30 Days of Night

Tim Lebbon
30 Days of Night, USA, 2007

Basierend auf dem Drehbuch von Steve Niles, Stuart Beattie & Brian Nelson zum gleichnamigen Film und der Comicreihe von Steve Niles & Ben Templesmith
„30 Days of Night“ und alle Abbildungen sind Eigentum von Columbia Pictures Industries Inc.
Panini Books, Stuttgart, 1. Auflage: 8/2007
TB, Horror, Splatter, 978-3-8322-1641-1, 284/995
Aus dem Amerikanischen von Firouzeh Akhavan-Zandjani
Titelgestaltung von tab indivisuell, Stuttgart

www.paninicomics.de/videogame
www.30DaysOfNight.com
www.timlebbon.net

Wer Horror und Splatter schätzt, dem wird Tim Lebbon, ein britischer Genre-Autor, wohl kein Unbekannter sein, vorausgesetzt, man ist der Original-Lektüren nicht abgeneigt, denn „30 Days of Night“ ist sein erster Roman, der in deutscher Sprache erschienen ist. Panini hat sich des Titels angenommen, um Cineasten und Fans von Reihen und Oneshots wie „Resident Evil“ und „Dawn of the Dead“ ein weiteres Bonbon anbieten zu können.

Wenn für einen Monat der Polarwinter die Landschaft in ewige Dunkelheit taucht, verlassen die meisten Bewohner des abgelegenen Nests Barrow/Alaska ihre Heimstätten, um an angenehmeren Orten die Zeit zu verbringen. Nur wenige harren aus und kümmern sich um die verwaiste Stadt.

Unerwartet taucht ein Fremder auf, der offensichtlich Ärger sucht. Seine kryptischen Bemerkungen, dass da draußen in der Dunkelheit etwas nach Barrow unterwegs sei, schürt die Sorge der Verbliebenen, denn in den vergangenen Tagen häuften sich mysteriöse Vorkommnisse.

Und dann sind sie auch schon da: Wesen, die sich von Menschenfleisch und Blut ernähren und jeden töten, der sich ihnen in den Weg stellt. Die wenigen, die der Meute entkommen konnten, verschanzen sich unter der Führung des Deputys Eben Oleson in einem der Häuser. Werden sie die dreißig Tage Finsternis überstehen können?

„30 Days of Night“ ist so aufgebaut, wie man es von Filmen und Romanen kennt, die auf Schockeffekte setzen.

Nach einigen Vorzeichen, die Schlimmes ahnen lassen, lernt man das örtliche Idyll und die Hauptfiguren kennen. Es dauert nicht lange, bis das Grauen über die hilflosen Menschen hereinbricht, die sich mit etwas konfrontiert sehen, das sie nicht kennen, das ihnen überlegen ist und das sich kaum töten lässt. Sogar die Natur scheint gegen die Gejagten zu sein, denn es ist dunkel, eisig, die Versorgungsmöglichkeiten und Verstecke sind begrenzt, ein Entkommen aus der verschneiten Einöde gibt es nicht.

Natürlich führen das Zusammenleben auf engstem Raum und die Angst zu Konflikten, die für alle die Situation weiter komplizieren. So mancher will auf eigene Faust etwas unternehmen, was die Gefahr einer Entdeckung erhöht. Die blutrünstigen Kreaturen sind nicht dumm und wissen, wie die Menschen aus ihren Verstecken zu locken sind. Immer wieder tappt jemand in eine solche Falle oder bricht die Regeln der Gruppe und muss dafür bezahlen. Vermeidbare und heldenhafte Opfer wechseln einander ab.

Schließlich sind die dreißig Tage beinahe um, und es kommt zum großen Showdown zwischen dem Deputy, der einiges über die Feinde hat herausfinden können, und deren Anführer…

Wirklich Neues bietet dieser Roman nicht. Man kennt die Versatzstücke aus ähnlichen Filmen, Büchern und Comics, so dass es keinerlei Überraschungen gibt. Zwar nimmt man Anteil an den Schicksalen – deswegen werden selbst die winzigsten Rollen mit Namen versehen, und man darf einen kleinen Blick auf die Hoffnungen und Kümmernisse der Protagonisten werfen -, doch ist einem von Anfang an klar, dass bloß wenigen aus der Gruppe das Überleben vergönnt sein wird.

Das Blut fließt reichlich, es wird gemetzelt, gemetzelt, gemetzelt… Und das ist die eigentliche Handlung, wie sie von Splatter-Fans gewünscht wird. Das Drumherum ist eher nebensächlich. Es wird auch nicht weiter verraten, woher die Vampire, die mehr Ähnlichkeit zu den kanadischen/nordamerikanischen Wendigos als zu den klassischen Blutsaugern aufweisen, stammen, wo sie sich bisher verborgen hielten, warum keine anderen Fälle wie dieser bekannt wurden und welche Ziele ihr Anführer (außer töten, fressen, trinken, das Rudel überschaubar halten) verfolgt.

Einen ausgefeilten Hintergrund und Logik darf man ebenso wenig erwarten wie Charaktere, die über bloße Schablonen hinausgehen. Die Figuren erfüllen im Rahmen des Gemetzels ihre Rollen, die Handlung ist so düster und blutig rot, wie es das Cover verspricht – womit die Bedürfnisse der Splatter-Freunde vollauf erfüllt sind. Wer mehr erwartet, sollte lieber die Finger von diesem Titel bzw. grundsätzlich von Splatter lassen. (IS)

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30 Days of Night, Roman zum Film
30 Days of Night. Band 2: Die Legende der Untoten

BEENDETES BÜCHERPREISRÄTSEL:
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