Bandenkrieg

Ann Nocenti
Bandenkrieg
Catwoman 4

Catwoman 18, 20 + 21:
„He said, she said“/Escalate/Gang War + Catwoman Annual 1: Black Ice (Ehekrach/Escalate/Bandenkrieg/Catwoman Annual 1: Schwarzes Eis), DC, USA, 2013
Panini Comics, Stuttgart, 04/2014
PB mit Klappbroschur
Comic, Superhelden, SF, Action, Mystery
ISBN 978-3-86201-868-0
Aus dem Amerikanischen von Carolin Hidalgo
Titelillustration von Tony S. Daniel
Zeichnungen von Rafa Sandoval, Diogenes Neves, Mateus Santolouco, Christian Duce, Aaron Lopresti, John Livesay

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http://tonysdaniel.deviantart.com
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Nach dem Gemäldediebstahl im Museum von Gotham („Catwoman 3“) nimmt Batman Catwomans Verfolgung auf und stellt sie. Sie hat die Bilder jedoch bereits verkauft und bemerkt schnell, dass Batmans Wut von weit mehr herrührt als dem Diebstahl der Gemälde (# 18).

Als Catwoman beim Grab von Oswald Cobblepots Mutter eine Nachricht für den Pinguin hinterlässt, trifft sie erneut auf seinen Handlanger Joe Pazzo, den sie schon aus dem ‚Schwarzen Raum‘ kennt („Catwoman 3“). Dort hat Selina den Dämon Escalate befreit, der nun in Joe Pazzo gefahren ist und diesen immer mehr verwandelt. Es gelingt ihr, Pazzo/Escalate auszuschalten, was den Zorn des Pinguins noch weiter anstachelt. Dieser beginnt nun, die Badlands, das Sozialwohnungsviertel von Gotham, zu bombardieren, wo Catwoman im Anführer der Rat-Tail-Gang einen Verbündeten gefunden hat (# 20).

Während Pinguin zum Angriff auf das Sozialviertel bläst, gilt Catwoman als Mordverdächtige. Ihre Hehlerin und Freundin Gwen Altamont steht selbst in der Schuld des Pinguins und steckt damit in einer Zwickmühle zwischen dem Verbrecher und ihrer Freundin. Außerdem hat Pinguin einen Plan, die Badlands in seine Hand zu bringen (Annual #1).

Die Situation in den Badlands eskaliert. Es tobt ein regelrechter Krieg, doch die Rat Tails haben den taktischen Vorteil der Ortskenntnis auf ihrer Seite und fügen den Leuten des Pinguins erheblichen Schaden zu. Dennoch liegen die Badlands bald in Trümmern, und ein riesiges Loch klafft in der Straße, das in Gothams Unterwelt führt (# 21).

Seit Ann Nocenti „Catwoman“ von ihrem Vorgänger Judd Winick übernommen hat, hat die Serie merklich eingebüßt. Die ganze aktuelle Storyline, wenn man überhaupt davon sprechen kann, gestaltet sich so verzettelt und sprunghaft, dass man sich mehr als einmal fragt, ob man gerade einige Seiten überblättert hat. Bestes Beispiel ist, dass hier anscheinend Pinguins Handlanger Volt zu einem Superschurken wird, für den Rest des Bandes allerdings kein Wort mehr darüber verloren wird. Umgekehrt werden ganze Nummern mit unnötigen und schlecht geschriebenen Handlungen geschunden, wie hier mit der Escalate-Episode. Dass hier auch noch Ausgabe 19 herausgenommen und das total überflüssige und ebenso holprige „Catwoman Annual 1“ hineingepresst wurde, verstärkt den zerfahrenen Gesamteindruck noch.

Tatsächlich ist das kurze Zusammentreffen von Catwoman und Batman, der sich in seiner Wut und Trauer um seinen verstorbenen Sohn Damian kurz von ihr festhalten lässt, die stärkste Szene des kompletten Paperbacks. Wirklich überzeugen können allerdings wieder die dynamischen Bilder des Spaniers Rafael „Rafa“ Sandoval, der unsere Heldin stets sexy ins Bild setzt und auch gerne mal außergewöhnliche Perspektiven nutzt. Während dieser sie Monatsserie bestreitet, wurde das Annual von Christian Duce, Aaron Lopresi und John Livesay bebildert.

Die Serie schleppt sich derzeit von Nummer zu Nummer und macht einen zunehmend löchrigen Eindruck. Die Charaktermomente von Judd Winick sind unter Ann Nocentis Regie haarsträubenden Actioneinlagen ohne Sinn und Verstand gewichen.

Copyright © 2015 by Elmar Huber (EH)

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