Anatolia Story 16

Chie Shinohara
Anatolia Story 16

Sora wa Akai Kawa no Hotori, Vol. 16, Japan, 1999
EMA, Köln, 3/2009
TB, Manga, Fantasy, Romance, Drama, 978-3-7704-6999-4, 190/600
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

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Königinwitwe Nakia bedient sich einmal mehr des Schwarzen Wassers, um Menschen zu manipulieren, die Yuri und Kail nahe stehen. Der böse Plan geht auf, denn Yuri fällt in Uruhis Hände, nachdem ausgerechnet Rusafa ein Opfer des Zaubers wurde Kail nutzt nun seine Macht als König, um Yuri zu retten: Taucht sie nicht in Kürze auf, soll Nakia den Göttern geopfert werden, damit diese den Hethitern wieder wohl gesonnen sind und ihnen die verehrte Kriegsgöttin Yuri-Ishtar zurück senden. Als Nakia begreift, dass es Kail ernst meint, gibt sie nach.

Doch damit ist die Gefahr nicht vorbei. Uruhi, der herausgefunden hat, dass Rusafa unsterblich in Yuri verliebt ist, erlaubt ihm, mit der Gefangenen so zu verfahren, wie er will – und wer sich an einer Frau des Königs vergreift, wird mit dem Tod bestraft. Yuri muss um das Leben des treuen Freundes bangen, der nicht weiß, was er tut, während Nakia bereits die nächste Intrige einfädelt, um zu verhindern, dass Yuri die legitime Gemahlin Kails und damit die neue Königin wird…

Der 16. Band von „Anatolia Story“ setzt die Abenteuer der Schülerin Yuri, die durch Magie aus dem Japan der Gegenwart in das antike Reich der Hethiter versetzt wurde, nahtlos fort.

Zwei Jahre sind vergangen, und das Mädchen hat sich gegen eine Heimkehr und für ihre Liebe zu Kail, der nach dem Tod seines älteren Bruders den Thron bestiegen hat, entschieden. Längst ist sie zu einer wertvollen Beraterin und einer mutigen Truppenführerin aufgestiegen – und mehr: Kail will die Geliebte zu seiner rechtmäßigen Gemahlin und Königin machen, auch wenn sie keiner adligen Familie entstammt.

Noch immer versucht Königinwitwe Nakia, Kail ebenso zu verderben wie seinen Vater, dessen Hauptfrau und die anderen Thronfolger, doch ändert sie jetzt ihre Taktik.

Nicht länger benötigt sie Yuris Blut für einen Zauber, denn sie hat erkannt, dass es schon genügen würde, die beiden Liebenden zu trennen, um den jungen König zu brechen und das Reich ins Chaos zu stürzen. Zwar schlägt das Attentat auch diesmal wieder fehl, aber ihr vermeintliches Einlenken zwingt Yuri zu einem gefährlichen Schritt.

Natürlich müssen jene, die unter dem Bann des Schwarzen Wassers standen, die Konsequenzen tragen, denn selbst ein König kann nicht alle Gesetze missachten. Ferner wird angedeutet, dass Uruhi ein Geheimnis hütet, das ihn an Nakia bindet, so dass er ihr die Treue hält, obwohl sie ihn schon einmal hatte fallen lassen.

Und Ramses, der Yuri ebenfalls Gefühle entgegen bringt, ist nicht vergessen: Durch die eskalierende Situation in Ägypten könnte ein Krieg drohen.

So werden neue Fragen aufgeworfen und für die nächsten Konflikte die Weichen gestellt, damit die Serie nicht an Spannung verliert, schließlich sind Yuri und Kail endlich ein Paar, und das romantische Katz’ und Maus-Spiel entfällt. Andere Themen treten an diese Stelle. Man nimmt Anteil an Freud’ und Leid der sympathischen Protagonisten und hofft, dass ihre Gegenspieler die gerechte Strafe erhalten, bevor es noch mehr tragische Opfer zu beklagen gibt.

Der Titel spricht vor allem Leserinnen ab 13 Jahren an, die abenteuerlich-romantische Fantasy mögen und den Tod von Sympathieträgern verkraften können. Die Zeichnungen passen zum Inhalt der Geschichte, überzeugen aber vor allem durch die detailreichen Gewänder und Hintergründe. Wer Spaß an Serien wie „In A Distant Time“, „Fushigi Yuugi“ oder „Ab sofort Dämonenkönig!“ hat, sollte auch einen Blick in „Anatolia Story“ werfen. (IS)

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