Anatolia Story 27

Chie Shinohara
Anatolia Story 27

(sfbentry)
Sora wa Akai Kawa no Hotori 27, Japan, 2001
EMA, Köln, 01/2011
TB, Manga, Fantasy, History, Adventure, Romance, Drama
ISBN 978-3-7704-7315-1
Aus dem Japanischen von Claudia Peter

www.manganet.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Obwohl Königinwitwe Nakia für all ihre Verbrechen für schuldig befunden und eingekerkert wurde, gelingt ihr die Flucht. Vergeblich suchen die Wachen nach Spuren und sichern die Quellen Hattushas, damit Nakia sie nicht benutzen kann, um gegen Yuri, die Kails Frau und Königin werden soll, Magie zu wirken. Allerdings kennt Nakia Verstecke und geheime Quellen, von denen niemand etwas ahnt, und sie ist skrupellos genug, Unschuldige zu ermorden oder unter ihren Bann zu zwingen, um ihre Pläne durchzuführen.

Unterdessen unterziehen sich Kail und Yuri den Ritualen, die ihrer Vermählung und der Ernennung Yuris zur Tawana Anna vorausgehen. Dazu gehören auch Bäder in den Quellen der Hauptstadt – für Yuri ein großes Risiko, da sie durch die Wassermagie aus dem Japan der Gegenwart ins antike Hethiterreich gezogen wurde und auf dieselbe Weise wieder aus dieser Zeit verbannt werden könnte. Und tatsächlich droht während einer Zeremonie ein Strudel Yuri zu verschlingen, doch Kail hält seine Braut fest. Bevor er sie heraus ziehen kann, stürzt sich Nakia mit gezogenem Schwert auf die beiden. Prinz Judah und Rusafa eilen herbei.Es fließt Blut – einer von fünf ist tödlich verwundet …

Im vorletzten Band von „Anatolia Story“ eskaliert noch ein letztes Mal die Handlung, denn Nakia will sich einfach nicht geschlagen geben und trägt ein weiteres Mal Tod und Verderben in den königlichen Palast. Yuri und Kail haben durch sie bereits so viel Leid erfahren und treue Freunde verloren – und noch immer hat die Tragödie kein Ende. Ob Nakia nun ihre gerechte Strafe erhält? Mehr zu verraten, würde der Geschichte die letzten Überraschungen nehmen. Anschließend fragt man sich, was Bd. 28 noch bringen mag, denn eigentlich kann nicht mehr viel passieren, da alle offenen Fragen beantwortet wurden, jeden Beteiligten sein Schicksal auf die eine oder andere Weise ereilte. Ob die Leser damit zufrieden sind, sei dahin gestellt, doch mussten sie schon öfters den Tod eines Sympathieträgers verkraften – woran man sich niemals gewöhnt. Die Protagonisten erfüllen ihre Rollen, es gibt keine wirklichen Überraschungen, und man muss die Entscheidungen Chie Shinoharas, die keine ‚Friede-Freude-Eierkuchen-Story„ schreiben und zeichnen wollte, hinnehmen.

Von daher ist die Serie, obwohl sie einem Publikum ab 13 Jahre empfohlen wird, nur bedingt für diese Altersgruppe geeignet. Diese sollte einige Lese-Erfahrung mitbringen, denn soft erotische Szenen und Gewalt werden nicht ausgeklammert. Die Zeichnungen haben sich seit Bd. 1 nicht auffällig verändert. Sie wirken immer noch etwas doujinshihaft, vor allem was die Gesichter betrifft. Die realistischen Hintergründe und aufwändigen Gewänder hingegen sind immer sehr schön und dürften so manche Leserin bzw. so manchen Leser, die/der selber zeichnet, inspirieren. Fantasy-Fans, die Serien wie „Basara“, „Fushigi Yuugi“ oder „Saiunkoku Monogatari“ schätzen, werden „Anatolia Story“ von Anfang bis Ende treu bleiben dank der abwechslungsreichen Handlung und sympathischen Protagonisten.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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