Deadpool: Killustrierte Klassiker

Cullen Bunn, Mary H. K. Choi
Deadpool: Killustrierte Klassiker
Kap. 1 – 4: Moby Dick/Die Abenteuer von Tom Sawyer/Eine Wehnachtsgeschichte
/Die Abenteuer von Sherlock Holmes; Lady Deadpool: Die Revolution kommt nicht im Fernsehen

Deadpool: Killustrierte Klassiker
Deadpool Killustrated 1 – 4: Moby Dick/The Adventures of Tom Sawyer/A Christmas Carol/
The Adventures of Sherlock Holmes; Lady Deadpool: The Revolution will not be televised, Marvel, USA, 2013, 2010
Panini Comics, Stuttgart, 11/2013
PB, Comic, Superhelden, SF, Action, Splatter
ISBN 978-3-86201-779-9
Titelillustration von Mike del Mundo
Zeichnungen von Matteo Lolli

www.paninicomics.de/
www.cullenbunn.com/
http://choiotherworld.com
http://matteololli.com/
www.deadlydelmundo.com/

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Nachdem Wade „Deadpool” Wilson in „Deadpool killt das Marvel-Universum“ seine Gegner und sich selbst als Fiktion erkannt hat, ist er davon besessen, das Übel an der Wurzel auszurotten. Nicht noch mehr unzählige Helden aus unzähligen Welten des Multiversums, die er nie und nimmer alle um die Ecke bringen kann! Seine Berater haben den rettenden Einfall: Die Ideen aller Geschichten müssen getötet werden; die Inspirationen für all die Helden und Heldinnen des Marvel-Universums. Sprich: Deadpool muss die Klassiker töten. Und so metzelt sich Wade Wilson von den griechischen Sagen bis zu Kapitän Nemos Nautilus, von „Draculas“ Karpaten bis auf Robert Louis Stevensons „Schatzinsel“, von „Sleepy Hollow“ Neuenglands bis in Rudyard Kiplings Dschungelwelt.

Doch Deadpools Wissenschaftlern gelang es, unbemerkt eine Botschaft in diese Welt zu schicken, zu Händen des größten Detektivs der Welt. Und „Sherlock Holmes“ ist sich bewusst, dass er einer solchen Gefahr nicht alleine begegnen kann und versichert sich nicht nur der Mithilfe seines treuen Begleiters Watson, sondern auch derer von Beowulf, Hua Mulan und Natty Bumppo, genannt Lederstrumpf.

In der direkten Fortsetzung von „Deadpool killt das Marvel Universum“ (ebenfalls von Autor Cullen Bunn), verschlägt es den durchgeknallten Killer in sage und schreibe 26 Werke der Weltliteratur, die Christian Endres – selbst ein bekennender Crossover-Fan und –Autor („Sherlock Holmes und das Uhrwerk des Todes“) am Ende des Bandes gewissenhaft aufzählt. Naturgemäß, da kaum die Möglichkeit besteht, tiefer in die Stimmung der Originale einzutauchen; der Auftrag lautet ja schließlich auch, die Klassiker als Inspirationsquelle für die (Marvel-) Helden von heute rigoros auszulöschen.

Dass einige der hier verwendeten Klassiker nicht ganz zufällig ausgesucht wurden, ist an den Panels jeweils kurz vor der Liquidierung der Figuren zu erkennen. Durch Deadpools Augen sieht man den korrespondierenden Helden/Schurken, der auf die klassische Figur zurückgeht, z. B. General Ross bei Kapitän Ahab, den Grünen Kobold bei Victor „Frankenstein“ oder Namor bei Andersens „Kleiner Meerjungfrau“. Die Zeichnungen des Italieners Matteo Lolli („Spider-Man Adventures“) wirken dicht und äußerst stimmig. Das Tüpfelchen auf dem I sind schließlich die gemalten Covers von Mike del Mundo, die sich im Layout an der Reihe „Classics Illustrated“ (dt.: „Illustrierte Klassiker“) bedienen.

Als kleiner Bonus ist noch der „Lady Deadpool“-One-Shot „Die Revolution kommt nicht im Fernsehen“ von Mary H. K. Choi enthalten, in der der/die alternative Deadpool Wanda Wilson als Lady Deadpool mangels funktionierendem Fernseher ihre Wohnung verlässt und auf der Straße sofort rettungslos dem Schönling Charles Randolph Fey verfällt. Von nun an folgt sie ihm überall hin und verteidigt ihn ohne Rücksicht auf Verluste gegen jedwede Gefahr.

Diese kleine Story, in der massiv Medienschelte mitschwingt, toppt den Gaga-Faktor der Hauptgeschichte nochmals um ein vielfaches. Grandios gelungen als Crossover-Feuerwerk mit simpler Aussage: „Alle killen!”

Copyright © 2013 by Elmar Huber (EH)

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