Aishiteruze Baby ** 2

Yoko Maki
Aishiteruze Baby ** 2, Japan, 2002

Tokyopop, Hamburg, 12/2008
TB, Manga, Romance, 978-386719-514-0, 192/650
Aus dem Japanischen von Maria Römer

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Yoko Maki beschäftigt sich in ihren Geschichten gerne mit Verlust und der Überwindung von Trauer und Angst. Zwar ist in ihrer neusten Geschichte „Ashiteruze Baby **“ (noch) niemand gestorben, aber die fünfjährige Yuzuyu wird von ihrer Mutter im Stich gelassen, weil diese mit dem Stress nicht zurechtkommt und sich lieber auf einer langen Reise erholen will. Die Kleine kommt zu Verwandten, die sich bis auf weiteres um sie kümmern sollen.

Zu den Cousinen und Cousins gehört auch der siebzehnjährige Kippei Karakura, der in der Schule als Mädchenschwarm schlechthin gilt und diese Rolle auch noch genießt. Er ist selbst allerdings nur an der zurückhaltenden und reservierten Kokoro interessiert, weil sie ihn nicht anhimmelt und eher bewusst reserviert bleibt.

Zunächst ist Kippei nicht gerade begeistert davon, Kindermädchen für Yuzuyu zu spielen, weil die Eltern keine Zeit haben und er der Älteste ist, aber er revidiert seine Meinung recht schnell. Denn das kleine Mädchen ist nicht nur niedlich sondern einfach zum Liebhaben. Es nervt nicht wie andere Kinder in dem Alter und scheint irgendwie auch der Schlüssel zu Kokoros Herzen zu sein, denn in der Gegenwart von Yuzuyu blüht diese geradezu auf.

Bald schon erfährt Kippei auch, warum das so ist – denn seine Cousine und das Mädchen, das er gewinnen möchte, haben ein ähnliches Schicksal.
Zwischen dem fast erwachsenen jungen Mann und dem Kind entwickelt sich schon bald ein liebevolles Verhältnis, in dem Briefe der eigentlichen Mutter störend wirken. Und als die Kleine eines Tages auf dem Nachhauseweg einfach verschwindet, ist Kippei außer sich vor Sorge und setzt alle Hebel in Bewegung, um sie wieder zu finden.

Auch im zweiten Band geht die Beziehung zwischen Yuzuyu und Kippei nicht über ein ‚kleine Schwester – großer Bruder’-Verhältnis hinaus, wird aber umso intensiver, weil er begriffen hat, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen und wie stark Gefühle sein können. Dementsprechend aufmerksam und liebevoll wird er – auch gegenüber dem Mädchen, dass er liebt und das zahlt sich im zweiten Band erstmals auch richtig aus, da er sie so besser kennen lernt.

Yoko Maki erzählt ihre Geschichte durchweg warmherzig und sehr liebevoll. Immer wieder bindet sie dramatische Wendungen mit ein, die ein wenig Spannung mit sich bringen, konzentriert sich aber in erster Linie auf die familiären und romantischen Geschehnisse, die sie mit leichtem Strich zu Papier bringt und dabei anders erzählt als ihre Kollegen.

Gerade weil es nicht nur um die erste Liebe und Probleme in der Schule geht, bietet „Ashiteruze Baby **“ auch versierten Lesern, die es gerne sehr gefühlvoll mögen, gelungene Abwechslung von den Standards des Genres, die kleine Kinder meistens außer Acht lassen oder als Nervensägen darstellen. (CS)

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Aishiteruze Baby 02: Tokyopop Manga

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