Liebe für sich entdeckt, sei es nun sehr leidenschaftlich oder erst einmal mehr romantisch. Tsubaki ist ein Naturtalent, was das Flechten und Formen von Frisuren für andere angeht. Davon profitiert vor allem ihre jüngere Schwester, die noch die Mittelschule besucht und sich gerne von ihren Freundinnen beneiden lässt. Selbst aber zieht Tsubaki zwei schlichte Zöpfe vor, die sie wie ein Landei und noch sehr kindlich wirken lassen, obwohl sie die Mittelschule gerade hinter sich gelassen hat.

So taucht sie auch am ersten Tag in der neuen Highschool mit ihrer altertümlichen Frisur auf und erntet mehr oder weniger nur Spott, was sie nicht verstehen kann. Aber auch der Mädchenschwarm Kyota wird so auf sie aufmerksam, erscheint sie ihm doch gerade durch ihre zur Schau getragene Unsicherheit und Kindlichkeit als lohnende Beute. So bedrängt er sie – was bei Tsubaki zu einer verblüffenden Reaktion führt. Ehe er sich versieht, verpasst sie ihn eine neue Frisur. Damit zeigt sie, dass sie doch nicht so von gestern ist, wie befürchtet. Und er erinnert sich an ihre Fähigkeiten, als sich die Klasse aktiv am nahenden Schulfest beteiligen soll. Denn wenn sie anbietet, andere zu frisieren, nimmt sie den anderen viele Sorgen ab… und kommt vielleicht auch ein wenig mehr aus sich heraus. Tatsächlich liegt er mit seiner Einschätzung richtig.

Wie in ihren anderen Titeln ist Kanan Minamis Heldin am Anfang ein wenig naiv und unsicher und wird geradezu von den dreisten Annäherungsversuchen des eher selbstbewussten Jungen überrannt. Immerhin erweist sich Tsubaki, als es darauf ankommt, als klug und überraschend, zeigt, dass sie doch nicht so dumm ist, wie sie vielleicht aussehen mag, was immerhin ein wenig Abwechslung bietet.

Dementsprechend entwickelt sich die Liebesgeschichte etwas langsamer als sonst, und es kommt im ersten Band gerade mal zu einem Kuss und ersten Berührungen, aber nicht gleich zum Sex. Alles in allem bietet das ein wenig Abwechslung zu den anderen Titeln der Mangaka, auch wenn jetzt schon abzusehen ist, dass sie ihrem Erfolgsrezept treu bleiben wird. So bietet „3-2-1 Liebe“ gegenüber „Rhapsody in Heaven“ & Co. zumindest etwas Neues und ist auch für die Leserinnen interessant, die es mögen, wenn sich die leidenschaftlichen Liebesgeschichten etwas langsamer entwickeln. (CS)

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3-2-1-Liebe 1

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