Biien der Schatten 4: Rächer der Enterbten

biien-der-schatten-4Guido Neukamm (Story/Art) & Anja Rudlaff, Daniel Gramsch, Jörg Pitschmann (Vorkolorierung)
Biien der Schatten 4: Rächer der Enterbten

Comicwerk, Berlin, 3/2006
Comic-Heft, Dark Fantasy, Action, 32/300
Titelillustration von Guido Neukamm

www.comicwerk.de
www.comicdesign.de
www.namtram.de

Der Dieb, den man „Biien der Schatten“ nennt, lernt während eines Handgemenges Tekla, die Tochter des kürzlich verstorbenen Fürsten, kennen. Sie heuert ihn, Tayree und einige Freunde von Biien an, ihr zu helfen, ihre Herrschafts- und Besitzansprüche durchzusetzen, denn ein Onkel hat die Macht an sich gerissen.

Obwohl die Söldner befürchten, dass Tekla nicht zu trauen ist, nehmen sie den Job an und hecken einen listigen Plan aus. Sie wissen nicht, dass der neue Fürst einen Spion entsandt hat, der bereits in Teklas Bett liegt…

„Rächer der Enterbten“ ist das bislang aufwändigste und atmosphärisch dichteste Abenteuer von „Biien der Schatten“. Man merkt, dass Guido Neukamm und sein Team in den vergangenen Jahren reichliche Erfahrungen sammelten, so dass sie nicht nur kurze, übersichtliche Episoden-Storys konzipieren, sondern auch lange und komplexe Geschichten auf hohem Niveau durchziehen können. Die cool-deftigen Sprüche sind, wenn auch nicht ganz verschwunden, subtiler geworden.

Es gibt sogar ein Wiedersehen mit einer Figur, die schon einmal an Biiens Seite stand und ihm aus der Patsche half. Man muss die vorherigen Comichefte jedoch nicht kennen, um der Handlung folgen und sich über die pfiffige Erzählung amüsieren zu können. Die Protagonisten parodieren so manche Genre-Klischees und beweisen, dass Sword & Sorcery nicht nur aus Gemetzel bestehen muss, wenn man seinen Verstand zu gebrauchen weiß.

Der Stil der Illustrationen hat sich gefestigt, und die Kolorierung kann auch diesmal überzeugen. Abgerundet wird mit einer kleinen Galerie.

Interessiert man sich für die Werke einheimischer Künstler, dann sollte man „Biien der Schatten“ eine Chance geben. Die Serie ist keine Eintagsfliege und bietet spannend-witzige Fantasy-Abenteuer. Auch die Gestaltung des Bandes steht den Heften der ‚großen’ Verlage in nichts nach. (IS)

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