Batwing Megaband 2

Batmans Erbe
Batwing, Megaband 2

OT: Batwing #13 – 24, 26
Autoren: Judd Winick; e.a.
Zeichnungen: Marcus To; e.a.
Tusche: Ryan Winn; e.a.
Farben: Brian Reber; e.a.
Ü: Jörg Fassbender
Lettering: Datagrafix
Ausstattung: SC, 280 Seiten
ISBN: 978-3-95798-071-7
Verlag: Panini Comics, 2014

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Der zweite Batwing-Megaband enthält – mit Ausnahme der #25 – die Ausgaben #13 bis 26 der im August 2014 von DC eingestellten 34-bändige Comic-Reihe.

Batwing alias David Zavimbe führt einen Krieg gegen Father Lost und seine sektiererischen Anhänger, welche sich Finders nennen, die keinerlei Angst vor dem Tod zu kennen scheinen und die in grauenvollen Ritualen rund um Tinasha unschuldige Menschen abschlachten. Als er selbst unter die Kontrolle des Todespriesters gerät, ist es eine Freundin aus Jugendtagen – Rachel Niamo -, die ihrerseits gegen die Kultisten kämpft und ihn aus dem Bann befreien kann. Als die junge Frau jedoch später schwerst verwundet wird, ist zunächst keiner vor Ort, der David, welcher erneut in seiner archaischen Wut unter Losts Einfluss gerät, retten kann; und als er sich gegen seine Polizei-Kollegen wendet, muss Matu den Batwing-Suit deaktivieren.

Nachdem er Father Lost dennoch besiegen konnte, führt David sein nächster Fall in einen Konflikt mit dem gleichermaßen reichen wie korrupten David Marksbury, dessen missratener Sohn sich als Serienkiller herausstellt. Als David den psychopathischen Spross festnimmt, ruft das dessen alten Herren auf den Plan, der nicht nur einen Großteil der Polizei auf seiner Lohnliste weiß, sondern der auch einen teuren High-Tech-Söldner anheuert, der seinen Sohn rücksichtslos und brutal aus dem Gefängnis metzelt. Auch wenn Batwing nicht nur den jungen Marksbury erneut dingfest machen kann, sondern auch den Söldner, der zuvor Matu ins Krankenhaus bombte, erledigt, beschließt David  Zavimbe den Batsuit an den Nagel zu hängen, als sein alter Freund und Mentor stirbt.

Mit dem jungen, ungestümen Luke Fox steht jedoch schon sein  Nachfolger als Batwing in den Startlöchern, ein veritabler Kämpfer, den Batman schon zuvor auf seiner Rekrutierungsliste gesehen hat, den er aber erst jetzt für reif genug hält, um die Verantwortung zu tragen. Und es dauert nicht lange, bis sich der junge Heißsporn seine ersten Meriten im Kampf gegen Lion-Mane, den halbmenschlichen Streiter eines Löwengottes, und – anschließend – gegen die Marabunta, eine Söldner- und Terroristengruppe, verdienen kann bzw. muss.

Auch im zweiten Band gelingt es den Autoren nicht, den Charakter Batwing mit Leben jenseits aller Ethno-Stereotype zu füllen; schlimmer noch: der Wechsel des Protagonisten unter der Maske mitten während des Serien-Runs macht deutlich, dass es auf die Person im Batwing-Kostüm überhaupt nicht ankommt, dass Hintergrund und Vita vollkommen beliebig und letztlich unerheblich sind, dass es egal ist, ob ein von den Gräueln geprägter Soldat oder ein großmäuliger Jungspund den Anzug trägt, der in seinem neuen Design übrigens mehr an Marvels Black Panther erinnert, denn an irgendetwas Fledermausiges. Storyseitig geht mit der Einführung Luke Fox‘ eine Absage an jegliche Tiefe daher. Während die Autoren im David-Run zwar platte und vordergründige, aber dennoch kritische Untertöne mitschwingen ließen, setzt man bei Luke in erster Linie auf unoriginelle Action, lockere Sprüche und folkloristische Feinde.

In Bezug auf das Artwork lässt sich trotz zahlreicher Beteiligter nichts Negatives anmerken: es ist  dynamischer Mainstream; detailreich-naturalistisch, mit zahlreichen cineastischen Schnitten und Perspektivwechseln und einer kontrastreichen, kräftigen Koloration.

Fazit: Während das Artwork durchaus zu überzeugen weiß, springt handlungsseitig auch diesmal der Funke nicht über. Und nicht nur das! Angesichts des erschreckend blassen, einschläfernd schwachen Neulings im Batwing-Suit beginnt man sich seinen etwas weniger blassen Vorgänger zurückzuwünschen.

Copyright © 2015 by Frank Drehmel (FD)

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