CSI 02 – Domino

csi-dominoKris Oprisko
CSI 02 – Domino

CSI: Dominos, USA, 2005
Panini Comics, Stuttgart, 6/2006
PB, vollfarbige Graphic Novel im Comicformat
ISBN 9783833213892
Comic, Krimi
Aus dem Amerikanischen von Claudia Kern
Titelgestaltung von Robbie Robbins
Cover und Kapitelfotos: CBS Photo/Robert Voets
Illustrationen von Steven Perkins, Gabriel Rodriguez, Fran Gamboa u. a.

www.paninicomics.de
www.stevenperkinsart.com/
http://www2.gr.cl/

Im zweiten Band der „CSI“-Comic-Serie darf das Ermittlerteam um Gil Grissom ermitteln, und zwar in Romanlänge – wiederum ein nicht verfilmter „CSI“-Fall, der so aber jederzeit auf dem Bildschirm vorstellbar ist. Der Mord an einem Mafioso wirf Rätsel auf: Neben der Leiche gibt es Blutspuren eines weiteren Verletzten, die nicht von den Tätern stammen können. Innerhalb kürzester Zeit geschehen weitere Morde von erschütternder Brutalität. Ein Bandenkrieg zwischen zwei Mafiafamilien? Der Tod von Vincent Brescia, ein Mafiaboss, der möglicherweise den Mord an dem ersten Opfer befohlen hat, bestätigt dies anscheinend. Aber es sterben auch Menschen, die nicht zu dieser ehrenwerten Gesellschaft gehören. Schnell wird klar, der Täter arbeitet sich methodisch durch eine Namensliste – und die ist lang…

Ein spannender Comic ist es diesmal geworden, der sich hinter der TV-Vorlage nicht zu verstecken braucht. Die Frage, wer es getan hat, ist für den Leser beinahe weniger wichtig als das Mitfiebern, ob es gelingen wird, den Täter rechtzeitig zu stoppen. Mit äußerster Brutalität wird hier vorgegangen, und obwohl das Ermittlerteam sich souverän von Hinweis zu Hinweis arbeitet, finden sich immer weitere Leichen. Sprachlich ein gut gelungenes Werk, die Handlung wird schnörkellos vorangetrieben, an keiner Stelle ergibt sich das Gefühl von Unlogik. Nun gut, die Geschwindigkeit, mit der DNS-Proben und andere hochaufwändige Analysen ausgewertet sind, die ist schon erstaunlich, entspricht aber dem, was in der Filmserie vorgegeben wird. Das Ende fügt sich logisch in die Handlung ein und schafft es, ein leicht ungutes Gefühl zu hinterlassen.

Weniger gut sind die Bilder: Die Computer generierten Zeichnungen der Haupthandlung sind soweit angenehm, daneben gibt es dann immer wieder verschwommene, beinahe schemenhafte Bilder in gedeckten Farben, wann immer eine Rückblende oder Vermutungen des Teams über einen Ablauf gezeigt werden. Diese Abhebung erleichtert einerseits die Orientierung, andererseits sind diese skizzenhaften Zeichnungen recht unschön. Insgesamt allerdings ist der Eindruck positiv: ein Comic-Krimi, der nicht nur den Fans der Serie zu empfehlen ist sondern jedem, der spannende Storys liebt. (alea)

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