Café Latte Rhapsody

Toko Kawai
Café Latte Rhapsody

(sfbentry)
Japan, 2008
Tokyopop, Hamburg, 03/2011
TB, Manga, Boys Love, Romance
ISBN 978-3-8420-0181-7
Aus dem Japanischen von Dorothea Überall
2 Farbseiten

www.tokyopop.de

Titel erhältlich bei Buch24.de
Titel erhältlich bei Booklooker.de

Toko Kawai wurde an einem 16. Oktober in Osaka, Japan geboren. Seit dem Jahr 2000 publizierte sie rund zehn romantische Boys Love-Titel, überwiegend One-Shots, darunter „Bond(z)“, „Loveholic“ und „Our Everlasting“.

Serizawa arbeitet in einer Buchhandlung. Eines Tages fällt ihm ein Kunde wegen seiner beeindruckenden Größe auf: Durch sein finsteres Gesicht erschreckt der Student Keito im ersten Moment seine Mitmenschen, doch lernt man ihn näher kennen, stellt man fest, dass er sehr freundlich und schüchtern ist. Als Keito in einer Gasse zwei ausgesetzte Kätzchen entdeckt, verspricht ihm Serizawa, ein Heim für die Tiere zu suchen. Er steht Keito auch bei, nachdem ihm drei Schüler heimlich ein Buch in die Tasche steckten und ihn des Ladendiebstahls bezichtigten. Seither sind sie Freunde – und bald mehr als das. Obwohl er nicht darüber spricht, leidet Serizawa insgeheim darunter, dass seine Kolleginnen und andere junge Frauen ständig mit Keito flirten. Umgekehrt kann dieser seine Eifersucht kaum bezähmen, als ein Ex von Serizawa auftaucht …

„Café Latte Rhapsody“ ist ein sehr schöner Manga, der die Geschichte zweier junger Männer erzählt, die sich zufällig kennen und schließlich lieben lernen. Ihre wachsende Zuneigung füreinander ist eingebettet in das alltägliche, nachvollziehbare Einerlei – Serizawa ist Angestellter, Keito Student -, das für beide zu etwas Besonderem wird, seit sie einander haben. Natürlich müssen sie auch mit Verlustängsten kämpfen, doch reden sie darüber, wodurch hausgemachte Dramen, mit denen so mancher Manga aufgepeppt wird, entfallen und die Handlung umso realistisch wirkt.

Der Titel bezieht sich auf Keitos Lieblingsgetränk, das auch Serizawa zu schätzen beginnt, seit er weiß, dass der Himmel durch das Licht der Galaxien in Wirklichkeit hellbraun ist wie der Milchkaffee. Keito nennt das Getränk ‚Cosmic Latte„ und sagt, er stelle sich vor, das Universum zu trinken. Ein netter Gedanke von Toko Kawai, der den sanften Charakter der Hauptfiguren und die Atmosphäre der Geschichte bestens zum Ausdruck bringt. Die Zeichnungen sind zart und personenbezogen. Hintergründe werden oft nur angedeutet. Im Vordergrund steht die innige Beziehung von Serizawa und Keito. Man weiß, was sie tun, aber die Details bleiben der Phantasie der Leserinnen überlassen, weshalb man den Band durchaus schon jüngeren Boys Love-Fans ab 14 Jahre oder zum Testen des Genres empfehlen kann.

Schätzt man Boys Love-Titel, in denen es mehr um große Gefühle als um explizite Szenen geht, sollte man „Café Latte Rhapsody“ eine Chance geben. Die Story ist realistisch und sehr romantisch, die jungen Erwachsenen sind sympathisch und glaubwürdig, die Illustrationen ansprechend. Findet man Gefallen an Serien wie „Kleiner Schmetterling“ von Hinako Takanaga oder „Ein Lehrer zum Verlieben“ von Nase Yamato, wird man auch von dieser Lektüre begeistert sein.

Copyright © 2011 by Irene Salzmann (IS)

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