B.U.A.P. Tödliches Terrain

image-0021Mike Mignola, John Arcudi, Guy Davis
B.U.A.P. – Band 7 – Tödliches Terrain

Cross Cult Verlag, 2009
ISBN 978-3-936480-86-3
Comic, Hardcover, deutschsprachig
Originaltitel: B.P.R.D. Vol. 8: Killing Ground, 2008
Übersetzer: Frank Neubauer
Story: Mike Mignola, John Arcudi
Zeichnungen: Guy Davis
Farben: Dave Stewart
Umfang: 160 Seiten

www.cross-cult.de

Nun ist er endlich erschienen, der 7. Band der Hellboy-Spinoff-Serie B.U.A.P. Man hat sich im Hause Cross Cult etwas Zeit gelassen. Nun ja, gut Ding will Weile haben. Die Frage ist: Ist dieser Band denn auch ein gut Ding geworden?

Die Antwort auf diese Frage fällt nicht ganz so leicht. Hätte ich diesen Band als erstes von der Serie in die Hände bekommen, hätte ich ihn garantiert entnervt wieder weggelegt. Für einen Quereinsteiger ist er absolut nicht geeignet! Doch für den Fan der Serie und treuen Leser werden neue Mosaiksteinchen dem immer komplizierter anmutenden Handlungsgefüge hinzugefügt. Allerdings habe ich nach der Lektüre den Eindruck, dass ich nun mehr offene, denn gelöste Fragen habe. Das muss ja nicht schlecht sein, denn der Hunger nach Mehr ist so wieder angestachelt. – Doch wie lange wird es zur nächsten Ausgabe dauern?

Die Spezial-Agenten des B.U.A.P. Haben wieder sehr mit sich selbst zu tun. Dieser Zustand dauert ja bereits seit einiger Zeit an. Liz, die „Feuerbändigerin“ wird weiterhin von Träumen, die ihr die Erholung beim Schlaf rauben, gepeinigt. Die Visionen einer apokalyptischen Zukunft quälen sie. Es gibt aber Linderung. Ben Daimio, der zombiehafte Vorgesetzte der Truppe, offenbart diesmal wirklich Überraschendes und Essentielles seiner Vergangenheit; dies birgt aber enormes Gefahrenpotential für seine eigenen Leute. Seine Begegnung mit einem Jaguar-Gott im südamerikanischen Urwald blieb nicht ohne Folgen; dies wissen wir zwar auch schon seit einiger Zeit, aber hier bricht etwas Infernalisches aus. Ape ist mit einem Wendigo befasst, also einer Art Wer-Wesen Nordamerikas, dessen Gefangennahme wir bereits in „Die universelle Maschine“ miterleben durften. Der soll zurück nach Kanada, kann aber entkommen. Wer nun eine Verbindung zwischen den beiden Wer-Wesen (Daimio – Wer-Jaguar und dem Wendigo) vermutet, liegt verdammt gut. Was daraus aber noch wird, wird hier noch nicht ausgeführt.

Ach ja, und dann haben wir ja noch Johann, den „Gasmann“. Der konnte sich einen Riesenkörper aus Apes Abenteuer in Indonesien in „Garten der Seelen“ aneignen, sozusagen dort einziehen. Er genießt seine zurück gewonnene Körperlichkeit, wird dadurch aber mächtig von seinen Aufgaben abgelenkt.

Es ist also recht viel los, es wird aber nur relativ wenig zu einer Auflösung beigetragen. Entsprechend dicht wird mit grafischen und stilistischen Mitteln erzählt. Die Handlung springt seitenweise von Schauplatz zu Schauplatz, oftmals wird nur angedeutet; man muss als Leser ganz schön am Ball bleiben.

Die zeichnerische und vor allem die farbliche Gestaltung scheint mir einen weiteren Schritt nach vorn gemacht zu haben. Einige Bilder nehmen fast gemäldeartigen Charakter an, ohne insgesamt den bei Hellboy gewohnten minimalistischen Gesamteindruck zu durchbrechen. Was ebenso auffällt, sind die mitunter sehr blutigen Darstellungen, die im Detail fast in Splatter-Gefilde vordringen. Na ja, sicher kein Comic für die lieben Kleinen; dies aber auch schon nicht aufgrund des komplizierten und komplexen Plots und der entsprechenden Erzählweise.

Es war mir wieder ein Vergnügen, auf das ich leider zu lange warten musste. Und ich befürchte, dass man auch auf den Folgeband lange warten muss. Das ist etwas Schade, denn in mir lodert noch immer das B.U.A.P.-Fieber.

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