Bronze – The Last Chapter

Minami Ozaki
Bronze – The Last Chapter (15)

(sfbentry)
Bronze – Saishusho, Japan, 2011
Carlsen Manga, Hamburg, 10/2012
TB, Manga, Boys Love, Drama, Erotik
ISBN 978-3-551-76135-4
Aus dem Japanischen von Dorothea Überall

www.carlsenmanga.de
www.kreuz-net.com

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Minami Ozaki, auch Minami Himemuro und Minami Nanikaze, aber eigentlich Minami Ryo, wurde am 27. Februar 1968 in Hiratsuka, Präfektur Kanagawa/Japan geboren. Ihr Doujinshi-Zirkel nennt sich Kreuz. Sie debütierte 1988 mit „Chusei no Akashi“ in der Anthologie „Margaret“. Ihre bekanntesten Werke sind „Zesuai“ (5 Tankobons, 1989/90) und die Nachfolgeserie „Bronze“ (14 Tankobons, 1992 – 2006).

Des Weiteren existieren vier Light-Novels, die von Akiyama Rin verfasst und von Minami Ozaki illustriert wurden. Nicht nur diese dürften schwer zu finden sein, sondern auch die 5 von ihr gezeichneten Doujinshis zu „Zetsuai“ (außerdem zeichnete sie „Captain Tsubasa“-Doujinshis, Fan-Mangas zu einer Serie, die wie ihr Hauptwerk ebenfalls mit Fußball zu tun hat). Seit 2011 erscheint in Japan eine weitere Manga-Serie, „Bronze: Zetsuai Gaidan Kaendan Sho Tenshi Kotan“, die noch nicht abgeschlossen ist. Lange galt „Zetsuai“ als die Boys Love-Reihe schlechthin, war sie doch eine der ersten des Genres, die den Weg nach Westen schafften, was gewiss auch den OVA-Adaptionen des Titels (1992) bzw. von „Bronze“ (1996) zu verdanken ist, die in japanischer Sprache und manchmal mit englischen Subtiteln von Fans auf Video-Cassetten, später über das Internet verbreitet wurden. Daneben existiert noch ein OVA aus dem Jahr 1994, bestehend aus fünf Musik-Clips, die der Synchronsprecher von Koji Nando, Hayami Sho, singt.

Koji Nando verliebt sich als Junge in ein hübsches Mädchen, das Fußball spielt. Jahre später begegnet er, inzwischen ein populärer Sänger, ihr wieder und muss zu seinem Entsetzen feststellen, dass seine Gefühle einem Jungen galten, der nun als großes Fußball-Talent gefeiert wird. Während sich Koji seinen Gefühlen stellt und sich bemüht, Takuto Izumi näher zu kommen, ist dieser vom Verhalten des Popstars irritiert, ebenso von den Emotionen, die in ihm geweckt werden. In „Zetsuai 5“ kommen die beiden endlich zusammen, aber ihr Glück haben sie noch lange nicht gefunden. Im Gegenteil, die Probleme beginnen nun erst richtig, denn für Takuto gibt es kein Leben ohne Fußball und für Koji keines ohne Takuto. Kojis Obsession wird immer stärker, und so verletzen sich die beiden gegenseitig immer wieder. Auch in ihrem Umfeld ist nicht jeder einverstanden mit dieser Liaison. Es kommt zu einem Unfall, und Takutos Zukunft als Profi-Spieler scheint damit beendet. Koji trennt sich mit einem Schwert den linken Arm ab, überlebt jedoch die schwere Verletzung. Immer häufiger äußern beide den Wunsch, sich ein letztes Mal zu lieben und dann gemeinsam zu sterben. Und die Menschen, die Zeugen dieser Tragödie wurden?

„Bronze – The Last Chapter“ ist gewissermaßen der 15. Band der Serie, nachdem man sie eigentlich schon mit dem 14. als abgeschlossen betrachtet hatte. In mehreren Kapiteln widmet sich Minami Ozaki noch einmal ihren Hauptfiguren und einigen Personen, die ihnen nahestanden. Ob dem Leser dieses Ende gefällt – zu viel Kurauchi x Hirose und fast gar kein Koji x Takuto, Szenen im Krankenhaus, Blut und permanente Todessehnsucht -, dürfte wahrlich Geschmacksache sein. Zumindest bringt dieser Band keine neuen Erkenntnisse und ist an sich überflüssig. Auch die Zeichnungen haben qualitativ nicht gewonnen. Schon von Beginn an war der kantige Stil sehr gewöhnungsbedürftig, und in 25 Jahren ist er, sind die Figuren nicht schöner geworden. Nimmt man das als Kriterium und auch die sich immer wieder im Kreis drehende Handlung sowie die mitunter kryptischen Dialoge, versteht man überhaupt nicht, weshalb in den 1990er Jahren so ein Aufhebens um „Zetsuai“ und „Bronze“ gemacht wurde, gab es damals doch schon sehr viel schöner illustrierte und nachvollziehbarer erzählte Boys Love-Serien wie Sanami Matohs „Fake“, Maki Murakamis „Gravitation“ und You Higuris „Seimaden“.

Hat man bislang treu und brav alle Bände zusammengetragen, wird man gewiss auch das „Last Chapter“ (auf das womöglich ein Sequel folgt?) ins Regal stellen wollen, damit die Sammlung komplett ist, selbst wenn dieses Tankobon den Erwartungen überhaupt nicht gerecht wird.

Copyright © 2013 by Irene Salzmann (IS)

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