Das Meisterwerk

das-meisterwerk1Henk Kuijpers
Das Meisterwerk
Franka 2

Het meesterwerk, Niederlande, 1981 (1978)
EPSILON Verlag, Pinneberg, 08/2001
SC-Album, Comic, Krimi, Funny
ISBN 978-3-932578-09-0
Aus dem Holländischen von Mark O. Fischer
Titelillustration von Henk Kuijpers

www.epsilongrafix.de/
www.franka.nl/

Titel erhältlich bei Buch24.de

Frankas Nachbar, der Maler Rafael, hat endlich ein Gemälde verkauft. Er leiht sich Frankas Auto, um das Bild heil zu seiner Auftraggeberin zu bringen. Zum Dank lädt er Franka in ein Lokal ein, um den Erfolg zu feiern. Allerdings sitzt die junge Frau den ganzen Abend allein im Restaurant – Rafael taucht nicht auf. Verärgert will sie ihn zur Rede stellen, aber in seiner Wohnung ist ein Fremder. Vergeblich versucht sie, diesen zu stellen, wird dabei fast überfahren und landet in einer Gracht.

Die Hellseherin Madame Furora zieht Franka aus dem Wasser und hilft ihr, eine viel versprechende Spur zu finden, die nach Luttel und aufs Landgut der de Weeldes führt. Schnell merkt Franka, dass dort etwas nicht stimmt. Mutig und schlagkräftig versucht sie, eine tragische Geschichte, die vor vielen Jahren begann, zu einem glücklichen Ende zu bringen. Hatte Titelheldin Franka im ersten Band, „Das Kriminalmuseum“, nur eine kleine Rolle inne, so ist sie bereits in ihrem zweiten Abenteuer die unumstrittene Hauptfigur. Durch ihren Nachbarn wird sie in einen Kriminalfall hinein gezogen, der sich als sehr viel komplizierter erweist, als es zunächst den Anschein hat. Bei ihren Nachforschungen bekommt Franka Unterstützung von Furora, die natürlich keine Hellseherin ist und somit auch nicht für phantastische Elemente sorgt, aber einige nützliche Tricks auf Lager hat.

Auch diesmal setzt sich die Geschichte aus mehreren kleinen Fällen zusammen, die der Reihe nach gelöst werden. Allerdings wurde der Plot sorgfältig erstellt, und die Abschnitte um den entführten Maler, den betrügerischen Angestellten und das Vermächtnis des einstigen Geliebten greifen ineinander und formen ein gelungenes Gesamtes, überraschende Wendungen, spannende und humorige Szenen inklusive.

So ganz schien sich Frankas Schöpfer Henk Kuijpers aber noch nicht im Klaren darüber gewesen zu sein, was genau er mit seiner Figur anstellen möchte. War sie im ersten Band noch Sekretärin, so bleibt ihr Hintergrund diesmal offen, und erst am Schluss gibt es ein Wiedersehen mit einigen Protagonisten aus dem „Kriminalmuseum“. Hingegen erlauben gelegentliche Andeutungen, dass man über Furoras Vergangenheit sehr viel mehr spekulieren kann. Als Freundin und gelegentliche Helferin wird man sie gewiss gern in den nächsten Abenteuern an Frankas Seite sehen wollen.

Die Zeichnungen sind detailreich und laden immer wieder zum längeren Betrachten ein. Ihr Stil passt zur humorig-spannenden Handlung, die auf Situationskomik und Wortwitz setzt. Die Erwartungen, die der erste „Franka“-Band weckte, werden von „Das Meisterwerk“ bestens erfüllt. Die Figur nimmt immer mehr konkrete Züge an, die Handlung hat sich ein gutes Stück gesteigert. Schätzt man Titel wie „Jeff Jordan“ oder „Yoko Tsuno“, wird man sicher auch „Franka“ gern eine Chance geben.

Copyright © 2010 by Irene Salzmann (IS)

Titel erhältlich bei Buch24.de

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