3-2-1-Liebe Teil 2

3-2-1-liebe-2Kanan Minami
3-2-1-Liebe Teil 2

Kyou kou wo hajimemasu, Japan, 2008
Tokyopop, Hamburg, 9/2009
TB, Manga, Romance, Drama
ISBN 9783867197151
Titelillustration und Zeichnungen von Kanan Minami
Aus dem Japanischen von Alexandra Keerl

www.tokyopop.de
http://aquarich.blog41.fc2.com/

In „3-2-1-Liebe“ von Kanan Minami geht es – wie auch in ihren anderen Titeln – darum, dass ein junges und noch unschuldiges Mädchen die leidenschaftliche Liebe für sich entdeckt. Auf der neuen Highschool ist die schüchterne Tsubaki inzwischen zu einer Lachnummer geworden. Auch wenn sie bei den anderen ein Naturtalent ist, was das Flechten und Gestalten von Frisuren angeht, wenn es andere betrifft, trägt sie selber nur schlichte Zöpfe und sieht dabei in der schlecht sitzenden Schuluniform wie ein hinterwäldlerisches Landei aus. Da sie sich auch noch bemüht, in der Schule gut zu sein, hat sie schnell einen entsprechenden Ruf weg.

Deshalb ist es umso verwunderlicher, dass sich Mädchenschwarm Kyota für sie interessiert. Allerdings hat er schon merken müssen, dass Tsubaki zwar dumm aussieht und sich leicht um den Finger wickeln lässt, aber trotzdem irgendwie ihre Prinzipien hat, denn sie weist ihn handgreiflich zurück, wenn er weiter gehen will, als sie nur zu umarmen und zu küssen. Dem Mädchen ist nun auch klar, dass er sie eigentlich bloß vernaschen will. Aus diesem Grund versucht sie, Abstand zu gewinnen. Aber jetzt, da sie einmal von den süßen Früchten der Leidenschaft gekostet hat, kann sie ihn nicht mehr vergessen, auch wenn er sie mehrfach enttäuscht, weil sie ihn mit einer anderen im Klassenzimmer entdeckt und nicht verteidigt, als die anderen sie hänseln. Und dann wird auch noch ihre kecke kleine Schwester auf Kyota aufmerksam…

Immerhin beweist Tsubaki, anders als die anderen Heldinnen der Mangaka, erst einmal noch Rückgrat und lässt sich nicht von ihrem männlichen Widerpart so beeindrucken, dass sie sich ihm schon beim ersten Mal hingibt. So ist auch der zweite Band dem Katz’ und Maus–Spiel zwischen den beiden gewidmet. Alles andere ist nicht unbedingt neu, denn der junge Mann lässt auch weiterhin erst einmal nichts anbrennen und genießt die Aufmerksamkeit der Mitschülerinnen, und die junge Protagonistin merkt trotz allen Widerstandes, dass auch sie mehr als nur ein flüchtiges Küsschen möchte. So entwickeln sich die beiden langsam aufeinander zu, was natürlich in diesem Band auch noch mit einem gehörigen Schuss Eifersucht und der Tatsache, dass die eigene Schwester zur Rivalin wird, gewürzt ist.

Dennoch bietet die Geschichte ein wenig Abwechslung zu den anderen Serien der Mangaka, da sie sich auch weiterhin Zeit lässt, das Pärchen zusammen zu bringen. „3-2-1 Liebe“ ist damit vor allem für die Leserinnen interessant, die es lieber mögen, wenn sich die leidenschaftlichen Liebesgeschichten zwischen Mann und Frau langsamer und glaubwürdig entwickeln und nicht sofort im Bett enden.

Christel Scheja (CS)

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